The Walking Dead – Der Comic oder: SoWi für Zombie-Überlebende



The Walking Dead – Gute alte Zeit



Gute alte Zeit prangt in großen roten Buchstaben auf dem Cover. Oben lächelt eine Bilderbuchfamilie hinter einem zerbrochenen Glas und unten laufen Menschenfleischhungrige uns entgegen. 

Willkommen in der Hölle. Das wird sich auf jedenfall Rick Grimes gedacht haben, der nach einer Schussverletzung im nächstgelegenen Krankenhaus aufwacht und feststellt, dass sich die niveaulose RTL-Fernsehgestaltung leider in den Intelligenzquotienten der Menschen niedergeschlagen hat, kurzum: Sie sind Zombies.

In dieser Rezension beschäftigen wir uns mit dem Hauptwerk der Walking Dead-Reihe, dem Comic. Das Motiv der Zombieapokalypse kennen wir ja mittlerweile alle. The Walking Dead legt aber den Fokus mehr auf die sozialen Verwicklungen als auf die Untersuchung der Herkunft der Zombifizierung der Menschen.

Vermisst!

Rick wacht also auf, entdeckt, dass seine Welt aus den Fugen geraten ist und sucht nach den einzigen wichtigen Konstanten in seinem Leben, seiner Familie. Die besteht aus seinem Sohn Carl und seiner Ehefrau Lori. Im Laufe des Bandes trifft er sie auch und ein Haufen weiterer Überlebender. The Walking Dead erzählt die Lebensgeschichte eines Mannes mitten in einer Zombie-Apokalypse und das Überleben seiner Gruppe. Und bei einer Sache kann man sich bei Kirkman nie sicher sein, nämlich Nichts. Jede Figur, bis auf Rick, kann steben und er bleibt auch  in den folgenden Bänden auch nicht zimperlich. Schon am Ende dieses ersten Bandes kommt es zu einem harten Schicksalsschlag.

Wie ist das Drumherum?

Mr gefällt die typische Hardcoveraufmachung von Croosscult in einem kleineren Format als das der amerikanischen Ausgaben. Der Zeichenstil passt hervorragend zur Geschichte, denn er legt nicht wesentlich von ihr. Und da The Walking Dead sehr viel Story besitzt, passt das gut. Eingerahmt wird der Comic von einem Vorwort von Kirkman selbst und im Anhang von Interviews mit Kirkman und Moore sowie Infos zu Zombiefilmen.

Was gefällt nicht?

Schwierig zu sagen, was nicht gefällt. Wenn wir aber die gesamte Reihe von The Walking Dead betrachten, ist der spätere Einstieg sehr schwierig. Die Personen und Konstellationen wechseln schnell und es gibt nur wenige Konstanten, die einzige ist in dem Fall wirklich Rick. Wer sich aber mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem sei dieser band wärmstens empfohlen. Die zweite Gefahr, die ich bei mir jetzt erkenne, ist ein gewisser Abnutzungsfaktor bei der Thematik Zombies. Mittlerweile sind die Bandnummern zweistellig und der Nachschub kommt spärlich, so dass man entweder sich wieder neu reinlesen muss oder erst gar nicht mehr die Motivation hat weiterzulesen. Aber das gilt grundsätzlich für jede Fortsetzungsreihe. 

Und jetzt?

Trotzdem empfehle ich diesen Band nochmal dringlichst für alle die mit Walking Dead anfangen möchten. Zu den Unterschieden von Comic zu Fernsehserie komme ich dann bei der Rezension zu der Serie.

Positiv:

– Zombiethema mit sozialwissenschaftlichem Aspekt
–  Aufmachung des Comicbandes: redaktionelles Material
– Zeichnungen untermalen Story

Negativ:

– Zomiethema könnte abgenutzt sein
– Serienzugang nur zu Anfang

Beschreibung:

Autor: Robert Kirkman
Zeichner: Tony Moore
Titel: The Wlaking Dead – Gute alte Zeit
Link: http://www.amazon.de/The-Walking-Dead-Gute-alte/dp/3936480311/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1364084142&sr=8-1

Phantomias kehrt zurück oder: Das erste Mal mit einer Ente mit Umhang

Phantomias – In der Mitte neu, an denen Seiten alt



Wir alle kennen Donald Duck. Aber wusstet ihr auch, dass Donald Duck mittlerweile eine schizophrene Persönlichkeitsstörung besitzen müsste? Bei den Lustigen Taschenbüchern ist er mittlerweile nicht nur der treusorgende Onkel dreier Neffen, sondern auch Geheimagent 00 Doppelduck und ,schon sehr viel länger, der Superheld Phantomias. Und ab hier wird es für mich persönlich.

Großer persönlicher Exkurs

Wer jetzt kein Bock hat, meine ersten Leseempfindungen bezüglich Comics mitzulesen, der springt einfach zur nächsten fetten Überschrift, dort geht es dann endlich auch um den heute zu besprechenden Comic: „LTB Premium: Phantomias kehrt zurück“

Aber was ist jetzt an Phantomias so besonders? Jeder ist schonmal mit Comics in Kontakt gekommen. Auch wenn ihr es nicht zugeben wollt, ihr hattet alle schon mal den Um-die-Ecke-Gucker, das Agentenset oder das Schlaue Buch zum Sammeln. Und diese Comics gehörten unwiderruflich zu dem Comicheft „Micky Maus“. (Und natürlich dem YPS) Lassen wir mal die Gimmicks und Tipps & Tricks beiseite und konzentrieren uns auf die schönen Bildchen, die man mit zu den Comics dabeibekommen hat. Meist gab es in der ersten Geschichte, ein lustiges Abenteuer, in denen zumeist Donald einen neuen Job ausprobiert hat. Im Mittelteil waren dann eher die Nebenfiguren im Vordergrund und am Ende traf man auf das erste Prinzip von den späteren Superheldencomics, die ich gelesen habe: die Fortsetzung.

Wenn man aber sich für die Geschichten interessiert hat, dann hat man sich im nächsten Schritt ein Lustiges Taschenbuch gekauft. Das LTB hatte nur Geschichten ohne Gimmicks. Da hat sich dann die Spreu vom Weizen getrennt, d.h. die Nur-Gimmickkäufer begannen dann sich mehr in Lego oder Sonstiges zu investieren.

Im LTB traf man dann auf Donald auch mal in seiner zweiten Identität, als Phantomias. Typisch im humoristischen Stil mit witzigen Gimmicks ausgestattet, wie Sprungfedern oder einer Laserpistole. Aber die Laserpistole war schon relativ modern für die LTBs. In diesen war natürlich Daniel Düsentrieb konsequenter Lieferant technischer Neuerungen, die immer sinnvoll im Einsatz verwendet wurden. Es war aber noch nicht die Art von Coolness da, die in den späteren Phantomiasgeschichten folgen sollten. Das erkannte man aber auch daran, dass sich später zahlreiche Helden folgten. Vetter Dussel war dann mal Phantomias oder Daisy entwarf ihren feministischen Ansatz einer Phantomime.

Eines Tages war ich wieder auf der Jagd nach dem nächsten LTB am liebsten wieder mit den humorvollen Action-Abenteuern von Donald im Superheldenkostüm. Da durchwühlte gerade man friedlich den Zeitschriftenstapel um den Status der „Micky Maus“ auch zu prüfen, da lag inmitten des Comicstapels das Heft „Phantomias – Die neuen Abenteuer“. Ich weiß noch das Donald als Phantomias vor einer riesenhaften Eule eine gute Figur machte und ein riesiger grüner Entenkopf eine wichtige Rolle spielten. Und dann war der Moment gekommen, in dem ich den Rest meines Lebens gefangen bleiben würde. (Gott wie pathetisch)

Phantomias, der Neue, hatte viel Gimmicks, Technik und vor allem Strahlen aller Art. Laserstrahler vor allem. Zeitreisen. Und etwas, was man Frauen in Entenform nennen könnte. Aber vor allem Laserstrahlen. Und zudem gab es eine Geschichte, dfie über das alles gelegt war. Phantomias gegen die Evronianer (Bewohner des Venus). Und Phantomias war damit mein Übergang von Enten zu Supeherlden mit einer Superheldenente. Und er ist immer noch verdammt cool. Vielleicht werdet ihr jetzt verstehen, warum meine Rezension diesmal nicht ganz so neutral wird.

Der neue Phantomias kehrt zurück – die Rezension

Dieser Phantomiasband ist Teil einer neu eingeführten LTB-Reihe, nämlich die der LTB-Premiumreihe. Die erste Ausgabe war mit Phantomias, der zweite mit einer Ansammlung von Entenhausener Helden und danach kam Micky X – Akte X meets Maus. Schließlich ist dieser zweite Phantomiasband das aktuellste Taschenbuch. Ich empfehle dringend die Lektüre des ersten Bandes, denn ohne den wird man vieles nicht verstehen. Am einfachsten erklärt, ist, dass Phantomias gegen außerirdische Invasoren kämpft- die Evronianern. Er wird unterstützt von einem illustren Ensemble verschiedener Charaktere, darunter der ewig nervende Reporter Konrad Kiwi, der Phantomias so sehr hasst, wie Jonah J. Jameson Peter Parker. Der Band ist eine Sammlung mehrer Phantomiashefte, die vor allem in Italien unter dem Namen Paperinik bekannt wurden. 

Was ist gut?

Das konsequente Sci-Fiction-setting wird hier gut etabliert mit einer genialen Datenmaschine, ausserirdischen Invasoren und Zeitreisenden. Die Themenvielfalt ist trotz der einfachen Geschichte ,Phantomias gegen die bösen Evroniaer, groß. Es geht um Vertrauen, Illusion und vieles mehr. Der Disneyhumor wird in kleineren Szenen  bewiesen und stört nicht den sonst actionlastigen Aufbau. Auch schön sind die Bonusgeschichten, in denen Phantomias verschwunden ist und die Nebencharaktere mehr ausgeleuchtet wurden. Konrad Kiwi kriegt in dem Fall noch mehr Geschichten, die sind relativ dröge zu den anderen und in einem schwächeren Stil gezeichnet. 

Gezeichnet für Phantomias

Überhaupt der Stil ist gleichbleibend. Während das lustige Taschenbuch unterschiedliche Zeichner ranlässt, variiert der Zeichenstil höchstens ein  bis zweimal, aber beide Stile sind harmonisch und ordnen sich der Geschichte unter. 

Was ist nicht so dolle?

Die Bonusgeschichte mit Konrad Kiwi wirkt etwas dröge und des Öfteren hat man in der Hauptgeschichte das Gefühl Phantomias ist zumeist nur der Ausführer von Eins, der hausinternen Computerintelligenz des Ducklair Tower, in dem Phantomias sein Hauptquartier hat. Einzig die relativ hohe Textlastigkeit ist manchmal lästig, trotzdem wirkt der Band wie in einem Fluß.  Von mir gibt es trotzdem eine Kaufempfehlung, vor allem für männliche Jugendliche, die vielleicht die lustige Ente für Kinder mal in einem erwachseneren Kontext sehen wollen.

Bewertung 9/10

Positiv:
– Sci-Fi-Setting
– Erwachsenere Themen
– Gut passender Zeichenstil

Negativ: 
– Dröge Bonusgeschichte mit Konrad Kiwi
– Textlastigkeit

P.S.: Wer denkt Superhelden sind nur Fiktion, dem empfehle ich diesen Blogbeitrag „Jede Stadt braucht einen Superhelden„. Es gibt sie also doch Freude 🙂

The Walking Dead – Das Spiel oder: Adoptionsverfahren während der Zombie-Apokalypse

The Walking Dead – Das Spiel
The Walking Dead – Das Spiel


“Ein Spiel kann doch nicht so gestaltet sein, dass du dich selber besser kennenlernst das ist Bullshit.“
So lautet eine Äußerung zu dem Spiel “Walking Dead“ aus meinem Bekanntenkreis und ich argumentiere hiermit rhetorisch raffiniert zurück: Doch.

Was ist Walking Dead?

Walking Dead ist vor allem ein Universum, in der eine Zombie-Apocalypse wütet. Dabei liegt der Fokus bei dieser Serie auf den Menschen und ihre Schicksale. (ähnlich wie bei George A. Romeros ….of the Dead-Filme, die auch immer ein sozialkritisches Statement geliefert haben)

1.Runde: Das Spiel

In meinem ersten Artikel zu dieser Reihe behandle ich das Spiel zu der Reihe.

Das Spiel dreht sich um das Schicksal von Lee Everett. Wir lernen ihn zuerst in einem Polizeiwagen kennen, in dem er wegen eines verbrechens ins Gefängnis gebracht werden soll. Dazu kommt es dann doch nicht, weil sich ein fleischhungriger unterdurchschnittlich intelligenter Mensch auf der Fahrbahn rumlümmelt, kurz gesagt: Familie Zombie ist angekommen. So trefft ihr direkt zu Anfang ein paar Entscheidungen um das Spiel besser kennenzulernen. Es wird euch in der Standardseinstellung mitgeteilt, was für Auswirkungen eure Auswahl hatte.

Und das ist der Aufbau des ganzen Spiels: Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen. Manche wirken sich weniger aus, manche mehr. Aber eins werdet ihr lernen, euch selber besser kennen. Schließlich trefft ihr früh auf Clementine, ein kleines Mädchen, dass auf seine Eltern wartet. Ihr nehmt sie mit und entscheidet euch während des Spiels immer wieder, ob ihr euch gegenüber ihr moralisch und wahrheitsgemäß verhaltet. Und das Schöne ist, dass dieses Kind nicht nervt. Es gibt soviele Kinder, die in Filmen in ihrer Klugscheißerart nerven, aber Clementine ist zutiefst liebenswert. (Sind digitale Adoptionen schon den Analogen gleichgestellt?) Als Spieler würdet ihr euch natürlich typischerweise für die beste Alternative entscheiden, die euch am meisten bringt, aber mit Clementine an der Seite bekommt die Sache einen moralischen Charakter.

Die Geschichte ist in einzelnen Episoden spielbar, jedoch wirkt sich jede Entscheidung auf die nächste Episode aus. Jedoch muss man zugeben, am Schluß der ganzen Serie bemerkt man, dass dieses Entscheidungssystem nicht so konsequent Auswirkungen auf das Ende hat wie angenommen. Ist aber letztlich egal, die Story packt einen einfach.Und ohne nur irgendwie zu spoilern sei gesagt, dass das Ende einen zum Heulen bringt, garantiert.

Was ist nicht so dolle?

Negativ ist die Umsetzung des Spiels. Ein paar Mal sind in meiner PS3-Fassung Fehler aufgefallen,in denen das Spiel keine Eingaben am Controller angenommen hat. Am schlimmsten war für mich ein Bug, der bei einem Gespräch während einer Zugfahrt passiert ist. Dort verselbstständigt sich die Kamera und dreht sich dauernd im Keis um das gesamte Spielareal. Erinnerte an die typischen Zugfahrten während eines Programmloches bei CenterTV.

Von mir bekommt das Spiel zur Serie, aufgrund der interessanten Geschichte und der guten Charaktere eine definitive Kaufempfehlung, einzig technische Mängel trüben den Spielspaß ein wenig. Womit wir wieder am Anfang wären. Entscheidungen aufgrund zwingender Umstände, gepaart mit moralischen Fragestellungen in Form eines Kindes lassen dich sehr wohl dich besser kennenlernen. Einfach probieren, ist kein Bullshit, sondern Holy Shit!

Positiv:
 – Story
– Charaktere
– Entscheidungssystem

Negativ:
– Technische Mängel
– Entscheidungen haben nicht ganz Auswirkungen bis zum Schluß

Punkte: 9/10

Beschreibung:
Titel: The Walking Dead
Entwickler: Telltale Games

Eine Portion Nonnen mit Kanonen und Walking Dead-Ankündigung

Nonnen. Waffen. Große Brüste. Wahrscheinlich einer der trashigsten Beiträge zum Papst-Rücktritt?

Heute gibt es keine reguläre Rezension, sondern nur diese kleine Trash-Empfehlung und eine Ankündigung. 

Erstmal zur Trash-Empfehlung. Ich habe diesen Comic noch nicht mal gelesen, ich stand im Bonner Comic Laden in der Restpostenabteilung und zog dieses einzigartige Meisterwerk heraus. Meine erste Reaktion: ein Lachanfall. Meine Zweite: Wenn die katholische Kirche zu dem Zeitpunkt solche Nonnen zugelassen hätte, hätten Sie jetzt ein Mitglied mehr. 
Manchmal braucht man neben der hochqualitativen Kost (Zur Zeit lese ich  „Y:The Last Man„) einfach mal ganz miesen Müll um zu wissen, was gut ist. Ich weiß noch nicht mal, ob ich diesen Comic je lesen werde.

Ankündigung – The Walking Dead Kompendium

Und nun zur kleinen Ankündigung: Nächste Woche und vielleicht auch die zwei Folgenden wird es hier in diesem Blog um Walking Dead gehen. Und da ich Walking Dead in verschiedenen Formen genossen habe, präsentiere ich euch alle. Ich denke es wird erst das Spiel folgen, da ich das vor kurzem gespielt habe. Dann folgt die Comicserie und abschließend die Fernsehserie, die zur Zeit in den USA in der zweiten Hälfte der dritten Staffel angekommen ist.