Der Nerd und der Newbie #1: Gratis-Comic-Tag

Zuerst mal ein Ooohhh, weil es heute keine reguläre Rezension zu einem Comic gibt, sondern heute gibt es eine kleine Ankündigung, bei der ihr etwas kriegen könnt:

Trommelwirbel…… Der Gratis-Comictag (GCT) ist dieses Jahr am 11.Mai 2013. Worum geht´s da? Es werden euch gelinde gesagt einfach Comics geschenkt. Eine schöne Aktion um Menschen das Medium Comic näherzubringen. 

Vor ungefähr drei Jahren habe ich sogar eine Diplomarbeit geschrieben, in der der GCT ein Bestandteil war. 

Ich würde gerne eine Person einzuladen, mich auf einer Tour durch Köln und Bonn zu begleiten, um Comicläden zu sehen und ein paar der begehrten Gratis-Comics abzugreifen. Details würde ich mit demjenigen besprechen, der Lust dazu hätte. Und wenn die Comics gar nicht zu sagen, dann gehen wir zum Schluß ins Djinn-Comic-Cafe und ich spendiere meinem Begleiter ein Essen.(Natürlich auch wnn sie gefallen) Wichtigste Bedingung für meinen Begleiter: Er hat keinen Kontakt zu Comics und außer Micky Maus und Yps ist das Thema für jemanden totales Neuland. Da ich ein Jobticket habe, würde ich denjenigen auch mit Bus und Bahn überallhin mitnehmen. Also stellt euch auch darauf ein, dass es eine etwas längere Tour wird.

Ich weise daraufhin, dass ich gerne noch zwischendurch Fotos für meinen Blog machen würde, damit wir für die Blogleser einen Eindruck vom GCT mitgeben können.

Fassen wir zusammen, was könnt ihr bekommen:

– Eine völlig neue Erfahrung bezüglich Comics
–  Kostenlose Mitnahme über mein Jobticket
und ein leckeres Mittagessen im Djinns.

Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Post warum ihr mich gerne begleiten würdet, ich picke mir dann jemand mit der schönsten Begründung raus.

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Gastrezension Nr.1: Hack/Slash Omnibus 1

Hack/Slash: Cover des 1. deutschen Bandes


Diese Woche präsentiere ich euch meine erste Gastrezension, diesmal den Titel: Hack/Slash 1. Oder einfach die Frage warum Hack-fleisch sexy sein kann.

Autorin dieser Rezension ist Helen Schrader, eine befreundete Blogautorin, die zum Beispiel für den Blog www.urbanfreak.de schreibt. Es muss nicht bei einer Rezension bleiben, jeder, der Interesse hat einen Comic vorzustellen, ist hier eingeladen seinen Senf abzugeben. Schreibt mir einfach an meine Emailadresse brichelshagen(at)googlemail.com, wenn ihr Lust habt. 

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß bei der folgenden Rezension und bedanke mich bei Helen für die ausführliche Rezension.

Obligatorische Einleitung
Bevor Verwirrung entsteht, sollte ich vielleicht sagen, dass es sich im folgenden Beitrag um einen Gastbeitrag handelt. Normalerweise verfasst Bastian ja die Rezensionen. Aber da er durch Zufall erfahren hat, dass ich, Helen, ebenfalls das ein oder andere Comic besitze und dazu noch das ein oder andere Comic gelesen habe, dass er (noch) nicht gelesen hat, teilen wir uns gerade die Arbeit ein wenig. Normalerweise schreibe ich eher in einem Blog über städtische Themen, aber Abwechslung tut ja immer gut und außerdem bin ich der Meinung, dass jeder einmal Hack/Slash gelesen haben sollte. – Und das am besten noch heute statt morgen. Daher kommt hier meine Meinung zum ersten Omnibus von Hack/Slash. Sollte meine Rezension gefallen, gibt es vielleicht auch noch welche zu den folgenden vier Omnibussen. Aber fangen wir doch zunächst am Anfang an.


Die notwendige Einordnung


Um die Hack/Slash Reihe zu verstehen, sollten vorab ein paar Dinge zu der seit 2005 veröffentlichten Heftserie erwähnt werden. Hack/Slash wird seit 2008 in Omnibusform, also als Zusammenfassung mehrerer Geschichten veröffentlicht. Daher behandele ich nun den ersten Omnibus, der sich aus zwölf Einzelgeschichten zusammensetzt und der die Reihe aus insgesamt fünf Omnibussen begründete.  – Dazu aber später mehr.


Cassandra „Cassie“ Hack und Vlad


Hack/Slash basiert auf der Hauptfigur Cassandra „Cassie“ Hack und ihrem Sidekick Vlad. Cassie ist ein so genanntes Final Girl und somit im wahrsten Sinne des Wortes ein „Slasher Slasher“. Für jeden, der Scream nie gesehen hat, vielleicht zur Erklärung: Cassie wurde in jungen Jahren von dem ein oder anderem Serienkiller (Slasher) gejagt, hat es aber wie Sidney Prescott zu ihren besten Zeiten immer wieder geschafft zu entkommen. Somit ist sie das Mädchen, dass alle Übergriffe überlebt hat (Final Girl) und eben selbst mittlerweile ein Killer (eben Slasher Slasher bzw. Slasher Slayer).

Und das bedeutet genau zwei Dinge, auf die man sich bei Hack/Slash einlassen muss. Eine weibliche Heroine, die auf Baseballschläger mit Nägeln, knappe Klamotten und jede Menge Widerworte steht und eine Comicreihe, die auf jeder Seite mehr oder weniger offensichtliche Popkultur-Referenzen en Masse anbietet. Wer mit Namen und gleichzeitig Filmen bzw. Phänomenen wie Chucky, Hatchet, Re-Animator, Freddy, Jason, dem Zauberer von Oz und den Suicide Girls nichts anfangen kann, dürfte daher seine Schwierigkeiten beim Lesen bekommen. Für alle anderen, eröffnet sich eine Welt aus wundervollem Insider-Wissen, wie man es sonst nur aus Joss Whedon Serien und Filmen kennt.

Selbst Vlad, der entstellte und meistens wegen seiner Atemprobleme mit einer Gasmaske herumlaufende Riese, der sich im Laufe der ersten Geschichte an Cassies Seite stellt und mit ihr gegen das Böse kämpft, ist eine Mischung aus dem Elefantenmenschen, King Kong und Lennie Small (aus dem John Steinbeck Roman „Von Mäusen und Menschen“). Und wer bei Cassie Hack nicht an irgendeiner Stelle an eine Sidney Prescott, eine Buffy Summers oder selbst eine Prinzessin Leia denkt, hat meiner Meinung nach in seiner Jugend irgendetwas falsch gemacht. 😉 Na ja, und außerdem wird er vermutlich nur halb so oft herzhaft auflachen wie ich.


Der erste Hack/Slash Omnibus


Kommen wir nun aber zum Buch selbst. Auf gut 300 Seiten werden im ersten Omnibus zwölf Kurz-Geschichten erzählt, die ursprünglich als Einzeltitel verfügbar waren. Im Gegensatz zu den folgenden Omnibussen handelt es sich bei den Geschichten aber nicht um eine größtenteils fortlaufende Geschichte in mehreren Episoden, sondern um abgeschlossene kleinere Geschichten. In diesen bekommen es Cassie und Vlad unter anderem mit Verrückten (und einem Slasher) während des Spring Break zu tun. Tote Tiere und Kuscheltiere (allerdings nicht in derselben Episode kommen ebenfalls vor. Und wie es sich für einen guten Slasher gehört, darf natürlich auch die Episode im Sommerferienlager nicht fehlen. Überall lauern die Slasher und jeder will es natürlich, und nach Möglichkeit besonders blutig mit dem Final Girl und ihrem grenzdebilen Sidekick aufnehmen. Es steht immerhin die Street Credibility der namhaften Gegner auf dem Spiel, wenn man sich immer und immer wieder demselben Mädchen beugen muss.


Selbstironie und Kampfgeist


Was mich an der Hack/Slash Reihe seit dem ersten Omnibus begeistert sind die Sprüche (ich habe die Comics zugegebenermaßen auf Englisch gelesen und weiß daher leider nicht, ob sich der Wortwitz gänzlich ins Deutsche übertragen lässt). Wer die Comics liest, wird an einigen Stellen laut auflachen und sich an anderen Stellen seinen Teil denken können. So ist mir zum Beispiel in einer Geschichte eine Diskussion zwischen Vlad und Cassie im Gedächtnis geblieben, in der Vlad immer wieder Trüffel  (Trouffle) und Trouble im falschen Zusammenhang benutzt.

Auch das nicht-gesagte ist stellenweise äußerst unterhaltsam. Zumindest, wenn man sich auch nur ansatzweise für die Slasher der neueren Popkultur interessiert. Es ist noch nicht einmal notwendig die Filme alle gesehen zu haben, aber schaden tut es definitiv auch nicht. Wenn sich aber im Hintergrund eines Zimmers eine alte He-Man Figur findet oder die „Freundschaft“ von Ernie & Bert aus der Sesamstraße analysiert wird, trifft der Comic zumindest meinen Humor.

Ansonsten finde ich bei Hack/Slash die Beziehung zwischen Cassie und Vlad sehr cool umgesetzt. Diese kommt im ersten Omnibus zwar erst in den Grundfesten vor, aber selbst hier wird schon deutlich, dass man sich auf jede Menge Spaß einlässt, wenn man den beiden durch ihren Weg durch Amerika folgt (der wiederum sehr viele Parallelen zu Supernatural aufweist, wenn man es genau nimmt). Beide sind Außenseiter auf ihre ganz eigene Art. Und während Cassie ganz in Comic Manier immer wieder leicht Bekleidet und auf ihre äußerlichen Reize angesprochen wird, hat sie mit dem schüchternen Monster Vlad doch mehr gemeinsam, als der Außenstehende wahrnimmt. – Allerdings ohne ins kitschige abzudriften.


Genug geschwärmt, was ist nicht perfekt?


Am negativsten sind mir im ersten Omnibus die teilweise doch recht einseitigen Bösewichte aufgefallen. Viele sind eher eindimensional und schnell vergessen. – Gerade in Relation zu den später noch folgenden Bösewichten. Außerdem bin ich persönlich jemand, der eine gewisse Art von Zeichnungsstil braucht um ein Comic wirklich mögen zu können. Aufgrund der doch sehr wechselhaften Entstehungsgeschichte der Hack/Slash Reihe, ist dies jedoch nicht immer gegeben. Einige Geschichten gefallen mir persönlich daher nicht so gut, da die Optik der Zeichnungen stellenweise doch sehr gewöhnungsbedürftig ist, bzw. eher in eine Art Anime-Stil abdriftet.  Aber Geschmäcker sind verschieden und Blut fehlt garantiert nie in den Geschichten.


Wer sollte Hack/Slash eine Chance geben?


Wer sich die Mühe macht und nach den Hack/Slash Omnibussen im Internet sucht, der bekommt genau zwei Arten von Rezensionen. Die einen meinen, dass es sich bei den Comics um viel zu blutiges, zusammengeklautes Gemetzel ohne Ironie handelt, sieht es bei der anderen Hälfte genau gegenteilig aus. Für Enthusiasten ist die Reihe unterhaltsames Gemetzel mit jeder Menge Wortwitz und Situationskomik, die sich mit jeder Story mehr und mehr entfaltet.


Wer kein Blut sehen kann, sollte die Finger ebenfalls vom Comic lassen. Ich meine, abgesehen davon, dass es sich um ein Comic über eine junge Frau handelt, die es regelmäßig mit Slashern zu tun bekommt, schreckt Tim Seeley in seinen Geschichten auch nicht unbedingt vor den unappetitlichen Momenten im Leben eines Final Girls zurück. Cassie und Vlad bekommen mächtig auf die Knochen und was Lara Croft in Tomb Raider kann, dass kann Cassie schon lange.


Daher ist der Comic für alle, die mit einer (ausgesprochen attraktiven) Heldin leben können, welche den Slashern meistens mit ihrem losen Mundwerk mehr zusetzt als mit den selbstgebastelten Waffen. Denn wenn Cassie Hack eins nicht braucht, dann ist es Mitleid.  Außer natürlich, wenn sie mal wieder im 99Cent Laden Unterwäsche kaufen muss, weil das Geld knapp wird. Aber das ist nun wirklich etwas, was im zweiten Omnibus zur Sprache kommt und demnächst von mir rezensiert werden wird, wenn Bastian nochmal meine Meinung veröffentlichen möchte. Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim ersten Teil.


Positiv:


– Bad-Ass Final Girl und ihr Sidekick

– “Entwicklung” der Charaktere

– Slasher, Popkultur und Wortwitz

– Teilweise äußerst brutal und blutig


Negativ:


– Wechselnde Zeichnungsqualität

– „Überflüssige“ Charaktere/Nebenschauplätze

– Teilweise äußerst brutal und blutig


Punkte:


8/10


Die gesamte Hack/Slash Reihe besteht aus:


Hack/Slash Omnibus 1: 10 Kurzcomics (u.a. Slashing Through the Snow, vs. Evil Ernie, vs. Chucky, Slice Hard)

Hack/Slash Omnibus 2: Hack/Slash Nr. 1-17 plus Annual

Hack/Slash Omnibus 3: Hack/Slash Nr. 18-32, Entry Wound, HACKoween, Living Corpse Annual

Hack/Slash Omnibus 4: Hack/Slash Vol.2 Nr. 1-11, Annuals 2 & 3, Zombies vs. Cheerleaders, 2011 Holiday Special

Hack/Slash Omnibus 5: (voraussichtlich Mai 2013): Hack/Slash Vol. 2 Nr. 12-25, vs. MERCY SPARX

Ist eine fette Katze lustig? oder: Garfield Band 39 – Voll Banane

Teil des Garfield Bands 38 – Voll Banane

Sie liegt in der Gegend rum, tritt den Haushund von der Kante und verteufelt jede Personensprechwaage. Ist doch schön, wenn manches so bleibt wie es ist. Oder?

Ob Katzen lustig sind? Ich habe aus Recherchezwecken mal mir ein 60 Minuten-Video total lustig gemeinter Katzenvideos angetan. (http://www.youtube.com/watch?v=ZBAGEeOms-8) Ergebnis des ganzen Unterfangens ist, dass sich trotzdem keiner dieser süchtigen Katzenvideosliebhaber werde. Lieblingsmoment dieses Links ist übrigens in der 5. Minute. Zu fröhlicher frühlingshafter Xypholonmusik schleicht sich eine kleine Katze andere an. Die erste Katze benutzt dabei einen Hinterhalt, die andere Katze bemerkt das und nutzt einen weiteren Hinterhalt dahinter. Die erste Katze will die andere Katze nun überraschen, wird aber nur Sekunden später von der anderen überrascht. So ungefähr funktioniert das Humormodell Garfield. Nur um eine Ebene weniger trickreich.

In drei Bilder zum Höhepunkt

Das normale Format eines einzelnen Garfield Comicstrips beträgt drei Bilder. Versucht mal in drei Bildern eine Situation einzuführen, etwas auszulössen und dann eine Pointe zu finden. Aristoteles hätte natürlich jetzt seine helle Freude mit seiner Drei-Akt-Struktur (http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=2401), die simpel besagt, dass eine Geschichte Anfang, Mitte, Ende haben muss. Jetzt kommt dazu das Garfield natürlich eine Hauskatze ist, so dass der Themenbereich eingegrenzt ist. Und da bleibt es nicht aus, dass man im Laufe von 26 Jahren sich mal wiederholt. 

Eckpunkte einer faulen filosofischen Katze

Wer sie wirklich nicht kennt: Garfield ist eine penetrant bewegungsfaule Katze mit dem Besitzer, dem ewigen Looser Jon Arbuckle, und dem Haushund Odie. Während Garfield einen hohen Zynismus an den Tag legt, ist Odie eher einfältiger Natur und sabbert vor sich hin. Jon wird als ewigen Verlierer charakterisiert, der bei jedem Datingversuch versetzt wird. Als ich mir diesen Band gekauft habe, hatte ich im Hinterkopf, dass Garfield in früheren Bänden schon eine Reihe ähnlicher Gags hatte. Als da wären die ewig fliehende Maus, seine Entertainmentauftritte auf dem Zaun oder das morgendliche Aufstehritual. Und genau diese Pojnten finden sich in diesem Band wieder, natürlich in abgesteckten Variationen. 

Ist eine fette Katze denn immer noch witzig?

Jein. Die Gags an sich sind immer noch lustig in dem Sinne, als das typische menschliche Eigenschaften von einer Katze repräsentiert werden. Aber ich denke wenn man mehrere Bände gelesen hat, wiederholt sich immer wieder dasselbe Thema und irgendwann hat man alles gesagt. Und so fühlt es sich bei Garfield an. Die erste Hälfte des Bandes war dieses Gefühl sehr stark da, in der zweiten kam vor allem durch die großformatigen Sonntagsstrips Abwechslung rein. Darum mein Jein.

Grafisch lässt sich zu Garfield natürlich nicht viel sagen. Es ist wie immer solide cartoonhaft gezeichnet und es ist alles klar erkennbar. Ich würde neuen Lesern mit Sinn für kurzweiligen cartoonhaften neuen Lesern Garfield empfehlen. Bei Lesern, die schon in Kontakt mit Garfield gekommen sind, kann ich nur sagen, dass hier auch nicht viel Neues geboten wird.

Positiv:
– typischer zynischer Garfieldhumor
– sorgt für Kurzweil, gut für zwischendurch

Negativ:
– nicht viel Neues dabei
– wer Vorgängerbände kennt, dem wird nicht viel Neues geboten

Bewertung:
6/10

Link zum Comic: 
http://www.amazon.de/Garfield-SC-39-V%C3%B6llig-Banane/dp/3770436709/ref=sr_1_fkmr0_1?ie=UTF8&qid=1365857632&sr=8-1-fkmr0&keywords=garfield+39+-+voll+banane

Kleine Ankündigung:
Wenn sie es schafft, gibt es nächste Woche ein Gastbeitrag von einer befreundeten Blogbetreiberin namens Helen Schrader.(https://plus.google.com/106159501627812515197/posts)
Sie wird uns Hack/Slash näherbringen. Wenn wir es bis Sonntag nicht geschafft haben, gibt es wie immer einen neue Rezension von mir.

Zusatzbemerkung:

Ich hatte es gar nicht gesehen, aber Comicgate hat ein sehr witziges Gespräch zwischen Garfield und Hägar veröffentlicht. Dort erwähnt Garfield selbst, dass er seine Gags immer wieder variiert. http://www.comicgate.de/Rezensionen/garfield-gesamtausgabe-16-haegar-der-schreckliche-gesamtausgabe-13-14.html

Y -The Last Man oder: Entmannt durch Comic

Y – The Last Man Band 1 Deluxe Edition

Da ist dieses eine Mädchen. Neben 6 Milliarden anderen, denn du bist der einzige Mann auf Erden. So könnte man sich Yoricks Gedanken vorstellen, dem Hauptcharakter von „Y – The Last Man“. In diesem Zyklus bricht eine Seuche aus, in der alle Männer sofort sterben. Nur Yorick und sein männlicher Affe überleben.

Und dann?

Die Geschichte besitzt 60 Hefte a 30 Seiten pro Heft, da kommt also einiges an Material zusammen. Ich habe mir die ersten zwei Riesenbände besorgt, jeder zu einem stolzen Preis von 49 Euro. Aber ich muss sagen, es lohnt sich. Yorick hat in diesem Comic nur ein Ziel: Seine Freundin Beth in Australien wiederzufinden. Um ihn herum gibt es interessante Charaktere, mit interessanten Geschichten, die zeigen, was eine Welt eohne männer anrichten kann. Yoricks Schwester folgt nun den Amazonen, die sich eine Brust abschneiden als Symbol der Zugehörigkeit der Gruppe. DIese Gruppe möchte alles an männlichen Resten auf der Welt eliminieren. Im Hintergrund spinnen zahlreiche Gruppen ihre Fäden mit nicht immer klaren Motivationen. Stück für Stück wird die Seuche aufgeklärt und Yorick versucht seiner Freundin näherzukommen.

Und grafisch?

Ich schreibe es gerne immer wieder, wenn die Zeichnungen eine Geschichte unterstützen, kann es nicht besser sein. Auch bei diesem Comic ist das der Fall. Klare realistische Zeichnungen, nur fehlt es mir an manchen Ecken und Enden an Emotion und Bewegung. Das reisst die packende, wendungsreiche Story wieder raus.

Wie ist die Entmannung?

Spannend. Es ist ein hoher Preis für die Riesenbände, aber ich bin wie immer bereit das Ganze auszugeben, wenn ich das Gefühl habe, gut unterhalten zu werden. Ähnlich wie bei einer Fernsehserie, bei der ich auf jede neue Folge gebannt warte.

Positiv:
– Packende, innovative Storyline
– interessante Charaktere

Negativ:
– etwas hölzerne Zeichnungen

Bewertung: 9/10

Beschreibung: Y – The Last Man, Deluxe Edition, Band 1
Autor: Brian K. Vaughan/ Pia Guerra (Zeichner)
Link: http://www.amazon.de/gp/product/3866076177/sr=8-1/qid=1365011116/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=&qid=1365011116&seller=&sr=8-1

Osternspezial Teil 2. Manga Love Story for Ladies Bd.1

Manga Love Story for Ladies Bd.1

Männer sind generell ziemlich begriffsstutzig und unaufmerksam, jedenfalls steht das in diesem Mangaband zum Thema Sex. Jetzt echt?

Eine kleine Einleitung

Das hier ist jetzt der zweite Teil meines kleinen Osterspezials. Diesmal habe ich mir was für die Frauen rezensiert. Jedenfalls steht es so auf dem Cover;)

Sexualkunde aus Japan

Um erstmal dem Verdacht der Pornosität aus dem Wege zu gehen: Dies ist kein Hentai/Porno. Das beweisen, in dem Fall schon das umfangreiche Begleitmaterial. Aber zuerst zur Handlung. letztendlich geht es um das Ehepaar Makoto Onoda und Yura Onoda. Beide im sexuellen Bereich sehr unerfahren. Die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen und drehen sich meist um die Unsicherheiten der zwei, aus der Sicht der Frau.

Drumherum und So

Was auf jedenfall sehr liebevoll ist, ist die redaktionelle Betreuung. Zwischen den Kapiteln gibt es eingesandte Fragen zu sexuellen oder Beziehungsthemen, die von der Autorin beantwortet werden. Am Ende des gesamten Bandes gibt es viele Seiten Extrainfos zu speziellen Themen, die in der Ausgabe vorkamen. Und die Themen in dieser Ausgabe sind schon vielfältig: Stellungen, Sexuelle Neugier, Host-Clubs, Männliches Versagen uvm. Angereichert werden innerhalb der Geschichten  die Themen mit Statistiken über Sex und Beziehungen. Nur schade, dass in dem Fall nie die Quelle angegeben wird.

Was ist nicht so der Bringer?

Eigentlich habe ich gar nicht viel zu mäkeln. Und was ich zu kritisieren hätte, ist auch noch widersprüchlich. Denn auf der einen Seite sind mir die Sexszenen zu lang und nicht immer notwendig, auf der anderen Seite ist der Comic mir zu textlastig. Durch die vielen Infografiken, Gedanken der Hauptpersonen und Extraanmerkungen wird man mit viel Text gleichzeitig überladen. Nennen wir es einfach halber mal die Balance zwischen Bild und Text ist nicht ganz ausgewogen. Und die zweite Frage, die ich mir stelle: Warum heisst dieser Band denn für Ladies? Wahrscheinlich nur weil es aus der Perspektive der Frau ist, mehr nicht. Ich frage mich, ob das Frauen denn so in der Art anspricht? Ich fand es trotzdem sehr interessant, mit reichlich Fakten und Einblicken.

Positiv:
– viele interessante Fakten rund um Beziehung und Sex
– sehr viele Hintergrundinfos

Negativ:
– Zuviel Sexszenen
– Zuviel Text 
—> ergo Balance von Wort und Bild noch nicht gefunden

Bewertung: 7/10

Beschreibung:
Titel: Manga Love Story for Ladies Bd.1
Autor: Katsu Aki
Link: http://www.amazon.de/Manga-Love-Story-Ladies-Band/dp/3551787514/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1364661845&sr=8-6

Osternspezial Teil1: Stephen King -Der dunkle Turm: Die Schlacht von Tull Bd.8

Stephen King: Der Dunkle Turm – Die Schlacht von Tull

Der Schwarze Mann floh durch die Wüste und der Revolvermann folgt ihm. Und ich direkt hinterher mit Laptop, um die Handlung zu kritisieren 😉

Zu unserer aller Lieblings-Eier-Sucherei gibt es von mir ein Osternspezial: Zwei Rezension in zwei Tagen. Die erste Rezension ist was für die männlichen Leser und der Zweite laut Titel eigentlich was für Frauen. (Es steht jedenfalls: for Ladies auf dem Cover.) 

Für Männer – Revolver und Revolerhelden

Meine allererste Rezension vor Urzeiten hier, behandelte den ersten Band der Comicreihe Der dunkle Turm, der sich mit der Vergangenheit von Roland, dem Revolvermann, beschäftigt. Die Basis des Comics ist die Romanreihe, die sich um den besagten Helden dreht. Diese Zyklus dreht sich um das Ende aller Welten, die vom dunklen Turm zusammengehalten werden. Roland ist auf dem Weg dahin. Die ersten Ausgaben des Comics behandelten die Vergangenheit des Revolvermannes, ergänzt um sogar nichtgeschriebene Episoden. Diese aktuelle Ausgabe ist bei der Anfang der Romane angekommen und beschreibt Rolands Kampf mit einer ganzen Stadt, die unter dem Bann einer vom Schwarzen Mann beeinflussten Dame, nur Rolands vorzeitigen Tod möchten.

Schön klassisch – Western-Genre

Als Einzelgeschichte an sich ist dieser Band die traditionelle Western-Geschichte. Ein Fremder kommt in die Stadt, wird nicht freundlich aufgenommen und mischt später die Stadt auf a la ein neuer Sheriff ist in der Stadt. Der Unterschied hier ist, dass Roland sich eigentlich nicht dafür interessiert die Stadt aufzumischen, er verfolgt eigentlich nur den schwarzen Mann, wird aber in Tull einfach aufgehalten. Man könnte jetzt den Django-Soundtack im Hintergrund dabei anhören, aber was die Geschichte heraushebt sind die spirituell mysteriösen Hintergründe der gesamten Reihe. Dazu muss man aber die Vorbände schon gelesen haben. Es ist aber nicht zwingend notwendig, dient dieser Band als Einstieg für die Leute, die nur getreu der Romanvorlage folgen möchten.

Der Stift passend in der Western-tasche

Der Zeichenstil von Michael Lark passt perfekt zum Westernsetting, ist aber im Vergleich zu den Vorbänden nicht ganz so horrorhaft gestaltet. Jae Lee hatte bis vor zwei Ausgaben, die Abenteuer des jungen Rolands gezechnet und faszinierte vor allem mit vielen Schwarzflächen und innovativer Gestaltung. Es wird sich zeigen, ob der mehr erdige Stil in den nächsten Bänden sich nicht negativ auf die Mystery-Elemente des Comics auswirkt. Für diesen Comic passt es perfekt.

Da haben sie wohl den Schuß nicht gehört?

Hier kommt der verwöhnte Fanboy zu Wort. In den vorigen Ausgaben gab es immer mal wieder redaktionelle Extra-Inhalte. Geschichten, die den Hintergrund des Fantasy-Horror-Western-Sttings erläuterten, aber hier gibt es nur Zeichnungen und die Cover. Was ich schade finde, weil für einen Neu-Einstieg wären grundlegende Dinge und Erklärungen hilfreich. Schliesslich wird noch ein bisschen Bezug auf Rolands Vergangenheit genommen und ein paar Infos wären für nicht so kundige Leser ein Vorteil gewesen. Dadurch dass die Comicreihe, anders als die Romane, Rolands Leben chronologisch nacherzählt, müsste man für ein volles Verständnis der Ereignisse, die Vorgeschichte anlesen. Leider. Ansonsten ordentlich umgesetzter Westerncomic, nicht gänzlich für Neueinsteiger geeignet, aber immer noch einsteigerfreundlicher als die anderen Teile.

Positiv:
– Klassischer solider Western
– Passender Zeichenstil
– Interessanter Hintergrund

Negativ:
– neu bedingt einsteigerfreundlich
– redaktionelle Extrainfos wären noch interessant gewesen

Bewertung: 7/10

Beschreibung:
Titel: Stephen King: Der Dunkle Turm – Die Schlacht von Jericho, Bd. 8
Autoren: Robin Furth, Peter David, Michael Larke, Richard Isanove
Link: http://www.amazon.de/Stephen-Kings-Der-Dunkle-Turm/dp/3862015300/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1364658212&sr=8-9