Osternspezial Teil1: Stephen King -Der dunkle Turm: Die Schlacht von Tull Bd.8

Stephen King: Der Dunkle Turm – Die Schlacht von Tull

Der Schwarze Mann floh durch die Wüste und der Revolvermann folgt ihm. Und ich direkt hinterher mit Laptop, um die Handlung zu kritisieren 😉

Zu unserer aller Lieblings-Eier-Sucherei gibt es von mir ein Osternspezial: Zwei Rezension in zwei Tagen. Die erste Rezension ist was für die männlichen Leser und der Zweite laut Titel eigentlich was für Frauen. (Es steht jedenfalls: for Ladies auf dem Cover.) 

Für Männer – Revolver und Revolerhelden

Meine allererste Rezension vor Urzeiten hier, behandelte den ersten Band der Comicreihe Der dunkle Turm, der sich mit der Vergangenheit von Roland, dem Revolvermann, beschäftigt. Die Basis des Comics ist die Romanreihe, die sich um den besagten Helden dreht. Diese Zyklus dreht sich um das Ende aller Welten, die vom dunklen Turm zusammengehalten werden. Roland ist auf dem Weg dahin. Die ersten Ausgaben des Comics behandelten die Vergangenheit des Revolvermannes, ergänzt um sogar nichtgeschriebene Episoden. Diese aktuelle Ausgabe ist bei der Anfang der Romane angekommen und beschreibt Rolands Kampf mit einer ganzen Stadt, die unter dem Bann einer vom Schwarzen Mann beeinflussten Dame, nur Rolands vorzeitigen Tod möchten.

Schön klassisch – Western-Genre

Als Einzelgeschichte an sich ist dieser Band die traditionelle Western-Geschichte. Ein Fremder kommt in die Stadt, wird nicht freundlich aufgenommen und mischt später die Stadt auf a la ein neuer Sheriff ist in der Stadt. Der Unterschied hier ist, dass Roland sich eigentlich nicht dafür interessiert die Stadt aufzumischen, er verfolgt eigentlich nur den schwarzen Mann, wird aber in Tull einfach aufgehalten. Man könnte jetzt den Django-Soundtack im Hintergrund dabei anhören, aber was die Geschichte heraushebt sind die spirituell mysteriösen Hintergründe der gesamten Reihe. Dazu muss man aber die Vorbände schon gelesen haben. Es ist aber nicht zwingend notwendig, dient dieser Band als Einstieg für die Leute, die nur getreu der Romanvorlage folgen möchten.

Der Stift passend in der Western-tasche

Der Zeichenstil von Michael Lark passt perfekt zum Westernsetting, ist aber im Vergleich zu den Vorbänden nicht ganz so horrorhaft gestaltet. Jae Lee hatte bis vor zwei Ausgaben, die Abenteuer des jungen Rolands gezechnet und faszinierte vor allem mit vielen Schwarzflächen und innovativer Gestaltung. Es wird sich zeigen, ob der mehr erdige Stil in den nächsten Bänden sich nicht negativ auf die Mystery-Elemente des Comics auswirkt. Für diesen Comic passt es perfekt.

Da haben sie wohl den Schuß nicht gehört?

Hier kommt der verwöhnte Fanboy zu Wort. In den vorigen Ausgaben gab es immer mal wieder redaktionelle Extra-Inhalte. Geschichten, die den Hintergrund des Fantasy-Horror-Western-Sttings erläuterten, aber hier gibt es nur Zeichnungen und die Cover. Was ich schade finde, weil für einen Neu-Einstieg wären grundlegende Dinge und Erklärungen hilfreich. Schliesslich wird noch ein bisschen Bezug auf Rolands Vergangenheit genommen und ein paar Infos wären für nicht so kundige Leser ein Vorteil gewesen. Dadurch dass die Comicreihe, anders als die Romane, Rolands Leben chronologisch nacherzählt, müsste man für ein volles Verständnis der Ereignisse, die Vorgeschichte anlesen. Leider. Ansonsten ordentlich umgesetzter Westerncomic, nicht gänzlich für Neueinsteiger geeignet, aber immer noch einsteigerfreundlicher als die anderen Teile.

Positiv:
– Klassischer solider Western
– Passender Zeichenstil
– Interessanter Hintergrund

Negativ:
– neu bedingt einsteigerfreundlich
– redaktionelle Extrainfos wären noch interessant gewesen

Bewertung: 7/10

Beschreibung:
Titel: Stephen King: Der Dunkle Turm – Die Schlacht von Jericho, Bd. 8
Autoren: Robin Furth, Peter David, Michael Larke, Richard Isanove
Link: http://www.amazon.de/Stephen-Kings-Der-Dunkle-Turm/dp/3862015300/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1364658212&sr=8-9

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