Und wenn dein Schweinehund es besser weiß? Rezension von Sascha Hommers "Vier Augen"

Vier Augen – Cover


Du sitzt rum, ziehst dir ein bisschen Gras rein und fährst dein Leben gegen die Wand. So oder so ähnlich könnte man die gesamte Coming-of-Age-Literatur beschreiben. Und mit „Vier Augen“ beschreitet Sascha Hommer diesen Weg. Wir begleiten ihm mal ein Stück.


Wohin mit mir?


Wir bewegen uns im Rahmen des autobiografischen Kosmos des Autors. Eingerahmt wird die Geschichte von Sascha, der mit seinem imaginären Hund spricht und ihm die Geschichte erzählt, wie sie sich kennengelernt haben. So einen imaginären Hund muss man ja erstmal kennenlernen.


Rauchen, Drogen nehmen, Rummachen und von vorn


Den Hauptteil der Geschichte macht Drogennehmen, Rummachen und Drogen nehmen aus. Also Ansätze einer ganz normalen Pubertät. Man erfährt wie die Figur seine erste Freundin bekommt und wie sie auseinandergehen. Tja, ohne zuviel zu verraten, war es das eigentlich auch. Und hier bin ich am Ende meines Lateins oder vielleicht auch meines Verstehens. Was will man mir dann jetzt eigentlich erzählen? Das Zuviel Drogen nehmen schlecht ist Das Pubertät anstrengend ist? Ich komme nicht dahinter. Klar steht der Hund für eine hochgeistige Metapher und zwar des Loslassens. Aber ich meine, mit gebührendem Respekt vor dem Werk, das kennt man doch schon.

Vier Augen- Beispielseite

Zeichnungen passen zu einer Graphic Novel


Ehrlichgesagt passen die Strichzeichnungen klar zu einem autobiografischen Graphic Novel. Man erkennt alles und die Striche geben eine schön unsichere düster geprägte Welt wieder. Nur leider haut mich die Geschichte nicht um. Und mehr fällt mir dazu auch leider nicht ein. Ich habe mich aber mal erkundigt und ich es immer pauschal nicht so optimal finde ein Werk zu verreissen und damit den Geschmack für weitere Sachen von dem Künstler zu verderben, verlinke ich hier mal zu Sascha Hommers Homepage. Dort finden sich einige Projekte, die ich weitaus interessanter finde.

Bewertung: 4 / 10

Positiv: 
– Zeichnungen passen

Negativ:
– Geschichte ist öde und auch nicht ganz verständlich was sie will

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