"Es fühlt sich an wie kacken" – Zur Geburt einer weiteren Saga mit "SAGA" von Brian K. Vaughn – Comicrezension

SAG – Das Cover zur Hardcoverausgabe des Comics



Eine Frau stützt sich auf einem Tisch, eine Mann schaut zwischen ihre Beine in ihr Inneres. Sie schaut spöttisch aggressiv und meint: „Kacke ich? Es fühlt sich an wie Kacken.“ So schön in die Action geworfen wurde ich schon lange nicht mehr. Warum ich auf die Science-Fiction-Saga mit dem entsprechenden Titel „Saga“ gespannt war, lag in dem Fall war sogar am Autor.


Die erste Seite von SAGA




Dieser Brian K. Vaughn ist der letzte Mann


Zu Brian K. Vaughn hatte ich schon eine Rezension geschrieben, speziell zu einem sehr interessanten Machwerk: Y, The Last Man. Darum konnte ich mit dem nun Band 1 von Saga meine Neugier befriedigen was der Brian so in letzter Zeit verzapft hat. „Y- The Last Man“ war eine relativ lange Antwort auf die Frage, was passieren würde, wenn alle Männer der Erde sterben würden. In meiner letzten Rezension habe ich euch schon klargemacht, wie gut ich diese Geschichte fand. Und jetzt schauen wir mal, ob es Vaughn auch im zweiten Anlauf schafft.


Kurzer Exkurs zum Thema zweiter Anlauf


Aber mit zweiten Anläufen ist es so eine Sache. Wenn ein Meisterwerk für einmalig erscheint, wirft es einen großen Schatten auf die nächsten Werke. Als Beispiel ist natürlich neben der Star Wars Episoden aus dem Comicbereich ein persönlicher Favorit von mir genannt: Bone. Jetzt kommt das Bescheuerte. Ich habe das Fantasyepos „Bone“ von  Jeff Smith richtig geliebt. Ich habe mir auf Englisch die Gesamtedition geholt, und überlege mir die deutsche Version zuzulegen. (Die Bone-Saga ist über 1500 Seiten dick, wenn ich es richtig in Erinnerung habe) Bone ist aber so fantastisch gewesen, dass ich Angst habe mit Nachfolgewerken den Eindruck kaputtzumachen. Darum habe ich von Jeff Smith seitdem nichts mehr gelesen. Was ihm wahrscheinlich Unrecht tut. Und vielleicht liegt hier der Grund für das Bewahren eines Meisterwerks, indem man sich vor qualitativen Folgewerken schützt. nämlich die Angst enttäuscht zu werden. (Irgendwie bekloppt)


Kommen wir endlich zur Saga


In Saga geht es um Alana und Marko, ein Pärchen aus zwei verfeindeten Planeten namens Ranke und Landfall. Da beide Planeten im Krieg leben ist unser Ehepaar natürlich für die zwei Planeten nicht gerade auf der Favoritenliste. Die Geschichte dreht sich also um diese zwei, wie sie versuchen für ihr Neugeborenes eine lebensfreundliche Umgebung zu finden. In den Nebengeschichten geht es um einen Kopfgeldjäger, der hinter unserem Paar her ist oder die Machenschaften auf beiden Planeten.


Innovatives Personal


Diese Science-Fiction-Geschichte strotzt vor Kreaturenvielfalt und Ideen, dass ich nach dem Lesen mich gefreut habe, wie kreativ Menschen sein können. Unter den Kreaturen gibt es Menschen mit Fernsehern statt Köpfen, Geister, die als Babysitter fungieren, eine spinnenartige Kopfgeldjägerin usw. Ich habe mich erfreut daran, dass Menschen so geistreich sein können. Und der Erzähler der Story von Saga ist niemand Geringeres als das neugeborene Kind, was gibt es denn Cooleres als alles von einem Kind geschildert zu bekommen? Richtig, Nichts.


Passt gut zusammen: einfach bewegende Story + innovative Kreaturenvielfalt + dynamische Zeichnungen


Mich fuchst es. Denn die Geschichte finde ich sehr schön erzählt, ich will jetzt schon wissen, wie es weitergeht. Und was gibt es als einen besseren Beweis als den nächsten Band zu kaufen. Danke für diesen zweiten Anlauf, Herr Vaughn!

Positiv:
– packende einfache Geschichte
– kreative gut verbaute Ideen

Negativ:
– Nichts


Und hier nochmal der Hinweis: Dieser Blog wird in absehbarer Zeit auf eine neue kürzere Domain umziehen. Es wird vorraussichtlich www [.] dercomicer [.] de sein. Näheres gebe ich euch natürlich hier preis.

Saga, Vol. 1

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