Nerd und Newbie 2: Letzte Chance!

Hallo alle Comicinteressierten,

wie ihr ja wisst, ist am 10. Mai der Gratis-Comic-Tag und ich habe gemerkt, dass das Interesse am Gewinnspiel größer geworden ist. Darum verlängere ich den „Einsendeschluß“ für ein Gratis-Essen und eine Gratis-Tour durchs Rheinland auf den 6. Mai.

Wer also Lust darauf hat, einfach hier einen Kommentar hinterlassen, oder auf Facebook liken und schon kommt ihr in den Gewinnertopf 🙂

Den Originalbeitrag habe ich nochmal hier hinterhergehängt:

 

Nerd und Newbie Gewinnspiel zum Gratis-Comic-Tag
Nerd und Newbie Gewinnspiel zum Gratis-Comic-Tag

Diesmal habe ich ein Gewinnspiel für euch. Wie im letzten Jahr suche ich wieder einen Begleiter für Samstag den 10. Mai, dem berühmten Gratis-Comic-Tag! Gewinnen könnt ihr eine Reise innerhalb des Rheinlandes (zu allen Comic-Shops in Köln und Bonn) und ein Mittagessen im Comic-Cafe Djinn.

Was ist der Gratis-Comic-Tag?

Am Gratis-Comic-Tag werden in allen teilnehmenden Shops 30 verschiedene Comics verteilt. Je nachdem, kann man in einem Shop von einem Comic bis alle dreißig direkt bekommen. Für Sammler ist dahinter die Jagd nach allen Comics, für Neu-Comic-Leser vielleicht einfach mal die Möglichkeit in Comics reinzulesen. Weitere Infos erhaltet ihr auf der Gratis-Comic-Tag-Seite.

Was müsst ihr dafür machen?

2 Möglichkeiten: 

1.) Setzt hier oder auf meiner Facebook-Seite einen Kommentar, warum ich gerade euch als Newbie mit zum Gratis-Comic-Tag mitnehmen sollte.

2.) Ihr klickt bei Facebook auf „Gefällt mir„, dann kommt ihr auch automatisch in den Gewinnerpool.

Gebt bis zum 06.05.2014 um 1 8 Uhr euren Kommentar oder Gefällt mir ab und am selben Tag wird der Gewinner benachrichtigt.

Ich freue mich über eure rege Teilnahme.




Erotisch wie Knäckebrot: „Rote Ohren“ Rezension

Das leicht veränderte Cover der ersten Ausgabe von "Rote Ohren"
Das leicht veränderte Cover der ersten Ausgabe von „Rote Ohren“

 

„Kommt eine Frau beim Arzt!“

„Brüller, was?“

„Nee.“

 Die Erotik zwischen der Angelsport-Zeitschrift und den Börsennachrichten

Seit ein bis zwei Wochen hat es mich angelacht, die Zeitschrift mit der Frau mit dem kecken Auftreten und dem großen Ausschnitt. Reingestopft zwischen vielen anderen Pressezeitschriften, Abteilung Satire, grinste sie mich so verführerisch an, dass ich einfach mal zugreifen musste. Trotzdem passte diese sexy angehauchte Zeitschrift nicht zwischen all die Satire-Magazine, aber ich wüsste auch nicht besser wohin damit.

Der Titel „Rote Ohren – Scharfe Comics & Cartoons“  in Kombination mit dem leicht angezogenen Mädel, weckt das, höchstwahrscheinlich männliche, Publikum gewisse Erwartungen.  Hier wird die Post abgehen!

Sexy Wichs- entschuldigung Witzblättchen

Nun ja, die Post hat hier gerade mal Feierabend. Es handelt sich jeweils um einseitige Gags, zumeist zum Thema Sex. Ein zwei Episoden handeln dann mal von was ganz anderem, aber ansonsten werden Altherrenwitze in frivole Bildchen verpackt, die sich zigarrenschmauchende Chauvinisten gemütlich auf dem Weg zum nächsten Meeting auf der Toilette  durchblättern können.  Ich habe nur ein Comic für witzig gehalten, den ich jetzt auch radikal SPOILERe:

Ein Mann versucht in eine Parklücke einzuparken und macht das so schlecht, dass die nebenstehenden Autos nicht mehr wieder zu erkennen sind. Am Fenster haben das zwei Frauen beobachtet und sprechen darüber.

Frau 1: „Weißt du warum Männer immer so schlecht einparken?“

Frau 2: „Nee, warum?“

Frau 1: „Weil Männer 15 cm gerne mal für 5 Meter halten.“

Der Witz war ganz ok. Und das ist für mich schon das Highlight.

Zeichen der Zeit: Enthemmte Holländer

Eine Pointe aus der Ausgabe von Rote Ohren
Eine Pointe aus der Ausgabe von Rote Ohren

Die Zeichnungen der „Scharfen Comics“ ist am ehesten vom frankobelgischen Stil beeinflusst. Klare Farben und ein Stil, der gut zu dem „lustigen“ Inhalt der Geschichte passt.  Die Zeichnungen, sowie der gesamte Comic kommen aus Holland. Leider wirken die an manchen Stellen etwas zu steif. (Und ja, diese Gelegenheit für einen billigen Witz lasse ich verstreichen)

Humortechnisch liege ich mit diesem Band gar nicht überein. Antiquierte Rollenklischees über Frauen und Männer reihen sich aneinander, die gelegentlich mal von einem Lichtblick unterbrochen werden, sonst aber fischen wir im trüben Keller.

Bewertung: 3 / 10

Positiv:
– ein guter Gag

Negativ:
– steife Zeichnungen
– steife Storys
– leider keine steife Reaktionen auf die holländische Brachialwitzerotik

Bei wem ich dennoch das Interesse geweckt haben sollte, dem helfe ich mit einem Link zu einer anderen Ausgabe aus der Reihe: Rote Ohren 25, Heisse Köpfe 13

Batman 23 – „Wayne interessierts!“

 

Cover von Batman 23
Cover von Batman 23


Endlich wird es mal wieder Zeit für den dunklen Schwinger. Dachte sich eigentlich auch Jim Gordon, Police Commissioner von Gotham City, als ihm bei einer Geiselnahme Bruce Wayne mit einer Waffe gegenübertritt. Zusätzlich wird dieses Treffen erschwert durch den Bombengürtel am Bauch der Geisel und als Topping hat dieser Playboy-Milliardär auch noch ein gut sichtbaren Bat-Suit an. Das sieht man nicht alle Tage!

Seit zwei Jahren: New 52 auch mit der Fledermaus

Nun ist es schon knapp zwei Jahre her, dass DC in Amerika Tabula rasa mit seinen Superheldenreihen gemacht hat. Bei Batman, einer der Erfolgsserien ist eigentlich fast alles beim Alten geblieben. Batman hatte bis vor kurzem einen Sohn und eine Riege von Bat-Irgendetwas an seiner Seite. Nach zwei Events ist der Sohn tot und die Fledermausfamilie im Beef-Modus. Wichtig für die Geschichte ist nur der verlorene Sohn, denn der hat noch einen kleinen Mini-Auftritt. Aber darüber informiert kurz der redaktionelle Text am Anfang, also ein ziemlich einsteigerfreundliches Heft ohne den üblichen Neustarts-Brimborium.

Batman sitzt auf einem Motorrad und zeigt sein drunterliegendes Kostüm.
Bruce Wayne zeigt Larifari seine Geheimidentität und markiert den Smartass.

Bruce Wayne ist Bad, Man!

Worum geht es in diesem Heft? Wie oben beschrieben reisst Bruce Wayne, das Gesicht hinter der Maske, sein Mundwerk ziemlich weit auf. Sogar mit Waffengewalt! Um zu erfahren, was Batman zu dem Ganzen verleitet hat, springt das Heft ein paar Tage zurück. Schliesslich findet Batman zur Hälfte des Bandes heraus, was los ist und wer hinter dem doppelten Wayne steckt, denn natürlich würde der echte Bruce nicht mal einem Mädchen den Lolli klauen!

Heilige Müllverbrennungsanlage, Mr. Fox!

Spannung und Fragezeichen in diesem über 40 seitigem Heft schnell und rasch erzeugt. Man liest liest immer weiter, denn auf jeder Seite fragt man sich wie es weitergeht oder was dahintersteckt. Für alte Hasen ist die Geschichte und seine „Wendung“ natürlich kein Megaknaller, denn mittlerweile hat man solcherlei Doppelgänger-Spielchen sehr oft zu sehen bekommen. Darum sollte man nicht Originellität erwarten, sondern schauen, ob das Ganze entsprechend verpackt präsentiert wird. Die übergroßen Riesenpanels, in denen Batman jemand eins über die Rübe geht, dürfen natürlich nicht fehlen und natürlich bewegen sich alle Charaktere wie immer etwas hölzern.

Aber die Weise wie die Geschichte vorangetrieben wird, ist so gut gemacht, dass es einem völlig schnuppe sein kann, ob wir es schon hundert Mal gesehen haben, dass Leute in einer Müllbeseitigungsanlage kompostiert werden sollen.

Den einen bringt er um, den anderen muss er noch seinen Plan erzählen

Da liegt natürlich der Knackpunkt. Während der Schurke irgendein Bauernopfer sofort abmurkst, werden der echte Wayne und sein getreuer Freund Lucius Fox in eine Müllbeseitigungsanlage gesteckt. Hätte er die beiden nicht auch einfach hops nehmen können?

Naja, das sind die üblichen Kinderkrankheiten des Superheldengenres, über die man wegen kleiner Anspielungen und konstantem Spannungsaufbau drüber hinwegblicken kann

Damian Wayne provoziert Batman und der tickt aus.
Damian Wayne provoziert Batman und der tickt aus.

Batman-Comics für Batman-Leser

Wer also soll sich Superheldencomics kaufen? Die, die sie schon immer gekauft haben. Eigentlich logisch. Die Fan-Boys (sowie ich) und darum die bange Frage: Inwieweit ist dieser Batman-Band für Neuleser geeignet? Bis auf kleinere Schwächen ist der Band relativ gut und ich bin froh eine schöne abgeschlossene Batman-Story gelesen zu haben.

Bewertung: 8 / 10

Positiv:
– spannende Story
– kleinere Anspielungen
– schöne Zeichnungen

Negativ:
– hölzerne agierende Menschen
– Das Doppelgänger-Thema kennt man eigentlich schon zu Genüge

Link zum Comic: https://www.paninicomics.de/batman-23-i8222.html

Islam = Feind? Nee, Scientology wartet schon auf Sie: „In der Sekte“-Comic-Rezension

In der Sekte Cover
In der Sekte Cover

 

An einigen Stellen in der deutschen Medienlandschaft könnte man das Gefühl bekommen, der Islam will uns allen ans Leder. Dabei sind das immer nur Splittergruppen, also depperte Moslems mit Minderwertigkeitskomplexen. Was aber passiert, wenn eine gesamte Religion nur aus solchen Menschen besteht? Dann nennt sie sich Scientology und zieht Menschen das Geld aus der Tasche. Und das ist vielleicht nicht das Schlimmste.

Auf dem Weg in die Falle

„In der Sekte „ ist ein Graphic Novel aus einem kleinen Schweizer Eigenverlag. Dieser erzählt die Geschichte von Marion, die durch Schicksalsschläge in die Arme von Scientology gelaufen ist. Es fängt an mit den typischen Einsteigerkursen, in denen erst einmal Marion per Persönlichkeitstest attestiert wird, dass sie Probleme hat. Im nächsten Schritt kommt sie zu den wichtigen Kursen, in denen das Elektrometer an Marion ausprobiert wird.

Das Elektrometer schlägt immer dann aus, wenn Marion über ihren Vater redet. Und sie freundet sich gleichzeitig mit der sogenannten Auditorin an. Marion wird  immer wieder ausgefragt. Sie schlägt sich sehr gut und fällt den anderen in der Organisation auf. Sie wird zur Zentrale nach Kopenhagen gerufen. Im Laufe des Bandes werden in aller Kürze Marions Seelenlage beschrieben. Und da liegt das Problem: in aller Kürze.

Ich mag es gern üppig – auch beim Scientology-Bashing

Ich mäkel ungern rum, bei so einem aufklärerischen Werk, aber ich habe mir mehr Ausführungen gewünscht. Für einen Preis von 14,95 sind knapp 100 Seiten mit spärlichem Informaterial etwas wenig im Preis-Leistungsverhältnis. Die Schilderungen der Erfahrungen mit Scientology sind eindringlich und interessant erzählt. Allein mehr Hintergründe hätten mich interessiert, ein bisschen mehr Einblick in eine Organisation, die es – weiß Gott – nicht gerade gut mit Menschen und deren Geldbörse umgeht.

Marion wird von den obersten Scientologen verhört
Marion wird von den obersten Scientologen verhört

Man stelle sich vor Tollkien wäre ein Prophet!

Denn Aufklärung ist wegen Scientology dringend nötig. Hinter dem durchorganisierten Seelenfang steckt eigentlich ein hanebüchener Ansatz von Pseudo-Religion, dass es einem die Nackenhaare sträuben lässt. Begründer der Quasi-Religion ist Ron L. Hubbard, der seine Ansichten und die dazugehörige Organisation fußt auf zwei Reisen von ihm in den Himmel. Beim ersten Mal hätte noch alles schön ausgesehen, Milliarden später danach sei der Himmel dem Chaos verfallen. Scientology möchte den Himmel dabei unterstützen gegen die chaosproduzierenden Xenu vorzugehen und dafür müssen die Anwärter-Scientologen viele Kurse absolvieren. Diese kosten wiederum natürlich Geld, was als das Hauptanliegen von Scientology angesehen werden kann.

Und wenn man sich den oberen Teil durchliest, klingt es wie eine Sci-Fi-Saga par excellence. Man stelle sich das nur mal für Herr der Ringe vor, wenn Gandalf, beeinflusst durch den Ring, seine treugläubigen Anhänger-Hobbits Sauron als Happa-Happa vorbeibringt. Ich finde ein nahezu passender Vergleich und ihr könntet der nächste Hobbit sein!

Sich klarmachen, dass seine Kindheit vor lauter Scientologen wimmelt

Vor allem eins macht mich fertig. Wieviel Stars, die uns sehr bekannt vorkommen, sich in dieser Sekte tummeln. Das bekannteste Beispiel ist ja wohl Tom Cruise und leider auch Will Smith. Oder Kerry aus King of Queens. John Travolta. Die Liste ist beliebig erweiterbar und tut weh. Warum fallen so sympathische Menschen auf so einen Müll rein? Unfassbar und das macht mich so ärgerlich.

„In der Sekte“ ist Stein des Anstoßes

Trotz meiner Kritik an der Kürze des Bandes, dient dieser Comic einem guten Zweck. Er lässt einen Aufhorchen gegenüber einer sich harmlos gebenden Organisation mit obskuren Absichten. Er lässt sich gut lesen, hätte aber wie gesagt, ein wenig mehr Hintergrundinfos vertragen können.

In der Sekte: Marions Verhörer fällt nichts mehr dazu ein
In der Sekte: Marions Verhörer fällt nichts mehr dazu ein

Bewertung: : 7 / 10

Positiv:

–          Interessantes Thema eindringlich geschildert

Negativ:

–          Zu kurz

Da ist Dampf dahinter – Steam Noir Band 1 Rezension

Roboter aus Steam Noir
Roboter aus Steam Noir

Stechender Schmerz in der Brust. Ich ziehe die Armatur näher und überprüfe auf meinem Bildschirm die Werte meines Herzens. Es schlägt nicht mehr. Das ist gut, denn es ist kupfern. Willkommen in der Steam Noir-Welt!

Verpackung hui, innen ?

Also ich habe mir letztlich diesen Band gekauft, weil ich das Cover richtig gut finde. Ein stählerner Roboter mit großen Händen greift nach mir und will mich in den Bann ziehen. Was habe ich mir also vorgestellt? Große mechanische Gebilde, voller Technisierungsgrad in jedem Bild, eine andere Art von Science Fiction mit dampfgetriebenen Mechanismen, das was Steam Noir ausmacht. Aber leider fehlte es mir da etwas an genau dem.

Dampf-Welt, die deutsche Bahn würde es freuen

Steam Noir gehört vom Stil her in das Steampunk-Genre. Schnell recherchiert (http://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk), erkennt man das Steampunk eine eigene Stilrichtung bestehend aus viktorianischen Reminisenzen und dampfgetriebener Sci-Fi-Mechanik. Diese Richtung gab es schon 1980, aber in der letzten Zeit hat sich das Genre wieder mehr in die Unterhaltungsmedien eingeschmuggelt. An Filmen fällt mir zum Beispiel Hugo Cabrese ein, bei weiteren Beispielen verlässt mich mein Gedächtnis.

Doppelseite von Steam Noir 1: Kupfernes Herz
Doppelseite aus Steam Noir Band 1: Kupfernes Herz

Jetzt aber mal Tacho-les zur Geschichte

Erstmal schön die Hauptcharaktere aufdröseln: Da wäre zu allererst mal Heinrich Lerchenwald, ein dandyhafter Bizarromant, Richard Hirschmann, ein dicker Roboter mit Seele und Frau D, Tatortermittlerin. Eigentlich muss man sagen, dass alle drei Tatortermittler für den Leonardsbund sind. Schauplatz ist eine Welt in den Wolken, nur nicht so schön poppig bunt wie in Star Wars. Die drei unterschiedlichen Ermittler suchen im ersten band von Steam Noir nach den Mördern eines kleines Waisenkindes mit Kupferherz. Das Kupferherz scheint ein wichtigerer Bestandteil zu sein als gedacht, denn auch verschiedene Gruppierungen drängen immer wieder auf den Fund des Kupferherzens.

Zuviel Schall und Dampf?!

Im ersten Band ist es größtenteils ein Abklappern verschiedener Informanten und zum Ende des ersten Bandes eine kleine Feier.Zwischen durch werden wir immer wieder mit Information bepflastert, die uns die Welt in Bruchstücken näherbringt.  Mein Problem ist, dass es mir immer noch zuwenig Informationen sind und mich die einzelnen Charaktere auch nicht sonderlich packen. Am herausstechendsten finde ich noch den Roboter Richard Hirschmann, der übermächtig aussieht, aber doch im Herzen wahrscheinlich ein sensibler Roboter ist. Die anderen beiden Ermittler halte ich für relativ farblos und ich kann mich weder mit dem „lässigen“ Bizarromant noch mit der kalten Frau D. anfreunden.

Und wo sind eigentlich die Maschinen? Vielleicht habe ich einfach zuviel Steam erwartet, ist es letztlich auch nur ein Stil-Kleid für eine der ewig gleichen Geschichten. Wobei ich dem Band zu Gute halten muss, dass ich mich natürlich trotzdem frage, was mit dem Kupferherz los ist. Soviel falsch haben die Autoren also doch nicht gemacht. Bei den Zeichnungen ist es viel braun-grüner Quark, in dem zwischendurch die Zeichnungen ein wenig zu klobig wirken.

Komm, hab ein (Kupfer-)herz

Positiv ist das Format des Bandes. Das Hardcover-Alben-Format wirkt schön stabil und liegt gut in der Hand, trotz der DIN A4 Größe. Ansonsten hat mich Steam Noir nicht so sehr überzeugt, das liegt daran, dass meine persönlichen Erwartungen nicht getroffen. Mit Erwartungen ist es aber wie mit Meinungen, die sind sehr individuell und schließlich hat diese Reihe den Sondermann im Jahre 2012 gewonnen. Ein paar Leuten muss er also gefallen haben 😉

Auschnitt aus dem Cover von Steam Noir 1
Ausschnitt aus dem Cover von Steam Noir 1: Kupfernes Herz

Bewertung: 5 / 10

Positiv: 
– schönes Format
– interessante Charaktere wie den Roboter mit Seele

Negativ:
– grün-brauner Farbquark auf den Seiten
– schwere Identifikaton mit den Figuren
– zuwenig dampfgetriebene Science-Fiction-Action