Peter Quill zeigt in unsere Richtung auf dem Guardians of the Galaxy Cover

Ah! Ahhhh! Nerd-Orgasmus! Guardians of the Galaxy macht es uns allen: Film + Comic Rezension

 

Cover von Guardians of the Galaxy Band 1
Cover von Guardians of the Galaxy Band 1

Ein Mann steigt in den Wagen und sieht einen Wagen vorbeifahren. In dem Wagen gegenüber zeigt der Fahrer munter den Stinkefinger. Den nimmt unser Mann als Begrüßungsgeste wahr und zeigt fortan während der Fahrt den Lauten den Stinkefinger.

Aber was Mr. Bean nicht wusste, das weiß Peter Quill im Trailer zu „Guardians of the Galaxy“. Er stellt sich vor einen Ifentifizierungsapparat und schraubt seinen Mittelfinger langsam und fügt charmant hinzu: „Oh, ich wusste nicht wie die Maschine funktioniert!“ Und dann passiert es, ein kurzer Schnitt in den Weltraum und ein langgezogenes Brüllen aus dem Song „Hooked on a feelin!“ von Blue Swede macht richtig richtig Bock.

Episode 0 zu Basti freut sich abgöttisch auf „Guardians of the Galaxy“

Jetzt hat es mit diesem Film und mir was Spezielles auf sich. Denn den Trailer zu „Guardians of the Galaxy“ an die 30mal gesehen, habe ich zu dem Zeitpunkt doch in einem Kino gearbeitet. (Eigentlich ein Traum für mich, aber mein ver-nerd-eter Körper macht das nicht mit) Und da ich die Türen zur Kino-Vostellung geschlossen habe, lief zu dem Zeitpunkt der Trailer von GotG (nehme ich jetzt als Abkürzung) rauf und runter.

Und wir Menschen sind ja Gewöhnungstiere und je öfter ich diesen Trailer gesehen habe, desto mehr Bock hatte ich drauf. Ober besser habe. Denn während ich diese Zeilen tippe, war ich noch gar nicht im Kino. Stattdessen habe ich bis jetzt nur meine Umgebung mit meinem neuen GotG-Klingelton genervt (ja, sogar den Lied-Anfang von Blue Swede habe ich benutzt, ich sage nur: Ugachackaugachacka!) und halte es einfach nicht mehr aus. Ich will diesen Film jetzt sehen. Ob mir der Film gefallen hat, das seht ihr in meiner hier eingebauten Video-Rezension. Die Comic-Rezension kommt direkt danach im Anschluß. Und tut mir einen Gefallen, wenn euch meine Videos gefallen, dann abonniert meinen Youtube-Kanal.: https://www.youtube.com/channel/UCy5U8Orn72sw7DUQ2ACZ2XA


Nun mal bunt auf Papier zum Comic

Ich kannte die Comic-Vorlage nicht, darum habe ich investigativ mich vorgeschnüffelt im Comic-Regal und mir die erste Ausage vom Februar 2014 von Guardians of the Galaxy zur Brust genommen. In diesem Band geht es um Peter Quill, der zusammen mit dem waschbärähnlichen Rocket Raccoon, der lebendigen Topfpflanze Groot, der Assassine Gamora sowie Drax dem Zerstörer. Und achja, ein Bekannter ist auch mit dabei: Iron Man in Weltall-Rüstung. Das Schöne ist, dass diese in diesem Band schon zusammengefunden haben und wir nicht ein mühsames Zusammensuchen aller Team-Mitglieder anschauen müssen.

Eine textlose Szene aus der Vorgeschichte von Peter Quill
Eine textlose Szene aus der Vorgeschichte von Peter Quill

Kurz und Knapp, Papi macht schlapp?

In diesem Band will Peter Quills Papa, der seinen Sohn vor vielen Jahrzehnten auf die Erde gebracht hat, die Erde indirekt zum Abschuß freigeben. Das wollen die GotG verhindern und liefern sich darum einen Kampf mit den imperialen Truppen des Vaters. Im ersten Band sind die Hintergründe noch nicht klar, warum Peter Quills Vater der Erde so etwas antun möchte, aber das wird sich wohl im Laufe der nächsten Bände wahrscheinlich klären.

Im Gegensatz zum Film, jedenfalls stelle ich mir das so vor, noch habe ich ihn beim Abtippen dieser Rezension nicht gesehen, ist der Tenor wahrscheinlich etwas ernster. Der Band beginnt erstmal mit der tragischsten Geschichte aus Quills Vergangenheit. Es zeichnet sich eine Intrige und ein Familienkampf ab.

Eine Doppelseite mit allen Akteuren aus Guardians of the Galaxy
Eine Doppelseite mit allen Akteuren aus Guardians of the Galaxy

Humor passe oder Witz ole?

Der Comic ist etwa ernster als ich angenommen hätte, findet aber trotzdem seine kleinen Witze zwischendurch. Vor allem die Gruppendynamik der Teammitglieder ließ mich manchmal schmunzeln und Iron Mans Einstellung, dass das Ganze sein bester Urlaub sei ist auch eine geglückte Pointe. Einzig Rocket Raccoons dauernder Ausruf „Zack“ wenn er Leute tötet, wirkt nicht so passend. (vielleicht gab es da im Englischen einen besseren Ausdruck) Und Groot ist der Shit, denn er sagt wirklich nur „Ich bin Groot“ und wenn er stirbt, dann ist er einfach erstmal nur wieder ein Stück Holz.

Gamora aber auch Drax bleiben noch relativ farblos in diesem Band, ich könnte mir vorstellen, dass in den nächsten Bändern mehr darauf eingegangen wird.

Und sind Sie comic genug, die Guardians of the Galaxy?

Ich hätte mir eine Prise mehr Humor gewünscht und Iron Man hätten Sie ruhig rauslassen können. Marvel denkt wohl mit einem mittlerweile bekannten Gesicht ist der Einstieg leichter. Ich hätte es aber schöner gefunden, wenn man nur die ganzen Neulinge gezeigt hätten. Vorteil ist, dass den ganzen sogenannten Helden nicht die Vergangenheit der anderen Marvel-Charaktere angehängt ist, sondern dass sie jetzt erst ihren Weg beschreiten und das heisst viel Platz für neue frische Geschichten. Es gibt immer noch Luft nach oben und natürlich ist das wieder mehr für den typisch männlichen Superheldenleser, aber – hey – wer schreibt denn gerade diese Zeilen?

Link zum Comic:Guardians of the Galaxy: Bd. 1: Space-Avengers

Bewertung: 6 / 10

Positiv:

– frische neue Geschichten

– kurze gute Momente, interessanter Hauptcharakter

Negativ:

– Zeichenstil manchmal etwas schablonenartig

– Iron Man ist unnötig

– Gamore und Drax bleiben etwas farblos

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