Cover von Sex Band 1

Wir haben jetzt „Sex“miteinander! Mist, Rohrkrepierer! Sex Band 1 – die Rezension

 

Cover von Sex Band 1
Cover von Sex Band 1

 

Seien wir ganz offen, warum sollte man sich einen Comic kaufen mit dem Titel Sex?! Die Meß-Latte (Brüller!) ist hoch gelegt, denn dieses
Würstchen von grafischer Literatur bereitet euch keine feuchten Träume.  (Ich lach mich scheckig)

Aber nicht lang drumherum geredet, lasst uns „Sex“ haben.

Zuvor wie immer der Hinweis auf die Videorezension, wer zu faul zum Lesen ist.

 

Erektionsstörungen schon in der Geschichte

Bei diesem Comic geht es mir wie beim Petting, man reibt zwar hier und da, aber es bleibt oberflächlich. Ich muss dauernd in den Comic reinschauen, um mich daran zu erinnern, worum es geht. Simon Cookes, Superheld ausser Dienst, kommt nach Saturn City zurück, um die Geschäfte seines toten Vaters weiterzuleiten. Das war es eigentlich schon fast storytechnisch. Eigentlich geht es hier um den Zwiespalt von Simon Cooke nicht mehr ein Superheld zu sein, stattdessen hat er aber auch einfach keinen Bock mal ordentlich seinen Lachs zu buttern. Die Flinte ins Korn zu schmeissen. Den Rotkohl mit einer Keule sortieren. Na, vulgärerweise wisst ihr wovon ich rede. Irgendwas hindert ihn daran. Ich habe aber auch nicht recht verstanden warum.

Frau hat ihre eigenen Methoden sich Freude zu verschaffen und Simon Cooke ärgert sich über seine Ohnmacht der Stadt zu helfen
Frau hat ihre eigenen Methoden sich Freude zu verschaffen

 

Um was geht es hier eigentlich? Und was hat das mit Sex zu tun?

Ihr merkt daran, dass mir die Geschichte nicht direkt in den SInn kommt, dass Sie nicht gut ist. Hätte der Autor mehr Fokus auf Simon Cookes Probleme mit seiner neuen Existenz als Normalo gelegt, anstatt dieses Sex-Problem in den Vordergrund zu stellen, wäre vielleicht was Handfestes rausgekommen. Auch ist der Sex hier irgendwie nicht notwendig und wenn ich eins hasse, ist es nicht notwendiger Sex. Da wird zwischen den Panels mal wild das Loch verspachtelt, aber notwendig ist es nicht. Im prüden Amerika könnte das ein tolles Verkaufsargument gewesen sein, aber mich macht es nur müde. Nie dient der Akt irgendeiner Handlung, sondern ist immer nur Blickfang. Und das noch nicht mal wirklich.

Haben Sie besser Sex mit anderen Comics / Mangas

Warum ich überhaupt solche Comics mit sexuellen Inhalten kaufe? Ich interessiere mich sehr für alle Themen in Comics und ich finde es sehr interessant wie man mit den Mitteln des Comics/Mangas Sex darstellt. Und wie er in eine Geschichte verwoben ist.

Und anstatt sich plumpe Titel wie „Sex – Band 1“ auszusuchen, empfehle ich z.B. die Heimliche Blicke-Reihe. Dieser Manga handelt von einem Studenten, dessen Nachbarin und Mitkommilitonin ihn durch einen Loch in der Wand beobachtet und umgekehrt. Diese simple Konstellation bringt viel Intrigen, Wendungen und Wirrungen mit. Der Sex ist ist zwar relativ explizit, aber immer hat er einen gewissen Sinn.

Und von In these Words muss ich ja nicht sprechen, diese Boys Love-Manga-Reihe habe ich schon in einer Videorezension und in einem Blogbeitrag rezensiert. Hier ist Sex Macht und Missbrauch. Und auch sehr explizit.

Ein Fachbuch widmet sich auch dem Thema Sex in einem Kabarett-Comic namens Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit: Seminarkabarett-Comic. Dort ist Sex der Untersuchungsgegenstand und sehr witzig aufbereitet.

Aber zurück zu dieser Rezension.

Simon Cooke dreht sich und denkt "Shit"
Simon Cooke dreht sich und denkt „Shit“, das dachte ich auch.

„Schatz, ich will heute nicht, ich hab kein Bock“

Leider bleibt der ganze Comic wegen seinem nichtvorhandenen Fokus reichlich oberflächlich und langweilig. Die Zeichnungen sind düster, aber hauen mich auch nicht sehr vom Hocker. Mein Tipp: Habt lieber Sex, bevor ihr ihn lest!

Link zum Comic auf Amazon: Sex: Bd. 1: Ein steifer Sommer

Bewertung: 2 / 10

Positiv: Ein, zwei interessante Momente

Negativ: Der ganze Rest

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