Tötet euren Klassenlehrer-Alien! Assassination Classroom Manga Rezension

 

 

Dieser verdammte Klassenlehrer grinst sich einen ab, während ich mich mit meinem versteckten Dolch ihm nähere. Ich lächle zurück und ramme ihm den Dolch hinterrücks in seine untere Hälfte. Doch der grinsende Klassenchef bewegt sich so schnell, dass er stattdessen mich mit einen seiner Riesententakel packt und meint: „ihr müsst schneller sein, um mich zu töten!“

Assassination Classroom Cover
Assassination Classroom Cover

Absurdistan in Storyform

Ich mag es krank. Nicht grippekrank oder depressionskkrank, nein verrückt-krank und da setzt der Manga „Assassination Classroom“ noch einen drauf. Ein Alien hat den Mond zu Dreivierteln gesprengt und kommt jetzt auf die Erde um mit der dasselbe zu tun. Jedoch macht das dieser Alien nicht sofort, sondern er will ein Jahr verstreichen lassen. Und er in der Zeit will dieser massenvernichtende Alien etwas ganz Naheliegendes: Er will Klassenlehrer einer minderbegabten Schulklasse sein. Diesen bietet er die Möglichkeit ihn zu töten, wenn SIe es in einem Jahr schaffen. Die Regierung toleriert dieses Experiment, da sie das Monster nicht klein bekommen haben.

Lest euch den vorigen Abspann mal durch, könnt ihr das durchlesen ohne zwischendurch zu denken „Was ist das für ein Mist?!“ So erzählt stimmt das auf jeden Fall, aber gezeichnet hat das ganz eine andere Wirkung.

Der Alien-Klassenlehrer Korosensei in Assassination Classroom
Der Alien-Klassenlehrer Korosensei in Assassination Classroom

Dynamisch auf LSD

Das Tentakel-Alien ist vom Kopf her ein dauergrinsender Smiley und macht einem in manchen Situation schon echt Angst. Der Zeichenstil ist sehr dynamisch, vor allem eignet er sich für dynamische Zeichnungen, die häufiger vorkommen wegen der sprunghaften Attacken auf den ausserirdischen Klassenlehrer. Trotz dessen dass der Manga aus dem Bereich Comedy ist, gibt es bis auf das überdrehte Smileygesicht weniger kindlich verzerrte Gesichter. Dafür beherrscht der Alien ein hohes Maß an überdrehten Gesichtsausdrücken.

Und wer sonst noch? Gibt es noch was Interessanteres als einen ausserirdischen Massenmörder-Klassenlehrer?

Natürlich gibt es noch die Gegenspieler zu dem übermächtigen Klassenlehrer, aber ganz ehrlich: ich werde nicht ganz warm mit den Charakteren. Da gibt es den Loser, der zu lahm ist den Klassenlehrer zu töten, dann gibt es den Expertenkiller, der es immer wieder glücklos probiert oder die dumme Giftmischerin, die es nun mal gar nicht gebacken kriegt. Die einzelnen Figuren sind mir zu lahm oder zu platt, wenn, finde ich, reizt mich am meisten der Klassenlehrer, der zwar die Erde zerstören will aber gleichzeitig den Drang hat den Kindern was beizubringen.

Karma Kun versucht Korosensei im Fallen zu erschießen
Karma Kun versucht Korosensei im Fallen zu erschießen

Darf ich sie jetzt töten, Herr Lehrer?

Als Bewertungsgrundlage ist mir immer die treibende Frage wichtig, aber in diesem Fall hat das Ganze drumherum mich nicht dazu animiert weiterzulesen.  Man könnte sich fragen, ob es die Kinder es schaffen, den Alien von der Weltzerstörung aufzuhalten oder warum der Ausserirdische eine Klasse unterrichten möchte. Leider schafft es der Manga nicht mich zu einem weiteren Kauf der Fortsetzung zu animieren. Wer aber überdrehte Manga-Action mit einer kleinen Prise Humor möchte, der kann sich diesen Band bedenkenlos zulegen. Trotz der genannten Schwäche.

Bewertung: 4 / 10

Link zum Artikel:Assassination Classroom, Band 1

 

Dieses Wochenende nur Extra-Zeug! Keine Rezension :) + Scheisse # 1: DGL / Hellboy Rap mit Outtakes

Hallo treue Leser,

eigentlich liegt die Rezension schon fertig hier rum, es fehlt nur noch das übliche Video und Bilder, aber dieses Mal schaffe ich es nicht. Dieses Wochenende gibt es noch ein paar Extra-Arbeiten und darum gibt es keine reguläre Rezension. Dafür zwei Extra-Sachen.

1. Den Hellboy-Rap ohne Rezension und mit Audio-Outtakes. PANCAKES!

 

 

2. Neues Format aus der Wut geboren: Scheisse #1: Zum DGL-Streik

Die Meinung im Video ist natürlich etwas überspitzt dargestellt und drückt nur meine momentane Gefühlslage zu den wiederholten DGL-Streiks wieder 😉

Apokalypse auf dem Anrufbeantworter – die Lesung wird in der nächsten Woche weitergehen – Versprochen. Ich wünsche euch eine schöne Woche und spätestens nächste Woche gibt es eine neue Rezension.

Grüße
DerCOMICer

Leben nach dem Tod gelüftet – Hellboy 13 Comic-Rezension

Röcheln. Ein letzter Atemzug. Um mich herum stehen meine Liebsten. Doch nicht, nur die verkackte Nimue, die mir verachtend ins Gesicht starrt und dann das Herz aus der Brust reisst.

Kacke!

Cover von Hellboy
Cover von Hellboy

Prophetische Polonäse im Pandämonium

Hellboy ist tot und fällt auf den ersten Seiten von „Hellboy 13: Abstieg zur Hölle“ bis auf den Abgrund der Unterwelt. Das Komplexe ist, wie immer bei Hellboy, die Handlung zusammenzufassen. Ich versuche es mal, ohne mich zu sehr ablenken zu lassen. Also Hellboy trifft zuerst auf eine Kreatur mit Hammer…. Anung un Rama sala….. tschuldigung, war ein kurzer prophetischer Einschub, dann schliesslich auf eine Person in einem Umhang. Sie ist geheimnisvo…Attem Barash!…

Schliesslich auch noch auf drei Geister, die Hellboy eine Botschaft mitgeben wollen:….die Welt wird in kürzester Zeit untergehen….

Ok, vergessen wir das mal.

Herzlich willkommen im Mike-Mignola-Inspriationen-Shop

Hellboy in der Tentakelhölle
Hellboy in der Tentakelhölle

Die Geschichte, die in diesem Band erzählt wird, ist wie immer aus vielen verschiedenen Versatzstücken aus Mytholgie und Legenden zusammengebastelt. Ich kann leider nicht immer identifizieren, welche woher ist, aber die Bekannteste ist in dem Fall , die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Denn auch hier trifft Hellboy auf drei Geister, die ihn heimsuchen und verschiedene Dinge zeigen. Wobei die Unterscheidung zwischen den gezeigten Zeiten hier nicht so groß ist.

Auch die Bibel ist natürlich großzügig vertreten. So reiten hier und da mal die Reiter der Apokalypse vorbei und bringen ihre prophetischen Zeilen zu Tage. Naja, was gänzlich Neues ist die Thematik bei Hellboy nicht, dort gab es immer schon surreale sowie mythische Begebenheiten, die Hand in Hand gehen. In Hellboy 13 gibt es wieder eine ordentliche Portion Mythik, wahrscheinlich sogar ein bisschen zuviel des Guten.

Das brennt wie die Hölle – Hä?

Das Problem ist, das wir nicht mehr auf der Erde rumhängen oder in einer Zwischenwelt mit klaren Umrissen, sondern in den Unwägbarkeiten der Hölle. Hellboy wird von A nach B gezogen und wird noch mehr zugetextet als sonst. Jede Nebenfigur erzählt eine eigene wirre Geschichte, die nicht unbedingt bei der Handlung weiterhilft. Und das zweite Problem ist, dass Hellboy in der Hölle kein Ziel oder Aufgabe hat. Er wird mit einem Grusel-Mythologie-Fragment nach dem anderen konfrontiert. Solange er noch auf der Erde unterwegs war, waren viele Sachen noch  nachvollziehbar oder aber Hellboy hatte das klare Ziel den Weltuntergang aufzuhalten.

In diesem Band schlurft er wirklich nur noch von Ort zu Ort und lässt sich einen an die Backe labern, da hätte ich auch genauso gut in der Schule sitzen bleiben können. Mich hat es in diesem Band etwas genervt.

Mignola schwingt wieder seinen Ding – Papier fürchte dich!

Mit diesem Band hat Mike Mignola neben der Story auch wieder den Zeichenstift übernommen. Damit wäre der anfängliche Starzeichner wieder an Bord, den ich beim allerersten Band schon super fand. Damals waren die Geschichten noch schwarz-weiß in Deutschland, darum bin ich sehr auf schwarz-weiß geeicht. Aber an die Farbe hat man sich schnell gewöhnt und Mignola kann in den trostlosen Fantasiegebilden der Hölle sich wieder schön austoben. Da gibt es also einen feurigen Pluspunkt von meiner Seite aus.

Hellboy sagt Okay
Hellboy sagt Okay

So, Band 13! Himmel oder Hölle?

Zeichnungen supi, Geschichte plätschert vor sich hin. Ich gehe aber davon aus, dass Hellboy im nächsten Band wieder an Fahrt aufnimmt, vielleicht kommt Hellboy auch wieder zurück, wenn er sein Herz findet. Und damit meine ich nicht eine große Liebe, sondern das rote pumpende Organ.

So´ne Kacke!

Bewertung: 5 / 10

Link zum Artikel:Hellboy 13: Abstieg zur Hölle