Comics zeichnen – Comic-Werke einer 10. Schulklasse

Was ich da erhalten habe, freut mich mehr als die Fertigstellung meines eigenen bekloppten Romans zu meiner Jugendzeit: Comics!

Und zwar gezeichnete Comics von einer Schulklasse, 10. Stufe. Und da mir die soviel Vertrauen entgegengebracht haben, bin ich jetzt auch mal ganz handzahm bei meinen Bewertungen.

Ein Kunstprojekt in Panels

Eine Kunstlehrer-Freundin hat mir die Comics zur Verfügung gestellt und ich bin sehr dankbar.  Ich schaue mir gerne kreative Werke von anderen an, sonst würde ich ja den Blog nicht machen 🙂

Also schauen wir uns doch mal die Werke an.

Stopp oder mein Superheld explodiert!

Comic aus einer 10.Schulklasse: Superheld vs. Banküberfall
Comic aus einer 10.Schulklasse: Superheld vs. Banküberfall

Bevor ich die erste Zeichnung beschreibe, sei noch gesagt, dass es hinter diesen Comics eine Aufgabenstellung gab. Benutzt werden sollten mindestens 4 Panels, zwei handelnde Personen oder Tiere sowie ein Soundword. So die Aufgabenstellung des Kunstkurses.

Aber jetzt zu diesem gezeichneten Comic. Und ich bin nicht wirklich überrascht, dass man bei Comics sofort an Superhelden denkt, denn durch amerikanische Comics sind wir an die Männer / Frauen in Strampelanzüge gewöhnt. In diesem Comic bricht ein Gefangener aus und will direkt wieder eine Bank überfallen. Vom Stil her sieht der Bankräuber mit seinem Streifenanzug wie ein schwarz-weißes Bienchen aus. Niedlich.

Schön ist hier der Superheldenname: Biggy Man. Das klingt wie eine Mischung eines weiblichen Vornamens mit einem coolen „Man“ dahintergeklemmt. Bei Biggy muss ich vom Namen her eher an eine Frisörin denken, wäre eine interessante Idee für eine Superheldin 😉 Und natürlich triumphiert der strahlende Biggy-man über den bösen Bankräuber. So ist es recht.

Jeffman und die explosionsartige Blähung

Comics einer  10. Schulklasse: Jeffman und die explosionsartigen Blähungen
Comics einer 10. Schulklasse: Jeffman und die explosionsartigen Blähungen

Auch Jeffman hat mit massig Problemen zu kämpfen. Schön fängt es hier mit einem Mini-Panorama der Skyline von New York ein mit vielen kleinen Strichmännchen. Plötzlich taucht eine Art Nessi auf und bedroht die Brookly Bridge. Jetzt entweder Zeit für ein letztes Gebet oder für Jeffman. Und da kommt er auch schon, sehr schön hierbei die Nahaufnahme von dem Symbol auf seinem Superheldenanzug unter seinem Hemd. Er wird aber als Mahlzeit betrachtet und ungewürzt verdaut.

Aber Nessi hat nicht mit Jeffmans Stärke gerechnet und er explodiert von Innen. Jetzt kann ich beruhigt schlafen, wenn sich die kleinen Strichmännchen freuen 🙂

Marco hüpft in einen traurigen Geburtstag

Comics einer 10. Schulklasse: Marco hüpft in einen traurigen Geburtstag
Comics einer 10. Schulklasse: Marco hüpft in einen traurigen Geburtstag

Und nun wechseln wir mal das Thema. Diesmal ist der Comic sehr viel bunter und ich sehe klarere Striche und bei dem Thema tippe ich einfach mal auf ein Mädel. Wenn ich mich jetzt total vertue, dann umso besser, dann wurde ich nämlich überrascht. Dieser Comic handelt von dem Geburtstagskind Marco, dass sich sehr über den Kuchen freut und später dann die Hüpfburg zum Platzen bringt. Das hätte mir ehrlich gesagt auch passieren können. Ich muss den blöden Kuchen endlich weglassen. Sehr schön 🙂

Ach warum kann es keine schöne Geburtstage geben: Noch ein trauriger Geburtstag

Comics einer 10.Schulklasse: Noch ein trauriger Geburtstag
Comics einer 10.Schulklasse: Noch ein trauriger Geburtstag

Mensch, diese Schulklasse muss aber miese Geburtstage durchgemacht haben. Bei dem Comic finde ich die Zahlen für den Lesefluß sehr nett, ich weiß immer wo es weitergeht.Jedenfalls hat Kreis-Kopf-Eckig-Körper Geburtstag, wird stattliche 9 Jahre alt und Eckkopf-Rundbauch will ihm einen Kuchen schenken. Aber was muss wohl passieren, wenn man vollbeladen mit einer Torte rumläuft. Schlimm wird es zum Schluß, wenn man dann den heulen Rundkopf sieht, ich glaube diese Schulklasse braucht mal einen echt guten Geburtstag. Gut klar gezeichnet und ich mag das Figurendesign.

Männer, dieser Erde, hier kommt euer Tagesplan

COmics einer 10.Schulklasse: Männersachen
Comics einer 10.Schulklasse: Männersachen

Also wenn das kein Junge gezeichnet hat, dann nenne ich mich ab sofort Hans-Peter Muffelpuff. Denn in diesem Comic erkennt man klar die Grundsachen, die ein Mann braucht: Fußball, ne Runde Konsolenzocken und mit dem Handy vor McDonalds abhängen. Ich finde super, dass das Publikum nicht nur einfach Kreise sind sondern verschiedene Formen. Dadurch ergeben sich so schöne Dialoge wie“Hey Dreieckskopf nimm deine Ecken runter, ich sehe nichts!“

Franceso muss gestoppt werden!

Comics einer 10.Schulklasse: Francesco muss gestoppt werden
Comics einer 10.Schulklasse: Francesco muss gestoppt werden

Dieser Comic erzählt die komplexeste Geschichte. Francesco will ein Kind vom Spielplatz entführen. Das bekommt die Polizei mit und stellt ihn. Schließlich erschießt der Polizist Francesco und das Kind kann zu seiner Familie zurück. Was mir sehr gut gefallen hat, ist Francescos Mimik. Der guckt immer gleich verrückt und wirkt dadurch umso gruseliger als würde er einen anspringen aus dem Comic heraus. Andersrum finde ich den Polizisten etwas zu traurig, der hat dauernd nach unten gezogene Mundwinkel. Vielleicht braucht der mal eine Pause. Interessante Geschichte!

Edgar Allen Poe hätte lieber ein Schokoherz gehabt!

Comics einer 10.Schulklasse: Seite 1 von dem Schokoherz
Comics einer 10.Schulklasse: Seite 1 von dem Schokoherz
Comics einer 10.Schulklasse: Das Schokoherz
Comics einer 10.Schulklasse: Das Schokoherz

Und die letzte Geschichte ist vielleicht von der Idee sogar noch brutaler. Peter Pilzkopp sucht sein Herz. Peter Pilzkopp ist ein Schatten und kann so ohne Herz natürlich nicht funktionieren. Schließlich wird er auf seinen Briefkasten hingewiesen. Was wird darin sein? Etwa ein lebendiges Herz für eine Organtransplantation? Nein. stattdessen ist es natürlich nur ein Schokoherz. Schmeckt auch besser. Sehr kurze Geschichte, aber mit einer süßen Wendung zum Schluß.

Ich möchte mich zum Schluß sehr gerne bei der 10. Schulklasse bedanken, die mir Ihre Werke zur Verfügung gestellt haben und die ich auf meinem Blog benutzen durfte. Ich freue mich immer wenn Menschen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und vielleicht zeichnet von euch später wirklich jemand weiter Comics. Dann hätte ich sehr gerne mehr zu Lesen 🙂

„Ich schlafe nicht mit jemanden. Ich f****!“: Fifty Shades of Grey aus der Sicht eines Mannes

Wie angekündigt habe ich mich mal in eine Runde 50 Shades of Grey rangetraut. Und bevor ihr euch fragt, warum tust du dir das an, wieso schaust du dir sowas an? Tja, als zur Zeit Platz 1 der Kinocharts und einer großen Besucherzahl, habe ich mich gefragt: „Warum tun sich andere diesen Driss an?“

Ihr merkt, ich bin schon locker flockig zu dieser ganzen Shades-Thematik eingestellt, aber ich habe mir selber gesagt: „Basti, du schaust dir das jetzt ganz neutral an und hältst dich zurück. Und wenn ich 10 Euro umsonst ausgegeben habe, gebe ich Applepia die Schuld. Schliesslich hat die mich damit reingeschleift. (Na gut man musste mich auch nicht großartig überreden.)

Was man vor einer Fifty Shades of Grey-Vorstellung macht

Also gehe ich mit der lieben Applepia in den Kölner Cinedom (gibt noch andere Kinos, war das Naheste). Dort angekommen haben wir uns vorher noch einen Burger reingezogen, ich habe nach etwas zum Thema Passendes gesucht, aber es gab weder einen Wachs-und-Strafe-Burger noch Anal-Plug-Pommes. Aber auch bei dem Popcorn-Stand gab es kein schönes Merchandise dazu. Wieso gibt es nicht einen Strohhalm in Penisdildoform in meiner Cola? Den hätte ich der lieben Applepia auf jedenfall gekauft 😉

Ich hatte auch das Gefühl die Kassiererin im Kino für die Vorstellung hat leise in sich hineingelacht, als sie einen Mann das Ticket hat kaufen sehen. „Hihi, bestimmt zwingt ihn seine Freundin.“ Nä, ist ein Selbstexperiment du dusselige Kuh. Jedenfalls gingen wir popcornbeladen in die Vorstellung. Das Schöne, ich war nicht der einzige Mensch mit Penis, andere Leidensgenossen flätzten sich peinlich berührt in die schwitzigen Kinositze. Ok, los geht´s!

Tickets für die Vorstellung zu Fifty Shades of Grey
Tickets für die Vorstellung zu Fifty Shades of Grey

Was man für Trailer vor 50 Shades of Grey so bekommt

Applepias erster Kommentar: „Juhu, jetzt kommt ja nur frauenspezifische Trailer.“ Tja, leider wurde Sie enttäuscht. Es folgten eher Trailer in Richtung Fast & Furios 65 in der ein Auto von einem Hochhaus zu einem anderen in der Luft fährt. Sprich, Bäm Bäm Bäm. Dann gab es die Vorschau zu Pixels, den neuen Film von Adam Sandler, dem alten Filmverschandler, und Kevin „Doug“ James. Auch hier werden einem die Actionpassagen um die Ohren geballert, dass man eigentlich einen Betablocker einschmeissen müsste. Ansonsten gab es noch einen passenden Trailer mit „Der Nanny“, den Rest habe ich vergessen.

Aber was denken Sie sich so Werbeleute eigentlich? In 50 Shades of Grey wird’s wohl um Sexualität und irgendetwas mit Wachs, so dachte ich zu tun haben, gehen, dazu passend könnten Sie ja auch „The Fast and The Furios“ später mal schauen. Wie groß wird da wohl die Schnittmenge sein? Hm? Hm? Ich gehe ja auch nicht in den Dekoladen Depot und werde dann mit Werbung für große fette Autos zugeballert. Warum? Weil Menschen die sich für Blümchen aus Stoff als unterstützendes Element sich nicht für die Motorleistung eines Porsches interessiert.

Wie dieses 50 Shades of Grey schon am Anfang keinen Spaß macht

Und dann beginnt endlich der Film. Oder leider? Jedenfalls sehen wir diese unsichere Brünette mit dem schönen Namen Anastasia Steele. Das sie natürlich gleich auf Megageil-Christian-Grey trifft ist natürlich klar, aber ich habe mir im Inneren überlegt: Wenn die schon so einen plumpen Namen wie Steele für die weibliche Person haben, warum nehmen Sie nicht als Nachnamen für den männlichen Charakter „Hammer“? Bei einer Heirat würden Sie dann denn Doppelnamen „Steele-Hammer“ tragen. Wäre auch nicht viel weniger plump. Anastasia Steele geht unsicher den Gang zum Büro zu Christian Grey entlang um ihm als Reporterin für die Studentenzeitung Antworten zu brennenden Fragen aus einem der mächtigsten Männer rauszusaugen.

Aber – oh Nein – die Brünette ist so unsicher, sie muss an Ihrer Lippe unterkneten oder einen Stift dazu nutzen, auf dem auch noch Grey draufsteht. Wie subtil. Sie weiß nicht was Sie ihn fragen soll und er, Mega-Obermotz, Grey blafft sie so richtig an. Er ist aber auch ein arroganter Fatzke, nein, er muss sie weiter bedrängen und in gewisser Weise bloßstellen. Aber, irgendwie findet Sie ihn auch megasexy. Habe ich schon erwähnt, dass Anastasie Stele so unsicher ist, dass Sie beim Eintreten in Greys Büro direkt auf die Fresse fliegt? Jetzt habe ich es gesagt. Dass Sie ihn megasexy findet, sagt Sie auch ihrer guten Freundin Chantal (hab den Namen vergessen, wichtigstes Merkmal, die poppt erstmal alles durch), aber nicht einfach als Informationen, sondern mit diesem verschämten Ich-bin-so-unsicher-ich-kau-an-meiner-Unterlippe-Art. Und schön ist es ja noch später und damit spule ich mal kurz ein bisschen vor, wenn er rausfindet, dass sie noch Jungfrau ist. Ihre Begründung lautet: „Ich wollte auf den Richtigen warten. Sorry, irgendwo war da ein Klischee versteckt. Er sagt als charmanter Charmebolzen nur, dass er diese Situation bereinigen wird und rödelt sie erstmal gepflegt durch. Gentlemann halt.

Christian Grey, der unsympathische aber reiche Bekloppte und Anastasias Frauenbild

Ich rege mich schon wieder zu sehr auf. Aber leider könnte das an dem Frauenbild liegen das mir vermittelt wird. Im Film geht es letztlich darum, dass Christian Grey die olle Steele mal seinen Stiel zeigen will und sie ordentlich verkloppen will mit S-M-Zubehör aus dem Baumarkt, sie aber eine Beziehung mit Blümchen und Gemeinschaftskonto haben will. Das ist eigentlich ein interessanter aber zunehmend ausgereizter Konflikt, denn letztlich endet es bei dem typischen Dialog: „Ich will mit dir zusammensein, aber ich kann es nicht, denn ich bin nicht gut für dich!“ Na, kennt ihr irgendwoher? Während der Vorstellung habe ich mir vorgestellt dass Grey im Sonnenlicht glitzert und Appetit auf die Blutgruppe von Anastasie Steele halt. Na, ihr wisst Bescheid, oder? (Lösung: Twilight)

Christian Grey ist ein arroganter Fatzke, der Hubschrauber und Flugzeuge fliegen kann, dann kann er wunderbar Klavier spielen, kennt sich im Bereich Alkohol sehr gut aus und kann der Dame seines Herzens mit seinem Riesenbankkonto viele Geschenke zustecken. Wenn er sich mit Anastasie durch ein Parkhaus bewegt, fragt Sie: „Welches Auto gehört dir?“ Worauf er keck neureich durchblitzen lässt: „Alle.“ Von mir aus kann der gestörte Bubi mit Lederlust alle Autos der Welt haben, aber er denkt sich halt dass er das mit Menschen auch machen könnte. Und Anastasia lässt zu 99 % des Filmes immer wieder durchblicken, dass er Sie mit seinem Geld und seinem Protz wieder reinholen kann.

Ist es das was Frauen wollen? Kann ich ein Perversling mit der Neigung mir Orangen in den Pöppes zu stecken werden, solange mein Bankkonto prallgefüllt ist und ich meiner Angebetenen einen Apple-Computer und ein megateures Auto kaufen kann? Ist das die emanzipierte Botschaft des Filmes? Da musste ich kotzen. Eigentlich bringt mich Anastasia mehr zum Kotzen als der mit Geldscheinen gepuderte Grey.

Lichtblicke in 50 Shades of Grey

Mal was Positives: Es gibt ein paar lustige Momente, bei denen ich auch lachen musste. Hier ist natürlich manchmal so schwer zu unterscheiden ob ich lachen musste, weil das einfach so schlecht ist oder weil mal ein Witz funktioniert hat. Ein Beweis für einen schlechten Gag ist Greys toller Hinweis was er von Frauen möchte: „Ich schlafe nicht jemanden. Ich ficke.“ Plumpes Barbarengehabe in zwei handlichen Sätzen. Ansonsten ist es schwierig sich an richtige Gags zu erinnern, diese sind zumeist situationsgebunden. Der andere Lichtblick ist, dass sich Anastasia Steele sich nicht ganz Grey hingibt. Ich spoiler das Ende jetzt mal vorweg, also schaut mal woandershin: Am Ende des Films läuft Anastasia in den Aufzug und haut ab von Grey, weil der Sie ordentlich ausgepeitscht hat. Na wenigstens einmal in emanzipiert.

50 Shades of Grey für Männer?

Nein. Erst einmal die Frage, warum ist 50 so interessant? Ich habe die Theorie aufgestellt, dass der Roman in Frauen das Innere Ich anspricht, das gerne einen dominanteren Kerl im sexuellen Sinne hätte. Damit ist nicht unbedingt SM oder Bondage gemeint, sondern der innere Wunsch dass der Kerl mehr in die Hand nehmen soll. Keine Ahnung, wäre eine Idee. Der Film ist leider nichts für Männer, weil es einem als Mann wirklich die meiste Zeit das Gefühl gibt, dass man ein volles Portemonnaise für das Herz einer Frau braucht. Dann kann man auch der hinterletzte Spinner sein. Auch vom Anteil an skandalösen Szenen ist leider auch nicht so viel dabei, eigentlich wurde nur zwischendurch mal leider leicht rumgepeitscht. Mehr nicht. Ich hätte mich gefreut, wen Sie Grey noch bekloppter dargestellt hätten, so dass man noch mehr bemerkt, wie Gaga der ist. Gleichzeitig bekommt man nicht genug Infos zu seinem Hintergrund. Man weiß nur, dass seine Mutter eine cracksüchtige Nutte war und jetzt tot ist. Trotz des Konflikts dominanter Mann zu devoter Frau, häte ich mir von Anfang an eine weniger klischeelastige Version von Anastasia vorgestellt. Nicht diese typischen Mittel um etwas darzustellen. Oder auf der anderen Seite hätte ich mir auch gedacht, warum lässt die Olle sich das alles mit sich machen? Vielleicht habe ich da den Film nicht verstanden. Für Männer hätten wahrscheinlich die Vor-Trailer zum Film gereicht, das wäre ergiebiger gewesen als sich diesen Film anzutun.

 Bewertung: 2 / 10
Link zum Buch: Fifty Shades of Grey – Geheimes Verlangen: Band 1 – Roman



Making-Of von DerCOMICer + Nachricht

Steffen Liebschner von der Comic-Community hat mich besucht und hat nicht lockergelassen. Er hat mich zu DerCOMICer ausgefragt und ich habe ihm Rede und Antwort gestanden. Wenn Ihr euch also interessiert, was es für Pläne gibt und wie ich das Drumherum organisiere, dann schaut euch mein Video an . Viel Spaß aber eine Kleinigkeit habe ich noch für euch. Eine Nachricht:

Es kann sein, dass es in den nächsten zwei Wochen etwas ruhiger wird um den Blog und den Youtube-Channel. Warum? Nebenher! Ihr versteht schon. Es gibt auch nebenher was zu tun und leider komme ich dann mit meiner Regelmäßigkeit nicht nach. Aber ich habe noch Specials an denen ich arbeite und die werde ich versuchen vielleicht mal zu veröffentlichen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir die Treue haltet 🙂

3 Comics, die man gelesen haben muss + Gewinnspiel

 

Ende Februar hat mich Steffen Liebschner von der Comic-Community besucht und wir haben unsere drei Lieblingscomics vorgestellt. Wenn Ihr alle 6 Empfehlungen haben wollt, dann scaut euch das Video an. Dort erzählt er,warum er diese 3 Comics gewählt hat. Und wen ihr aufmerksam schaut, entgeht euch auch nicht das Gewinnspiel am Ende.

Buchrücken der 3 Comics, die man gelesen haben muss
Buchrücken der 3 Comics, die man gelesen haben muss

Steffens Liebschners 3 Comics, die man gelesen haben sollte:

1.HUSH

Nur ein Symbolfoto, leider HUSH bei mir gerade nicht gefunden ;)
Nur ein Symbolfoto, leider HUSH bei mir gerade nicht gefunden 😉

2.Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis von Fane & Jim
Sonnenfinsternis von Fane & Jim

3.Disney: Goofy – eine komische Historie

Goofys komische Historie
Goofys komische Historie

 

Steffen hat uns zu seinen drei Empfehlungen noch eine kleine Nachricht geschickt:

Steffen Liebschner zu seinen 3 Comics, die man gelesen haben muss

Basti hatte mich in seinem Video gebeten: Stell doch mal drei Comics vor. Da habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen.

Entschieden habe ich mich für drei Titel, die zeigen, dass Comics etwas für jedes Alter sein können. Für die ganz jungen Comic-Einsteiger empfehle ich gerne Disney-Comics, wie den vorgestellten Band von “Goofy’s komische Historie”.

Die etwas älteren Comicleser lesen gerne Superhelden-Comics. Hier habe ich mich “Batman: Hush” entschieden, eine der der meiner Meinung nach herausragendsten Batman-Geschichten des letzten Jahrzehnts.

Natürlich haben beide Comic-Kategorien auch erwachsene Fans, einer von ihnen schreibt gerade diese Zeilen. Es gibt jedoch auch Comics, die nur für Erwachsene sind. Eins davon ist “Sonnenfinsternis”, in welchem es am wenigsten um die Sonnenfinsternis selbst geht, als den Weg dahin. Diesen bestreitet eine Gruppe aus drei Männern und drei Frauen, teilweise verbandelt und auf der Suche nach zwischenmenschlicher Wiederfindung. So, oder ähnlich kann man es beschreiben.

Verraten möchte ich zudem, dass ich dem Basti den ersten Band von “Goofy’s komische Historie” zum Verlosen da gelassen habe. Was Ihr tun müsst, um den Band zu gewinnen, erfahrt Ihr im Video, welches zu schauen ich Euch nun viel Spaß wünsche.

Herzlichst, Euer Steffen

Danke Steffen für deinen kleinen Textbeitrag, darauf gibt es beim nächsten Besuch ein Gratis-Club-Mate.

Zu meinen Lieblingscomics schreibe ich euch in diesem Blogbeitrag noch ein wenig:

Bastis 3 Comics, die man gelesen haben muss

3. Maus

Maus - der Comic
Maus – der Comic

Eigentlich habe ich immer Standardwerke, die ich empfehle, aber Standard ist schon irgendwie ein hässliches Wort. Denn Maus ist für mich ganz und gar nicht Standard. Als Kind wurde man in der Schule sehr oft mit den Gräueltaten der Nazizeit konfrontiert. Gleichzeitig gab es für mich die Welt der Comics, leicht und verspielt mit den lustigen Comics a la Spirou oder Asterix. Und dann war da Maus.

Der Comic erzählt von den Erlebnissen Vladek Spiegelmanns zur Zeit des Nazi-Regimes. Vladek ist Jude und landet nachher in Ausschwitz. Der Comic ist in zwei Teile aufgesplittet. Aber es geht nicht um das Schicksal von Vladek alleine, sondern auch um das Verhältnis zu Art Spiegelmann, seinem Sohn und Zeichner des Comics. Durch diese zweite Ebene ist es keine Überlebenden-Geschichte alleine, sondern sehr viel komplexer. Und auch nur etwas, was ein Comic darstellen kann. Und zeigt vor allem, dass die Kunstform Comic mehr kann, als nur für Kinder Bildergeschichten zu erzählen.

Comic auf Amazon bestellen: Die vollständige Maus

 

2. Calvin und Hobbes

Calvin und Hobbes

Aber vielleicht komme ich zu Kindern zurück. Zum inneren Kind nämlich. Bei Calvin und Hobbes geht es um einen kleinen Jungen mit seinem Plüschtiger, der immer lebendig wird, wenn die beiden alleine sind. Und mit dieser einfachen Geschichte hat Bill Watterson einen Comic-Strip in den Neunzigern geschaffen, der an Kreativität seinesgleichen sucht. Jeden Tag haben Calvin und Hobbes soviel Fantasie in ihre Erlebnisse reingesteckt, dass ich mir manchmal wünsche genau dieser Typ wieder zu sein. Der kleine Junge mit seinem Fantasiegefährten und seiner ganz eigenen Welt nehmen einem vom ersten Augenblick gefangen.

Aber vielleicht komme ich zu Kindern zurück. Zum inneren Kind nämlich. Bei Calvin und Hobbes geht es um einen kleinen Jungen mit seinem Plüschtiger, der immer lebendig wird, wenn die beiden alleine sind. Und mit dieser einfachen Geschichte hat Bill Watterson einen Comic-Strip in den Neunzigern geschaffen, der an Kreativität seinesgleichen sucht. Jeden Tag haben Calvin und Hobbes soviel Fantasie in ihre Erlebnisse reingesteckt, dass ich mir manchmal wünsche genau dieser Typ wieder zu sein. Der kleine Junge mit seinem Fantasiegefährten und seiner ganz eigenen Welt nehmen einem vom ersten Augenblick gefangen.

Immer Sonntags kommt dann auch noch Farbe dabei und Bill Watterson kann sich austoben. Und das tut er auch. Vor allem ist Watterson hundertprozentig für die Erhaltung seines kleinen Comic-Kosmos, niemals gab es offizielles Merchandising. Vor allem erhält dieser Comic-Strip eines, nämlich das innere Kind. Und das hat kein Comic vorher bei mir geschafft.

Wenn Ihr gleichzeitig gute Unterhaltung sucht mit Tiefgang und einfach wissen wollt was man innerhalb kleiner Bildrahmen alles so anstellen kann, dann lest Calvin und Hobbes.

Comic auf Amazon bestellen: Calvin und Hobbes Gesamtausgabe

 

1. Comics richtig lesen

Scott McClouds Comics richtig lesen
Scott McClouds Comics richtig lesen

Comic, der mich dazugebracht hat, zu überlegen, was der Comic alles kann. Vorher habe ich höchstens frankobelgische lustige Comics durchgeblättert oder schon die ersten Strampelanzugshelden bewundert. Aber nie habe ich mich gefragt: Warum? Warum lese ich das so gerne? Warum funktionieren diese Dinger so gut? Wie erzählen Comics Ihre Geschichten.

Und das ist der Comic, der mich dazugebracht hat, zu überlegen, was der Comic alles kann. Vorher habe ich höchstens frankobelgische lustige Comics durchgeblättert oder schon die ersten Strampelanzugshelden bewundert. Aber nie habe ich mich gefragt: Warum? Warum lese ich das so gerne? Warum funktionieren diese Dinger so gut? Wie erzählen Comics Ihre Geschichten.

Scott McCloud hat es geschafft mich ausserhalb der Superhelden und Enten zu erreichen und zu zeigen, dass es viel mehr gibt. Und die Entwicklung heutzutage zeigt, es ist viel mehr drin, dazu gibt es unzählige Experimente und Graphic Novels und Webcomics,

Es gibt wenige Werke, die ich sooft gelesen habe, wie dieses. Ich denke es bewegt sich im dreistelligen Bereich, weil ich immer wieder aufs Neue fasziniert war, wie ein Forscher den Comic so auseinandernimmt. Und gleichzeitig damit zeigt was alles möglich ist. Seit diesem Comic habe ich im Kopf, dass ich gerne Leuten mit diesem Comic die Gattung Comics näherbringen möchte, aber das Problem mit Nicht-Comic-Nerds ist: Warum sollten Sie Zeit dafür investieren? Sind doch nur Bildergeschichten. Und ich würden denjenigen ansehen und sagen:

Nein und Ihm folgendes zeigen: Comics richtig lesen.

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