Die beste Biografie der Welt: Onkel Dagobert – Seine Leben, seine Milliarden von Don Rosa

Geknickt sitzt er in seinem Sessel und schaut in eine Glaskugel bei der eine Hütte in einer verschneiten Gegend steht. Es formt sich ein Wort, das er bedeutungsschwanger vor sich hinsäuselt: Nelly.

Die Geschichte hinter den Gimmicks, die guten Comics von Don Rosa

Wenn ich von der besten Biografie der Welt spreche, nehme ich das nicht leichtfertig in den Mund, aber wie komme ich dann bloß auf die Idee einen Disney-Cartoon dafür zu nehmen. Und dann auch noch die Ducks. Das sind doch immer diese Heftchen am Kiosk gewesen, Micky Maus, mit Gimmicks und Comics. Irgendwann ist man ja aus dem Alter raus.

Falsch!

Vor allem bei den Heftchen gab es unterschiedliche Arten von Geschichtchen, unterschiedlicher Qualität. Mir vor allem aufgefallen sind die Geschichten am Ende, die über mehrere Hefte gegangen sind. Vor allem ist mir der Detailgrad im Kopf geblieben. Während die anderen Geschichten gerne mal cartooniger und einfacher waren, waren die letzten Geschichten, zumeist  Abenteuergeschichten, vollgepackt mit Kleinigkeiten und Hintergrundwissen, das sogar uns noch was beibringen konnte.

Und der Mann, der daran schuld war, ist Don Rosa.

Dagoberts erster selbstverdienter Kreuzer
Dagoberts erster selbstverdienter Kreuzer

Der Mann mit den besten Duck-Geschichten: Don Rosa

Eigentlich weiß ich nicht viel über Don Rosa, aber die Geschichten alleine können schon für sich sprechen. Don Rosa sagt von sich selbst, dass er dem besten Zeichner (laut sehr vieler Duck-Leser) Carl Barks folgt und aufgrund dessen Geschichten seine eigenen Geschichten  gestaltet. Lieblingscharakter von Don Rosa ist natürlich die reichste Ente der Welt: Dagobert Duck.

Mich hat vor allem die Geschichte rund um einen Inkaschatz oder viereckige Eier begeistert, denn hier waren schon ganz spezielle Stories rund um die Enterichs versteckt. Und schuld war besagter Don Rosa. Und rund um sein Lieblingsschnabeltier hat er schon vor längerer Zeit einen dicken Band rausgebracht. Natürlich nicht er selber, sondern Egmont / Disney.

Auch die Panzerknacker fehlen nicht in Dagobert Duck: Sein Leben, seine Milliarden
Auch die Panzerknacker fehlen nicht in Dagobert Duck: Sein Leben, seine Milliarden

Die besten Geschichten von Dagobert Duck: Vom ersten Kreuzer bis zu den Fantastilliarden

„Onkel Dagobert – Seine Leben, seine Milliarden“ ist ein dicker Schinken. Es ist wesentlicher fetter als ein normales lustiges Taschenbuch. Das sind nicht nur allein die Geschichten rund um die reichste Ente der Welt, sondern auch Hintergründe der Biografie. Don Rosa beginnt seine Geschichte von Dagobert, wo es für die Leser interessant: beim Geldverdienen seines geliebten ersten Kreuzers. Dagobert stammt aus dem schottischen Clan der Ducks ab, die im Besitz der berühmten Duckenburgh sind. Leider sind die finanziellen Grundmittel nicht so gegeben, die Ducks sind so gut wie pleite.

Im ersten Kapitel putzt Dagobert als junger Bub Schuhe und bemerkt, dass man nur mit harter Arbeit an sein Geld kommt. Aber schon im ersten Band beweist er seine Cleverness, indem er gierige Mitmenschen aus der Duckenburgh in die Flucht schlägt. Am Ende dieses ersten Kapitels will der Kleine mit einer silbernen Taschenuhr und einem goldenen Gebiss nach Amerika, um das große Glück zu suchen. Und das große Glück ist das große Geld. Und wie er es verdienen wird.

Bombie der Zombie besucht einen verkleideten Dagobert Duck
Bombie der Zombie besucht einen verkleideten Dagobert Duck

Die beste Charakterentwicklung in einem Comic – eigentlich für Kinder

Endpunkt dieser ganzen Biografie ist eine Geschichte in der Gegenwart, in der gezeigt wird, was aus dem reichsten Enterich der Welt geworden ist. Und bei dieser Geschichte wird klar: Diese Ente war die Vorlage für die Scrooge-Story, bei dem ein raffgieriger Mensch am Weihnachtsabend von drei Geistern heimgesucht wird, die ihn durch das Durchleben aller seiner Zeitepochen zu einem selbstlosen Menschen machen wollen. Genau das ist aus Dagobert geworden und alle Abenteuer, die er bis dahin erlebt hat, haben dazu beigetragen: Alles selber schaffen, Geiz, Raffgier usw. wurden alles durch die Geschichten bedingt, die Don Rosa vorher erzählt hat.

Und ich habe es in keinem fiktiven Comic jemals besser gesehen. Denn jede Charaktereigenschaft von Dagobert findet man in jedem Kapitel wieder. Egal, ob es um Dagoberts Vertrauen zu Menschen geht oder um seine Besessenheit der reichste Mensch zu werden, jede Facette ist gut begründet.

Dagobert Duck am Anfang der Weihnachtsgeschichte
Dagobert Duck am Anfang der Weihnachtsgeschichte

Das Beste nebenher – Slapstick, Realismus und der krasseste Duck aller Zeiten

Erst in der Gegenwartsgeschichte treffen wir auf die üblich bekannten Charaktere, die sonst um Onkel Dagobert schwirren: Donald, Tick, Trick und Track. Vorher lernen wir vor allem Dagoberts Familie kennen und auch Feinde, die er sich in seiner ganzen Lebensgeschichte gesammelt hat. Und alle Dinge, die er vorher lernt, enden im Alter bei dem knickrigen geizigen Dagobert, der in einer verschneiten Winternacht an die Vergangenheit denkt.

Im Laufe seiner Geschichten gibt es ordentlich Slapstick, aber immer so, dass es nicht als unrealistisch gilt, sondern immer in das Setting passt. Schön ist die Szene, bei der Dagobert richtig ausrastet auf einem Schiff als sich jemand über ihn und seine Sippschaft lustig macht. In der wird nämlich gerade nicht der Slapstick gezeigt, sondern nur die Auswirkungen draussen. Dagobert wird vor allem als Energiebündel mit unbedingtem Ziel: GELD dargestellt.

Dagobert Duck und seine Träume
Dagobert Duck und seine Träume

Bester Zeichenstil und Bonusmaterial

Don Rosa zeichnet so schön detaillliert und ist trotzdem dabei so dynamisch, ich habe das in keinem anderen Comic so erlebt. So wie seine Art Geschichten zu schreiben, so zeichnet er sie auch. Überall sind kleine Nettigkeiten versteckt, so zum Beispiel immer eine kleine Widmung (D.U.C.K.) oder kleine Nebenhandlungen. Neben seinem detaillierten Zeichenstil und seiner Detailiebe im Erzählen, gibt es zu diesem Band auch noch zu jeder Geschichte liebevoll aufbereitete Hintergrundinformationen. Dabei gibt Rosa Auskunft über den Entstehungsprozess und Auskünfte über Alles rund um die Biografie von Dagobert.

Ich könnte noch lange schwärmen, aber ganz ehrlich: nachher klingt es nur wie Werbung. Und wenn es wie Werbung klingt, auch nicht schlimm, denn dieser Band von Don Rosa bekommt meine unbedingte Empfehlung. Denn dieser Comic ist die beste Biografie, die ich je im Comic je gelesen habe.

Bewertung: 10 / 10

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Heimliche Blicke Reihe – Guter Romance Manga durchs Schlüsselloch

Sie schaut aufgegeilt durchs Loch und leckt sich die Lippen. Und der nebenan? Der holt sich einen runter!? Das sind Zustände, aber  viel Komplexere als man denkt. Das ist „Heimliche Blicke“.

Lange angekündigt und jetzt endlich kommen wir zu der lang ersehnten Empfehlung zu „Heimliche Blicke“.  Da ich euch umfassend die Reihe näherbringen will, bespreche ich dalle Bände etwas ausführlicher. Das heißt jede Woche gibt es eine neue Video-Rezension eines Bandes von „Heimliche Blicke“ mit einem kleinen Text. Innerhalb dieses Artikels kommen jede Woche die neuen Videos hinzu. Ich gebe euch auf Facebook/ Twitter / Google Plus Bescheid.

Absolute Spoilerwarnung: Ich werde für die ausführliche Bewertung der Bände massiv spoilern, es sind schon viele Nacherzählungen dabei.

Heimliche Blicke 1: Tatsuhiko, Emiru und schauen durch ihre Löcher

Willkommen in der Kunstschule in Tokyo und ja, wenn wir es zugeben müssten, dann hat Tatsuhiko ein typisch männlich erdachtes Schicksal  vor sich. Irgendwie schmeissen sich die Frauen immer ihm zu Füßen, aber nicht zuviel Ausblick in die Zukunft. Tatsuhiko säuft mit seinem Freund Yone-Yama ordentlich einen über den Durst. Der Freund hat ordentlich ins Glas geschaut und murmelt sich schlafend weg.  Da fällt Tatsuhiko ein Loch in seiner Wand auf. Und als er durch das Loch späht, sieht er wie eine Frau ihre Katze füttert. Ihren Lachs buttert. Die Pflaumen pflückt. Ja, sie masturbiert.

Die junge Frau ist Emiru. Tatsuhiko denkt sich: „WASSSS?!“ und geht der Sache natürlich auf den Grund. Er klingelt bei ihr und sie guckt vorsichtig durch die Tür, schliesst sie aber schnell wieder. Tatsuhiko hat aber den Fuß in der Tür und stolpert dabei nach vorne auf Emiru. Diese macht nicht Anstalten nach Hilfe zu brüllen, sondern fotografiert Tatsuhiko, wie er auf ihr liegt.

Und damit beginnt die Spirale der Verwicklungen, denn Emiru nutzt das Foto als Erpressung, um zukünftige Freundinnen oder Frauen allgemein abzuschrecken. Im Laufe des ersten Bandes kommt Tatsuhiko mit Yuri zusammen und in diesem Dreieck wird es die nächsten Bände sehr spannend rund um Tatsuhiko, Emiru und Yuri.

Bewertung: 10 / 10

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Heimliche Blicke 2: Große Möpse und kleine Eskapaden

Im zweiten Band von Heimliche Blicke herrscht bei Tatsuhiko reges Treiben bezüglich Frauen. Natürlich hat Tatsuhiko mit der guten Yuri noch seinen Spaß, aber auch seine Kunstlehrerin Honnami macht vor Tatsuhiko nicht halt. Zusätzlich ist auch eine Mitarbeiterin in dem Supermarktgeschäft, in dem Tatsuhiko arbeitet scharf auf ihn. Leider nimmt das Ganze keinen rühmlichen Ausgang. Aber mehr erfahrt ihr natürlich in meinem Video. Viel Spaß!

Bewertung: 7 / 10

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Heimliche Blicke 3: Feuchtes Treiben!

Eigentlich ist Tatsuhiko mit Yuri zusammen, der großbusigen Dame, jedoch besucht in Band 3 bekommt er Besuch von seiner richtigen Freundin. Ob das gut ausgehen kann?

Bewertung: 8 / 10

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Heimliche Blicke 4: SCHULDIG ALSO SEX

Tatsuhiko hat in Band 4 von Heimliche Blicke mal ordentlich Mist gebaut. Und muss dafür bestraft werden. Emiru hat auch eine einfache und bei ihr naheliegende Idee: Sex. Na, dann Prost in Band 4 von Heimliche Blicke.

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Heimliche Blicke 5: Yuri du SCHL***E

Dieses Mal werden auch schmutzige Dinge durch ein Schlüsselloch beobachtet, doch dieses Mal bespannen sich nicht Emiru und Tatsuhiko gegenseitg, sondern….Mehr dazu in Band 5 von Heimliche Blicke.

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