Das Leben ist kein Ponyhof #2: Ich hab einen Pilz, liebes SM-Pferd und Jazz-Elefant!

„Oh, die Menschen beschäftigen sich dauernd mit ihren Niederungen und Verfehlungen…“ philosophierte der Elefant, während er versucht seinen ganzen Kopf in die Erdnussbutter zu tauchen. Der Name vom Elefanten ist Ngumbe und er ist ein Hauselefant. Der Hauselefant von Sarah Burrini. Ihr denkt, das ist schon das Absurdeste. Äh-Äh (ein verneindes Äh – Äh)

Wenn ihr wissen wollt, ob ihr euch lieber das Buch oder ein Intimwaxing gönnen solltet, dann Glubscherchen auf, denn ich habe es mir mal vorgenommen.

Ein kleiner Roundhouse-Historykick für alle Neulinge

In Band 1 haben wir schon die Hausinsassen von Sarah kennengelernt, das Interessante ist, mir sind die Namen sogar wieder eingefallen, obwohl ich ein miserables Gedächtnis habe. Ist schonmal ein Pluspunkt. Und in Band 2 gibt es richtig interessante Geschichten, die Sie in ihren Comic-Strips verwurstet.

Aber für Neueinsteiger: Der Comic-Band ist eine Sammlung von Comic-Strips, die Sarah Burrini auf ihrer Webseite veröffentlicht. In diesem Band sind es die Comicstrips von 2011 bis 2012.  Sie stellt ihren persönlichen Alltag da und teilt ihre Wohnung mit Ngumbe, den besagten Hauselefanten, El Pilzo, einem temperamentvollen Pilz, und das Pony Butterblume.

Nun aber zu den wichtigen Dingen: Themen, Themen , Themen. Denn neben den klassischen Gag-Strips: vier Bilder, ein Gag, gibt es hier noch Geschichten, die sich über mehrere Strips fortsetzen.

Arbeitswelt bei "Das Leben ist kein Ponyhof 2"
Arbeitswelt bei „Das Leben ist kein Ponyhof 2“

„Das Leben ist kein Ponyhof“ in „Was wäre das Leben mit Ponyhof“?

Mir ins Auge gesprungen ist die Geschichte rund um Sarahs Traumvorstellung ohne ihre ganzen Hausinsassen in einer 08/15-Welt angekommen zu sein. Sie hat einen Job in einer Werbeagentur mit den üblichen Haikollegen und eine Beziehung mit einem Mann. Aber dann sind da diese Erscheinungen von Ngumbe, El Pilzo und Butterblume, die Sie daran erinnern, dass da noch mehr war. Schliesslich sitzt Sie vor einer Psychotherapeutin, die ihr einen Wahnsinn attestiert und sie steht vor der wichtigen Frage: „Wunsch oder Realität?“

Aufpassen, jetzt könnte es philosophisch werden. BRRR- ekelhaft!

Diese Frage stelle ich mir zur Zeit auch. Was gehört zum Glücklichsein und was ist einem wichtig: 08 / 15 – Leben und es einfach haben, mit einem vordefinierten Weg, der Hochzeit / Baby / Haus lautet oder nehme ich den schweren Weg, aber den Weg, den ich will, um mich zu verwirklichen? Zu dem zu stehen, was man wirklich ist. Eine Frage, die sehr schwergewichtig ist, die aber in diese Comicband mit lustigen Ton eine Antwort gefunden wird. Und jetzt muss ich aufhören zu fabulieren, El Pilzo will, das jetzt die Party weitergeht!

Familie Butterblume in "Das Leben ist kein Ponyhof 2"
Familie Butterblume in „Das Leben ist kein Ponyhof 2“

Mitbewohner aufnehmen und sortieren Teil 2

Apropos El Pilzo, was ich an dem Comic so liebe, sind die Charaktere. Egal, ob Ngumbe wieder zynisch und mit der Besonnenheit eines Dickhäuters kommentiert oder El Pilzo sich fürchtet, weil er mal wieder in der Pfanne gelandet ist oder Butterblume sich seiner eigenen Vergangenheit erinnert, ich nehme ihr alle diese Charaktere ab. In Band 2 kommt auch noch ein kleiner Nerd-Dämon hinzu, wobei ich mit dem lustigerweise nicht ganz so warm geworden bin wie mit dem Stammpersonal.

Aber ist das nicht gerade das Nerdige, das man dauernd alles wie beim Alten haben will? Jetzt habe ich mich selber zum Nerd-Dämon gemacht 😀

Erwähnenswert ist hierbei neben der Traumgeschichte von oben, Butterblumes Mafosigeschichte, die sogar mal richtig harte Momente für einen Gag-Comicstrip hat. ( Ich sage nur Pferdekopf)

Kunst der Verführung a la Sarah Burrini
Kunst der Verführung a la Sarah Burrini

Wie der Griffel geschwungen wurde

Bevor Butterblume seine düstere Vergangenheit schildert, schreibe ich doch lieber was über die Zeichnungen. Mein Credo ist wenn die Zeichnungen die Story unterstützen, anstatt sie zu zerstören, dann ist alles Bingo-Bongo. Ich mag den dynamischen Stil von Sarah und am liebsten habe ich es, wenn für bestimmte Erzählungen manche Dinge anderes gezeichnet sind. Davon bin ich schon Fan seit Calvin und Hobbes. Im ersten Comic-Strip geht es um Zombies, und der wurde zu dem Zweck auch erstmal sehr viel realistischer gezeichnet, so dass die cartoonige Pointe besser rüberkommt.

Dieser schöne Kontrast wird aber nicht zu häufig benutzt, darum ist er immer was Besonderes, nicht Hellboy?

GEHHIIRRNEEE! im Ponyhof
GEHHIIRRNEEE! im Ponyhof

Bisschen was zum Rumkritteln – aber nur kurz, Butterblume. Versprochen!

Eigentlich gibt es nix zu beschweren. höchstens die übliche Krittelei, die man irgendwie nicht abstellen kann. Ich hätte mir auch für den zweiten Band auch nochmal die Auflistung gefreut, wer die einzelnen Charaktere sind wie es in Band 1 war. Und zu dem Nerd-Dämon hatte ich weiter vorher schon meine Meinung gesagt, aber hey, mehr habe ich leider hier nicht.

Der Dämon
Der Dämon

Also Intim-Waxing oder „Mein Leben ist kein Ponyhof 2“ lesen?

Also eigentlich müsst ihr nicht mehr fragen, oder? Ich mag den zweiten Band vom Ponyhof sehr gern. Die Charaktere sind immer noch super und über die Geschichten kann ich lachen. Der Stil ist dynamisch und die Aufmachung ist wie immer top. Für 12,99 Euro bekommt man über 90 Seiten + eine Extra-Seite mit einem kurzen Text zur Autorin selber, kann ich nich´ meckern?

Also Entscheidung gefallen, das Intimwaxing muss verschoben werden, geht lieber lesen 😉



Denise Duck nackt – Google, Ich habe es satt!

Das leicht veränderte Cover der ersten Ausgabe von "Rote Ohren"
Na, das sieht ja nicht aus wie Denise Duck nackt, isses auch nicht!

Heute gibt es ausnahmsweise mal ein ganz anderes Thema. Ich habe einen kleinen schmucken Blog mit, vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, „Comic und weiteres“-Themen.  Und jetzt beginnen wir mal mit einer kleinen Lektion in Sachen, wie man im Internet so gefunden wird. Aber natürlich in schön laxer Form.

Kleiner Exkurs in Sachen“ Wie werde ich mit meinem Blog von Google gefunden“

Eine Sache sei direkt gesagt, Google ist wie ein kleines Schulmädchen, dass zum ersten Mal verliebt ist und das Objekt der Begierde nicht preisgeben will. Der sogenannte Google-Algorithmus hat für eine ganze Branche mächtige Wirkung ähnlich der Bundeslade bei den Nazis bei Indiana Jones.

Veröffentlicht man irgendetwas im Netz, sprich eine Seite mit irgendeinem Inhalt, dann wird früher oder später irgendwann mal an die Tür geklopft und ein schnittiger Irländer steht vor der Tür und verlangt mal sich diese Seite anzugucken, als wäre es ein Date. Was dann passiert sind vor allem mechanische Prozesse: die Seite beschnüffeln, abtasten und sich fragen: Was ist das eigentlich für ein Inhalt?

Keywords – die Klischee-Schublade von Google

Mittlerweile hat sich zwar einiges geändert bei dem schnieken Irländer Google, doch um Inhalte zu kategorisieren oder für ein Thema einzuordnen, gibt es immer wieder das tolle Wort „Keywords“. Diese „Schlüsselwörter“ sind im Endeffekt die Schubladen, in die Google ein Inhalt reinsteckt. Bleiben wir bei dem Irländer und seinem Date. Sie hat schwarze Haare, einen Nasenring und einen Totenkopf und schließlich öffnen wir als Menschen die Klischeeschublade und dann wird die Frau als „Gothictante / Emo“ gespeichert. Jaja, über die Sinnhaftigkeit von Klischees habe ich ja schonmal gesprochen.

Aber wie schon im realen Leben hat auch manchmal so Probleme mit seinen Schubladen. Vor allem, wenn man nicht viele Anzeichen hat und daraus direkt mal ein Bild basteln möchte. Kommen wir also endlich zu Denise Duck im Eva-Kostüm.

Was hat es auf sich mit D.D. und meinem Blog?

Ok, irgendwann ist diese Keywordkombinationen aufgetaucht und hat sich in meinen Suchanfragebericht geschlichen. Wie funktioniert dieses Auftauchen? Also letztlich ist Google im World Wide Web als Suchmaschine sowas Ähnliches wie der Buchstabenverkäufer aus der Sesamstraße:

Wenn du nach Google zu etwas suchst, zum Beispiel nach meiner geliebten entblößten Duck, dann geht Google für dich auf den Inhalte-Basar und fragt da rum: „Wer hat da was für mich?“ Und wie auf jedem guten Basar wird da krakeelt: „Ich habe hier die besten Infos zu Denise Duck, ne schöne Profilseite von einem sozialen Netzwerk. Die Olle ist zwar nich nackt, aber das is ne Denise Duck!“

Oder ein anderer ruft: „Ach, wat, hier sind die geilen Infos, sozialen Netzwerken kannse nich trauen, hier nimm meine Setcard von Denise Duck, die is nämlich von Berlin – Tag & Nacht. ne, nackt isse hier auch nicht, aber is halt Denise Duck!“

Tja, dann stellt Google euch eine nette kleine Liste zusammen, bei der Sie sich denkt, supi, hier is ein bisschen was dabei. Und mit dieser Liste fangen Sie dann an, dich auf eine bestimmte Seite zu bringen. „Hey, psst, guck mal da is was zu „DD“, guck mal hier, und so weiter! Google bedient also beide Seiten.

Und jetzt komm ich!

Ich war mit meinem Blogartikel Mein Jahresrückblick 2014 in der besagten Suche vertreten und eigentlich wollte ich gar nicht auf den Basar. Wisst ihr, warum der Begriff in dem Jahresrückblick 2014 vorkommt, weil ich an jedem Jahresende die Keywords mit denen meine Seite gefunden wird, aufliste. Und dort kam der Begriff vor, denn er wurde vorher schonmal ungerechterweise gefunden, weil ich in irgendeinem Artikel mal Denise und Duck in einem Artikel benutzt habe und Google sich gedacht hat: „Naja, passt ja, nehmen wir.“

Und mit derselben Argumentation hat Google nicht nur diesen Artikel genommen von mir und unter diesem tollen Suchwort gespeichert, sondern auch noch eine ganz andere Seite. Denn eigentlich ist der Hauptanlaufpunkt meine zweite Seite von DerCOMICer. Die zweite Seite listet auch nur alle bis jetzt vorhandenen Artikel auf, darunter auch den Jahresrückblick. Und weil da ja schon das Wort Denise Duck drin vorkommt, können wir doch diese zweite Seite für das Keyword erscheinen lassen.

Wisst ihr was ich davon halte.

<dfvasgaegaqwfgaeghewfgabaegfvafgvasbvgwsawsfvasdSCHEISS

„Liebes Google-Team,

ich habe sehr nette aufbereitete Inhalte. Ich bin zum Beispiel sehr stolz auf meinen Dagobert-Duck-Biografie-Artikel oder meinen GEEK-Artikel, aber die findest du nicht, weil du wahrscheinlich beim Basar überfordert bist. Aber nur weil ich mal die Wortkombination „Denise Duck nackt“ in einem Artikel erwähnt habe und der Rest zu diesem Thema meistens dummer Klumpatsch musst du mich nicht mit aufführen.

Das wäre ja so als würde ich in einem Industriegebiet nach einem Automechaniker suchen und als ausreichendes Kriterium würde schon reichen, dass jemand das Wort „Auto“ in den Mund nimmt, auch wenn derjenige sogar sagt „Ich hab von Autos keine Ahnung“. Und das kann ja wirklich nicht ein Qualitätskriterium sein. Wenn du also dich schon als Basarverkäufer auf meinem Blog tummelst, dann schau dir auch die interessanten Sachen an, liebes Google ;)“

Und wer wissen will, wer diese Denise Duck eigentlich ist, muss sich mit diesem Blödsinn zufrieden geben: