Denise Duck nackt – Google, Ich habe es satt!

Das leicht veränderte Cover der ersten Ausgabe von "Rote Ohren"
Na, das sieht ja nicht aus wie Denise Duck nackt, isses auch nicht!

Heute gibt es ausnahmsweise mal ein ganz anderes Thema. Ich habe einen kleinen schmucken Blog mit, vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, „Comic und weiteres“-Themen.  Und jetzt beginnen wir mal mit einer kleinen Lektion in Sachen, wie man im Internet so gefunden wird. Aber natürlich in schön laxer Form.

Kleiner Exkurs in Sachen“ Wie werde ich mit meinem Blog von Google gefunden“

Eine Sache sei direkt gesagt, Google ist wie ein kleines Schulmädchen, dass zum ersten Mal verliebt ist und das Objekt der Begierde nicht preisgeben will. Der sogenannte Google-Algorithmus hat für eine ganze Branche mächtige Wirkung ähnlich der Bundeslade bei den Nazis bei Indiana Jones.

Veröffentlicht man irgendetwas im Netz, sprich eine Seite mit irgendeinem Inhalt, dann wird früher oder später irgendwann mal an die Tür geklopft und ein schnittiger Irländer steht vor der Tür und verlangt mal sich diese Seite anzugucken, als wäre es ein Date. Was dann passiert sind vor allem mechanische Prozesse: die Seite beschnüffeln, abtasten und sich fragen: Was ist das eigentlich für ein Inhalt?

Keywords – die Klischee-Schublade von Google

Mittlerweile hat sich zwar einiges geändert bei dem schnieken Irländer Google, doch um Inhalte zu kategorisieren oder für ein Thema einzuordnen, gibt es immer wieder das tolle Wort „Keywords“. Diese „Schlüsselwörter“ sind im Endeffekt die Schubladen, in die Google ein Inhalt reinsteckt. Bleiben wir bei dem Irländer und seinem Date. Sie hat schwarze Haare, einen Nasenring und einen Totenkopf und schließlich öffnen wir als Menschen die Klischeeschublade und dann wird die Frau als „Gothictante / Emo“ gespeichert. Jaja, über die Sinnhaftigkeit von Klischees habe ich ja schonmal gesprochen.

Aber wie schon im realen Leben hat auch manchmal so Probleme mit seinen Schubladen. Vor allem, wenn man nicht viele Anzeichen hat und daraus direkt mal ein Bild basteln möchte. Kommen wir also endlich zu Denise Duck im Eva-Kostüm.

Was hat es auf sich mit D.D. und meinem Blog?

Ok, irgendwann ist diese Keywordkombinationen aufgetaucht und hat sich in meinen Suchanfragebericht geschlichen. Wie funktioniert dieses Auftauchen? Also letztlich ist Google im World Wide Web als Suchmaschine sowas Ähnliches wie der Buchstabenverkäufer aus der Sesamstraße:

Wenn du nach Google zu etwas suchst, zum Beispiel nach meiner geliebten entblößten Duck, dann geht Google für dich auf den Inhalte-Basar und fragt da rum: „Wer hat da was für mich?“ Und wie auf jedem guten Basar wird da krakeelt: „Ich habe hier die besten Infos zu Denise Duck, ne schöne Profilseite von einem sozialen Netzwerk. Die Olle ist zwar nich nackt, aber das is ne Denise Duck!“

Oder ein anderer ruft: „Ach, wat, hier sind die geilen Infos, sozialen Netzwerken kannse nich trauen, hier nimm meine Setcard von Denise Duck, die is nämlich von Berlin – Tag & Nacht. ne, nackt isse hier auch nicht, aber is halt Denise Duck!“

Tja, dann stellt Google euch eine nette kleine Liste zusammen, bei der Sie sich denkt, supi, hier is ein bisschen was dabei. Und mit dieser Liste fangen Sie dann an, dich auf eine bestimmte Seite zu bringen. „Hey, psst, guck mal da is was zu „DD“, guck mal hier, und so weiter! Google bedient also beide Seiten.

Und jetzt komm ich!

Ich war mit meinem Blogartikel Mein Jahresrückblick 2014 in der besagten Suche vertreten und eigentlich wollte ich gar nicht auf den Basar. Wisst ihr, warum der Begriff in dem Jahresrückblick 2014 vorkommt, weil ich an jedem Jahresende die Keywords mit denen meine Seite gefunden wird, aufliste. Und dort kam der Begriff vor, denn er wurde vorher schonmal ungerechterweise gefunden, weil ich in irgendeinem Artikel mal Denise und Duck in einem Artikel benutzt habe und Google sich gedacht hat: „Naja, passt ja, nehmen wir.“

Und mit derselben Argumentation hat Google nicht nur diesen Artikel genommen von mir und unter diesem tollen Suchwort gespeichert, sondern auch noch eine ganz andere Seite. Denn eigentlich ist der Hauptanlaufpunkt meine zweite Seite von DerCOMICer. Die zweite Seite listet auch nur alle bis jetzt vorhandenen Artikel auf, darunter auch den Jahresrückblick. Und weil da ja schon das Wort Denise Duck drin vorkommt, können wir doch diese zweite Seite für das Keyword erscheinen lassen.

Wisst ihr was ich davon halte.

<dfvasgaegaqwfgaeghewfgabaegfvafgvasbvgwsawsfvasdSCHEISS

„Liebes Google-Team,

ich habe sehr nette aufbereitete Inhalte. Ich bin zum Beispiel sehr stolz auf meinen Dagobert-Duck-Biografie-Artikel oder meinen GEEK-Artikel, aber die findest du nicht, weil du wahrscheinlich beim Basar überfordert bist. Aber nur weil ich mal die Wortkombination „Denise Duck nackt“ in einem Artikel erwähnt habe und der Rest zu diesem Thema meistens dummer Klumpatsch musst du mich nicht mit aufführen.

Das wäre ja so als würde ich in einem Industriegebiet nach einem Automechaniker suchen und als ausreichendes Kriterium würde schon reichen, dass jemand das Wort „Auto“ in den Mund nimmt, auch wenn derjenige sogar sagt „Ich hab von Autos keine Ahnung“. Und das kann ja wirklich nicht ein Qualitätskriterium sein. Wenn du also dich schon als Basarverkäufer auf meinem Blog tummelst, dann schau dir auch die interessanten Sachen an, liebes Google ;)“

Und wer wissen will, wer diese Denise Duck eigentlich ist, muss sich mit diesem Blödsinn zufrieden geben: