Archiv der Kategorie: Mangas

Heimliche Blicke Reihe – Guter Romance Manga durchs Schlüsselloch

Sie schaut aufgegeilt durchs Loch und leckt sich die Lippen. Und der nebenan? Der holt sich einen runter!? Das sind Zustände, aber  viel Komplexere als man denkt. Das ist „Heimliche Blicke“.

Lange angekündigt und jetzt endlich kommen wir zu der lang ersehnten Empfehlung zu „Heimliche Blicke“.  Da ich euch umfassend die Reihe näherbringen will, bespreche ich dalle Bände etwas ausführlicher. Das heißt jede Woche gibt es eine neue Video-Rezension eines Bandes von „Heimliche Blicke“ mit einem kleinen Text. Innerhalb dieses Artikels kommen jede Woche die neuen Videos hinzu. Ich gebe euch auf Facebook/ Twitter / Google Plus Bescheid.

Absolute Spoilerwarnung: Ich werde für die ausführliche Bewertung der Bände massiv spoilern, es sind schon viele Nacherzählungen dabei.

Heimliche Blicke 1: Tatsuhiko, Emiru und schauen durch ihre Löcher

Willkommen in der Kunstschule in Tokyo und ja, wenn wir es zugeben müssten, dann hat Tatsuhiko ein typisch männlich erdachtes Schicksal  vor sich. Irgendwie schmeissen sich die Frauen immer ihm zu Füßen, aber nicht zuviel Ausblick in die Zukunft. Tatsuhiko säuft mit seinem Freund Yone-Yama ordentlich einen über den Durst. Der Freund hat ordentlich ins Glas geschaut und murmelt sich schlafend weg.  Da fällt Tatsuhiko ein Loch in seiner Wand auf. Und als er durch das Loch späht, sieht er wie eine Frau ihre Katze füttert. Ihren Lachs buttert. Die Pflaumen pflückt. Ja, sie masturbiert.

Die junge Frau ist Emiru. Tatsuhiko denkt sich: „WASSSS?!“ und geht der Sache natürlich auf den Grund. Er klingelt bei ihr und sie guckt vorsichtig durch die Tür, schliesst sie aber schnell wieder. Tatsuhiko hat aber den Fuß in der Tür und stolpert dabei nach vorne auf Emiru. Diese macht nicht Anstalten nach Hilfe zu brüllen, sondern fotografiert Tatsuhiko, wie er auf ihr liegt.

Und damit beginnt die Spirale der Verwicklungen, denn Emiru nutzt das Foto als Erpressung, um zukünftige Freundinnen oder Frauen allgemein abzuschrecken. Im Laufe des ersten Bandes kommt Tatsuhiko mit Yuri zusammen und in diesem Dreieck wird es die nächsten Bände sehr spannend rund um Tatsuhiko, Emiru und Yuri.

Bewertung: 10 / 10

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Heimliche Blicke 2: Große Möpse und kleine Eskapaden

Im zweiten Band von Heimliche Blicke herrscht bei Tatsuhiko reges Treiben bezüglich Frauen. Natürlich hat Tatsuhiko mit der guten Yuri noch seinen Spaß, aber auch seine Kunstlehrerin Honnami macht vor Tatsuhiko nicht halt. Zusätzlich ist auch eine Mitarbeiterin in dem Supermarktgeschäft, in dem Tatsuhiko arbeitet scharf auf ihn. Leider nimmt das Ganze keinen rühmlichen Ausgang. Aber mehr erfahrt ihr natürlich in meinem Video. Viel Spaß!

Bewertung: 7 / 10

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Heimliche Blicke 3: Feuchtes Treiben!

Eigentlich ist Tatsuhiko mit Yuri zusammen, der großbusigen Dame, jedoch besucht in Band 3 bekommt er Besuch von seiner richtigen Freundin. Ob das gut ausgehen kann?

Bewertung: 8 / 10

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Heimliche Blicke 4: SCHULDIG ALSO SEX

Tatsuhiko hat in Band 4 von Heimliche Blicke mal ordentlich Mist gebaut. Und muss dafür bestraft werden. Emiru hat auch eine einfache und bei ihr naheliegende Idee: Sex. Na, dann Prost in Band 4 von Heimliche Blicke.

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Heimliche Blicke 5: Yuri du SCHL***E

Dieses Mal werden auch schmutzige Dinge durch ein Schlüsselloch beobachtet, doch dieses Mal bespannen sich nicht Emiru und Tatsuhiko gegenseitg, sondern….Mehr dazu in Band 5 von Heimliche Blicke.

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Nackt Ausziehen als Job-Doping – Ein irrer Flitzer Manga Rezension

Ob das Stephen King auch so gemacht hat?

Ein angehender Schriftsteller stellt sich vor das Podium des Literaturnobelpreises und… zieht sein T-Shirt und dann auch noch seine Hosen aus. Schließlich auch noch die Unterhose und lässt sein Schwingi-Dingi vor den Augen der Jury kreisen. Die machen große Augen und…

verleihen ihm den Nobelpreis für Literatur!
Und diese Denkweise hat auch ein „Irrer Flitzer“!

Das Cover von ein irrer Flitzer
Das Cover von ein irrer Flitzer

Also Ausziehen für den Erfolg?

Typisch Manga eine abgefahrene Grundsituation: Ein erfolgloser Autor (ich habe jetzt wie bekloppt den Namen gesucht, aber nada) hadert mit seinem Schicksal als Autor und würde gerne so gut sein wie die Starautorin Shoko Kai. An einem Abend wird unser namenloser Autor aber von einem Mann im Adam-Kostüm überrascht und bekommt von ihm die charmanteste Charaktervorstellung ins Ohr gebrüllt, die man je gehört hat: „Ich bin ein Idiot!“

Der irre Flitzer stellt sich als Idiot vor
Der irre Flitzer stellt sich als Idiot vor

Schliesslich säuft man viel und der nackte wacht auch noch mit in der Wohnung des Autoren auf. Dort liest er ein paar Geschichten und gibt ihm den motivierenden Ratschlag: „Auch du kannst ein Starautor werden!“

Und so versucht er es mit Hilfe eines nackten irren Flitzers.

Mit der Macht von Urintaro – Nakedei-Gags und trotzdem schüchtern

Tja, eigentlich schön simpel und Banane das Ganze. Schüchterner mit Misserfolgen geschlagener Autor versucht mit Hilfe eines FKK-Anhängers an die Starautorin Shoko Kai ranzukommen, um ihr seine Geschichten zu präsentieren. Eigentlich ist es wie damals bei meinem hochverehrten Lieblingsmanga „Bakuman„. Erfolgloser will Erfolg, in dem Fall nur mit ungewöhnlichen Mitteln.

Und hier liegt der Spaß. Eigentlich wäre es eine ganz simple Aufstiegsgeschichte, aber der wirklich „irre“ Typ peppt das mit seinen ungewöhnlichen Mitteln etwas auf. So fallen zwischen durch natürlich auch ein paar lustige Witze ab. mal flach, wie in dem Fall das der Nackte versucht mit seinem Penis zu sprechen, den er nur liebevoll Urintaro nennt. Aber ansonsten immer interessante Situationskomik, die natürlich immer etwas japanisch überzogen ist.

Der erfolglose Autor bedrängt Shoko Kai, die Erfolgsautorin
Der erfolglose Autor bedrängt Shoko Kai, die Erfolgsautorin

Ich will der Allerbeste sein, wie keiner vor mir war…NACKEDEI!

Man kommt nicht umher ein paar typische japanische Sachen zu entdecken: der erfolglose Introvertierte, der übertriebene Mentor-Narr in nackt und eine weit entfernte Meisterin, die unerreichbar ist.  Irgendwoher kennt man die Charaktere schon. An manchen Stellen wirkt es dann halt auch etwas zu übertrieben. Zum Beispiel weiß man nicht so recht, warum es unser Autor nicht schafft den nackten Mann aus seiner Wohnung zu vertreiben. Oder fängt hier etwa die typisch japanische Höflichkeit an? In Deutschland hätte man auf jedenfall schon 15-mal die Polizei gerufen und seinen Schäferhund auf den FKK-ler gehetzt 😉

Auch ist Shoko-Kai sehr arrogant weltfremd, aber das kennt man ja schon aus anderen Mangas. Mich interessiert vor allem, warum der irre Flitzer dauernd sein Gemächt in den kühlen Wind hält. Wie ist er so geworden und damit meine ich nicht den Prozess des Ausziehens.

Der irre Flitzer und der erfolglose Autor trinken eine Runde zusammen
Der irre Flitzer und der erfolglose Autor trinken eine Runde zusammen

Nackt auf den Strich gelinst… Wie sind die Zeichnungen?

Vom Grundton her ist alles etwas realistischer bei den Zeichnungen gehalten. Doch ist häufig die Mimik und Gestik übertrieben und unterstreicht die Gefühle der einzelnen Menschen . Hier und da finde ich es etwas übertrieben, wieviel Pathos manchmal in die einzelnen Äußerungen gelegt wird, aber da benutze ich gerne mal meine allseits beliebte Floskel: typisch.

Und jetzt…soll ich mich hier entkleiden für den Erfolg?

Für den Manga „Irrer Flitzer“ spricht seine schön innovativen Zutaten mit dem nackten Rumläufer und ein paar interessanten Gegebenheiten dadurch. Dagegen spricht eine relativ bekannte Art von Geschichte vom Aufstieg eines Losers und den damit verbundenen Charakteren. Ebenso das Übertreiben der Gefühle ist zuweilen etwas gewöhnungsbedürftig. Also wer auf typische Mangas mit einem Schuß Innovation steht, dem sei dieser manga zu empfehlen.

Bewertung: 7 / 10

Link zum Manga auf Amazon: Ein irrer Flitzer 01

Tötet euren Klassenlehrer-Alien! Assassination Classroom Manga Rezension

 

 

Dieser verdammte Klassenlehrer grinst sich einen ab, während ich mich mit meinem versteckten Dolch ihm nähere. Ich lächle zurück und ramme ihm den Dolch hinterrücks in seine untere Hälfte. Doch der grinsende Klassenchef bewegt sich so schnell, dass er stattdessen mich mit einen seiner Riesententakel packt und meint: „ihr müsst schneller sein, um mich zu töten!“

Assassination Classroom Cover
Assassination Classroom Cover

Absurdistan in Storyform

Ich mag es krank. Nicht grippekrank oder depressionskkrank, nein verrückt-krank und da setzt der Manga „Assassination Classroom“ noch einen drauf. Ein Alien hat den Mond zu Dreivierteln gesprengt und kommt jetzt auf die Erde um mit der dasselbe zu tun. Jedoch macht das dieser Alien nicht sofort, sondern er will ein Jahr verstreichen lassen. Und er in der Zeit will dieser massenvernichtende Alien etwas ganz Naheliegendes: Er will Klassenlehrer einer minderbegabten Schulklasse sein. Diesen bietet er die Möglichkeit ihn zu töten, wenn SIe es in einem Jahr schaffen. Die Regierung toleriert dieses Experiment, da sie das Monster nicht klein bekommen haben.

Lest euch den vorigen Abspann mal durch, könnt ihr das durchlesen ohne zwischendurch zu denken „Was ist das für ein Mist?!“ So erzählt stimmt das auf jeden Fall, aber gezeichnet hat das ganz eine andere Wirkung.

Der Alien-Klassenlehrer Korosensei in Assassination Classroom
Der Alien-Klassenlehrer Korosensei in Assassination Classroom

Dynamisch auf LSD

Das Tentakel-Alien ist vom Kopf her ein dauergrinsender Smiley und macht einem in manchen Situation schon echt Angst. Der Zeichenstil ist sehr dynamisch, vor allem eignet er sich für dynamische Zeichnungen, die häufiger vorkommen wegen der sprunghaften Attacken auf den ausserirdischen Klassenlehrer. Trotz dessen dass der Manga aus dem Bereich Comedy ist, gibt es bis auf das überdrehte Smileygesicht weniger kindlich verzerrte Gesichter. Dafür beherrscht der Alien ein hohes Maß an überdrehten Gesichtsausdrücken.

Und wer sonst noch? Gibt es noch was Interessanteres als einen ausserirdischen Massenmörder-Klassenlehrer?

Natürlich gibt es noch die Gegenspieler zu dem übermächtigen Klassenlehrer, aber ganz ehrlich: ich werde nicht ganz warm mit den Charakteren. Da gibt es den Loser, der zu lahm ist den Klassenlehrer zu töten, dann gibt es den Expertenkiller, der es immer wieder glücklos probiert oder die dumme Giftmischerin, die es nun mal gar nicht gebacken kriegt. Die einzelnen Figuren sind mir zu lahm oder zu platt, wenn, finde ich, reizt mich am meisten der Klassenlehrer, der zwar die Erde zerstören will aber gleichzeitig den Drang hat den Kindern was beizubringen.

Karma Kun versucht Korosensei im Fallen zu erschießen
Karma Kun versucht Korosensei im Fallen zu erschießen

Darf ich sie jetzt töten, Herr Lehrer?

Als Bewertungsgrundlage ist mir immer die treibende Frage wichtig, aber in diesem Fall hat das Ganze drumherum mich nicht dazu animiert weiterzulesen.  Man könnte sich fragen, ob es die Kinder es schaffen, den Alien von der Weltzerstörung aufzuhalten oder warum der Ausserirdische eine Klasse unterrichten möchte. Leider schafft es der Manga nicht mich zu einem weiteren Kauf der Fortsetzung zu animieren. Wer aber überdrehte Manga-Action mit einer kleinen Prise Humor möchte, der kann sich diesen Band bedenkenlos zulegen. Trotz der genannten Schwäche.

Bewertung: 4 / 10

Link zum Artikel:Assassination Classroom, Band 1

 

Wieeee süüüüßßßßß – Warum die kleine Katze dich verzaubern wird

Da die Videorezension Synchronisierungsprobleme hat, muss ich die leider nochmals nachreichen. Sonst kann man sich das ja nicht antun 😉 Es folgt eine Meldung wenn ich die Videorezension neu hochgeladen habe.

Ein tapsiges Geräusch kommt hinter dem Sofa hervor. Ein kleines felliges Gesicht schaut mich mit großen Augen an und miaunzt vor sich hin. Es klingt wie: „Chi will nach Hause.“

Die kleine Katze zieht euch in ihren Bann
Die kleine Katze zieht euch in ihren Bann

Katja Burkhards Qualitätsurteil: Züß!

Chi ist eine kleine Katze, die bei einem Spaziergang mit seiner Katzenfamilie sich verläuft. Eine Familie findet ihn und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Und ab da erlebt immer kleine Geschichten rund ums Katzendasein. Von „Wo pinkel ich richtig hin?“ bis zu „Wie verstecke ich mich am besten vor den Nachbar?“ werden sogar wichtige Tipps mitgegeben.

Die kleine Katze findet ein Spielzeug und ist faszinierend
Die kleine Katze findet ein Spielzeug und ist faszinierend

Maiu-send Flausen und ein hypnotisches kleines Fellbällchen

Schon vom Cover grinst Chi einen lieb an. Erinnert dabei aber manchmal auch an die Hypno-Kröte aus Futurama. Und wirklich, Chi verzaubert einen. Tapsig schleicht er durch die Wohnung seiner Familie und findet immer wieder neue Sachen. Hat manchmal Gewissensbisse, wenn er was Schlechtes gemacht hat und freut sich über kleine Sachen. Natürlich ist das ein Manga für Kinder. Wenn Chi oder die Menschen in dem Manga etwas fühlen, dann wird das explizit übertrieben dargestellt. Lange cartoonhafte Fratzen und große Augen sind an der Tagesordnung, aber das passt wie Arsch auf Eimer.

Ein neuer Garfield oder gar Simon´s Cat?

Weder noch, die richtig lautende Antwort. Chi tut nämlich nicht schlau katzenhaft, sondern ist eine neugierige kleine Katze, die gerne mal Mist baut, ohne vielleicht Bescheid zu wissen. Und das macht die kleine Katze sehr sympathisch. Natürlich ist sie manchmal typisch japanisch übertrieben, aber das ist vorrangig ein Manga für Kinder und ich finde die hilfreichen Themen/Kapitel sind interessant und erkenntnisbringend.

Der Manga fürs richtige Publikum, das kleine Tierchen für die kleine Kinder. Daumen hoch!

Bewertung: 10 / 10 für Kinder

 Positiv:
– super schöner Mange für Kinder und die, die es geblieben sind

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„Huch, vorher kommen die nackten Männer? – In these words – Mangarezension

 

Cover des Mangas "In these words"
Cover des Mangas „In these words“

Diese Rezension erzählt wie dumm ich bin. Ja, manchmal muss man sich das einfach eingestehen.

Lesen ohne großartige Erwartung von "In these words"
Lesen ohne großartige Erwartung von „In these words“

Einen kleinen Comic-Einkauf mit mir

Da stehe ich also in einer meiner Lieblingsbuchhandlungen und schaue mal locker über die Manga-Abteilung. Dragon Ball, BTOOMM usw. kennen wir ja alles. Und dieser eine Manga in der vorderen Abteilung bei dem ein Kerl einen Totenschädel in die leeren Augenhöhlen blickt. Cool, das ist bestimmt ein verrückter Manga mit Shakesspeare-Ansatz oder noch geiler: Zombies. Im besten Fall bedient es vielleicht einer Kerl, der im Mittelalter gestrandet ist und jetzt auch diesen unsäglichen eisernen Thron besteigen will.

Aber in dem Manga besteigen die Menschen was ganz anderes.

Und dann die große Überraschung bei "In these words"
Und dann die große Überraschung bei „In these words“

Leseerlebnis mit Aha-Effekt

Und es ist wirklich ein reines Leseerlebnis. Zuerst wird man in einen Roman geworfen, in dem keine Bilder vorkommen und ich wurde an eine Sache erinnert, die mir vor langer Zeit passiert ist. Da hatte ich nämlich von Death Note, einer überragenden Anime/Mangaserie, einen Zusatztitel gekauft. Leider war das Ding zugeschweißt und ich kaufte es mir ohne näher anzuschauen. Zuhause gab es dann das blanke Entsetzen, denn es gab keine Bilder. Es war ein Roman im Mangaformat. Mich holte dieses Gefühl wieder ein, ich blätterte durch aber ich sah, dass zum Glück irgendwann Bilder kamen.

Ich überflog schnell den Romanteil ohne mich wirklich reinzu-investieren und dann landete ich mitten im Geschehen. Auch als ich die ersten Seiten des Comicteils schnell durchblätterte, fiel mir lustigerweise nichts auf, obwohl es schon zu Anfang direkt explizit bestimmte Sachen zu sah.

Aber als ich dann mal intensiver mich in die Story reinlas, fiel mir zuallererst auf, dass es keine Frauen in dem Roman gab. Befremdlich für einen Mangakäufer, in dem schonmal Frauen vorkommen (manchmal sogar bekleidet ;)) Wir lernen den Psychiater Katsuya kennen, der von wilden Träumen verfolgt wird und von der Polizei gebeten wird, einen Serienmörder zu analysieren.

Und dann der Schock: Wo steckt da der Daumen?

Ich blättere also schön locker weiter, und dann kommt auch schon der zweite Traum von Katsuya.  Er liegt mit Bauch über den Stuhl gelehnt und hinter ihm ist ein Bedroher. (besser: Angreifer) Irgendetwas wird im Hintergrund wird gehämmert und schließlich bewegt sich der Geiselnehmer hinter Katsuya, zieht ihm die Hosen runter und zieht die Hand nach hinten und rammt mit dem Daumen voran direkt in den….

Blumen…..lalalalala…….süße Hunde……..lalala

Also ihr ahnt wo das endet oder der Daumen (muahaha) und dann habe ich den Manga auf den Rücken gedreht und folgendes Etikett prangt auf der Rückseite:

Etikett "Boys Love" auf Rückseite von "In these words"
Etikett „Boys Love“ auf Rückseite von „In these words“

So und ja, original, ich habe es zuerst dann bemerkt. Schliesslich gibt es dann noch ein paar explizite Szenen und man benutzt nicht nur Daumen, man kann auch ganz andere Sachen wo reinstecken.

Boys Love Manga – in these words

Ich komme eigentlich mit schwulen Comics / Mangas gut klar, aber bis jetzt lese ich größtenteils Ralf König, wo es die Knollennasen bunt miteinander treiben. Das ist aber in bunter Cartoon-Optik, der Manga „In these words“ ist aber in trister Schwarz-Weiß Optik mit größtem Verzicht auf cartoonhafte Emotionen, da ist das nochmal eine ganz andere Hausnummer.  Ich muss sagen erstmal gewöhnungsbedürftig, aber ich finds nicht schlimm. Ich musste nicht es weglegen. Bevor ich ein Comic/Manga wegschmeisse, da muss schon einiges passieren. Und selbst erotische Comics (LINK) schmeisse ich mal weg.

Ausschnitt aus "in these words"
Ausschnitt aus „in these words“

Geschichte geht über Firlefanz

Und jetzt mal ganz ehrlich die Gegenüberstellung von Katsuya und Keiji Shinohara, dem gefassten Serienmörder und deren Dominanz/devot-Verhalten ist sehr interessant. Der Serienmörder versucht Spielchen mit Katsuya zu spielen und Katsuya wehrt sich dagegen, die Lage spitzt sich später noch zu. Und jetzt die Frage, ob ich diesen Manga trotz der falschen Erwartung noch weiter lese: Ja! Denn mir ist eine interessante Geschichte mit guten Charakteren immer noch wichtiger als das Rumgebumse nebenher. Außer es ist ein Sex-Manga, dann solltet es schon passen. Die Charaktere sind so interessant gestaltet, dass, und jetzt kommt mein höchstes Lob, ich mir schon die zweite Ausgabe geholt habe. Trotz meiner anderen Erwartungen.

Farbiges Beispiel aus dem Manga
Farbiges Beispiel aus dem Manga

Negativ an der ersten Ausgabe ist nur dieser abschreckende Romanteil, dessen Sinn ich auch nicht verstanden habe. Das hätte man alles auch in Comicbildern darstellen können. Dafür ziehe ich leider ein bisschen was ab. Scheint in dem üblichen Boys-Love Hühnerbrüstchen-Gequarke eine härtere Geschichte zu sein, aber ich lasse mich gerne von Boys-Love-Leserinnen eines Besseren belehren.

Bewertung: 8 / 10

Positiv: 
– interessante Charaktere
– schöne erwachsene Optik

Negativ:
– Irritierender Anfang mit einem Roman

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Riesending! „Attack on Titan“ Manga Band 1 Rezension

Der kolossale Titan greift an! Attack on titan Band 1
Der kolossale Titan greift an! Attack on titan Band 1

 

Es knirscht. Eine Mauer. Hinter ihr rumort es. Viele Menschen schauen gebannt zur Mauer. Und dahinter klopft eine sehr große Geschichte an.

Am Gratis-Comic-Tag bin ich schon mit diesem Riesen in Berührung gekommen und das Interessante ist, man wird immer wieder darauf gestoßen. Ob es nun bei GameOne die Vögel sind, die in einem ihrer Almost Dailys die Serie erwähnt hat (natürlich den Anime) oder andere. So ist mir dieses Thema schon länger aufgefallen und auch der Tagesspiegel hat auch schon über den Hype gesprochen. Zeit also die Menschenfresser näher kennenzulernen.

Eren Jäger – Im Bann der Titanen

Die Menschheit hat sich hinter mehreren Mauern verbarrikadiert, um vor den übergroßen Titanen sich zu verstecken. Es werden Erkundungstrupps nach draussen gesendet, des Weiteren gibt es verschiedene weitere Trupps, die sich um die Verteidigung der Mauer kümmern usw. Eren Jäger will im ersten Band zum Erkundungstrupp dazustoßen. Normalerweise waren die Titanen bis dato maximal 3 Meter hoch, doch eines Tages taucht eine neue Sorte auf, ein sogenannter kolossaler Titan, der 50 Meter hoch ist. Bei Auftauchen dieses Titans kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem sich Eren Jäger schwört, alle Titanen vom Angesicht des Erdbodens zu tilgen. (tilgen – wie altbacken klingt das denn?)

Eren, Jäger der Titanen trifft wieder auf den kolossalen Titanen
Eren, Jäger der Titanen trifft wieder auf den kolossalen Titanen

Seine Schwester Mikasa schwört ihren Bruder zu schützen und bald beginnt der Kampf Titan gegen Mensch. Und der kolossale Titan macht seinen nächsten Auftritt. Es finden sich viele verschiedene Charaktere wieder, aber Eren Jägers Zorn und Rache treibt die Handlung erstmal voran.  Neben Jägers ausgeprägtem Willen der Vernichtung, gibt es noch ein paar feigere Charaktere, die nicht unbedingt zum Erkundungstrupp wollten.

Die Frage aller Fragen: Was steckt dahinter?

Im Laufe des ersten Bandes, später verstärkt im zweiten Band, werden erste Hintergründe zu den Titanen, aber auch zu den einzelnen Personen nähergebracht. Auch unter den Menschen gibt es einige Probleme und Streitereien, Hauptpunkt sind aber die Überlebenskämpfe der Menschen gegen die Titanen. Je weiter man liest, desto mehr macht man sich Sorgen um die vermauerte Stadt der Menschen und fragt sich, was die Titanen überhaupt antreibt.

Erwachsene Zeichensprache auf den Strich genau

Die Zeichnungen sehen sehr realistisch aus für Mangaverhältnisse, trotz krasser Emotionen fängt der Manga nie an drollige Gesichter zu präsentieren, sondern bleibt im Rahmen dieses erwachsenen Zeichenstils. In Actionszenen werden sehr viele dynamische Striche eingesetzt, die die Aktionen noch dynamischer aussehen lassen.  Die Titanen werden auch sehr monströs und riesenhaft in Szene gesetzt, so dass man schon beim Anschauen ein Gefühl der Ohnmächtigkeit bekommt. Vor allem der kolossale Titan lässt einen sehr schlucken.

Eren redet sich in "Attack on Titan" in Rage
Eren redet sich in „Attack on Titan“ in Rage

Drama, Titan, more Drama!

Die Serie fesselt einen. Die bange Frage, ob diese kleinen Menschen gegen diese Kolosse ankommt, ist ein anderes Gefühl als das, was man beim Videospiel „Shadow of the Colossus“ suggeriert bekommt. Dort tut die Tötung solcher schöner Riesen einem richtig weh, aber in „attack on titan“ will man diese widerlichen Drecksmonster einfach nur tot sehen, damit es endlich mal wieder Ruhe gibt. Der Hype um die Serie ist im Moment so stark, dass ich einer befreundeten Buchhandlung den Tipp gegeben habe, auch die englischen Ausgaben zu präsentieren, die auch ratz-fatz weg sind.

Die riesenhafte Ausgabe sollte man kaufen

Attack on titan gefällt mir. Ganz einfach gesagt. Eine Geschichte, der ich gerne folge,  erwachsene realistische Zeichnungen, ein Charakter und ein einfaches Ziel. Mehr brauchste nicht, mehr hat Attack on titan nicht und das ist gut so. Kaufen!

Bewertung: 10 / 10

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Blogparade: Ach du neunte Kunst – Oder wie ich lernte Comics zu lieben

„… und als die Ente sich eine Maske überstreifte, seinen Onkel Dagobert vergaß und auch die Neffen fortschickte, da wurde ich leider erwachsen…“

Jetzt wage ich mich mal an ein neues Experiment. Das Experiment lautet Blogparade. Was ist eine Blogparade? Bei Blogparaden startet ein Artikel zu einem Thema und der Artikelschreiber kann weitere Leute animieren, ebenfalls zu dem Thema etwas zu schreiben.

In dem Start-Artikel werden dann die weiteren Artikel anderer Blogs aufgeführt. Worum soll es in meiner Blog-Parade gehen? Natürlich mein Thema sind Comics und wie man selbst den Weg zu der Leidenschaft Comics gefunden hat. Ihr könnt also bei der Blogparade mitmachen, wenn

  • ihr Lust habt einen Artikel zum Thema „Mein Weg zur Leidenschaft Comics / Graphic Novel / Manga und was mich an Comics fasziniert“
  • ihr auf diesen Artikel zurückverlinkt und ich auf euren Artikel mit einer kleinen Beschreibung verlinken darf.

Natürlich freue ich mich auch über Comicfans, die die Blogparade weiter teilen, so können Comicblogger sich viel besser vernetzen und lernen und gegenseitig auch besser kennen. Und hier folgt die Liste an Bogs, die über ihren Weg zu den Comics berichten:

1. Der Eckendenker-Artikel
Den ersten Artikel, der sich um die Geschichte seiner Comic-Leidenschaft meldet, schreibt der Eckendenker. In seinem Beitrag dreht es sich um eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen bezüglich des Comic-und Mangabereiches. Dabei spielen seine Ex-Freundin und Ebay eine kleine Rolle. Zusätzlich erzählt er auch noch über sein Interesse an Animes. Von mir bekommt er den Preis für den schnellsten Artikel, denn nur eine Stunde nach meiner Anfrage, war der Artikel da. 20-Finger-System?! Viel Spaß!

2. Der Comic-Community-Artikel von Steffen Liebschner
Steffen bringt uns den zweiten Artikel. Er erzählt uns den Weg, wie er Steinchen für Steinchen von den DDR-Digedags seinen Comic-Weg zu Green Lantern machte und wie daraus sogar ein Fan-Drehbuch für den Grünen Strahlemann dabei rum kam. Auch dir ein herzliches Dankeschön 🙂

Und hier folgt mein Beitrag zu „Mein Weg zu den Comics und warum  sie mich so faszinieren“:

Ach du neunte Kunst – oder wie ich lernte Comics zu lieben

Basti liest Comics in den Neunzigern
Ich lese Comics. Eine typische Pose meiner Jugend, versunken in einen Comic. In dem Fall Silver Surfer von Marvel.

Wie alle Geschichten fing auch diese ganz früh an. Als Kind mochte ich vor allem Geräusche. Immer wenn ich irgendetwas gemacht habe, habe ich das virtuos mit einem Geräusch unterlegt: ZAWASCHH! PSCHIUUUUUU! Und am liebsten habe ich mir immer vorgestellt, wie radioaktive Strahlen aus meinen Händen kommen. Lange vor dem Erkennen was Radioaktivität eigentlich für ein negativer Mist ist.

Aber jetzt direkt auf Superhelden zu kommen, wäre zu einfach. Denn dann hätte ich euch den klassischen Weg nicht genug geschildert, den andere auch durchgemacht haben. Und warum ich bei diesem Weg geblieben bin. Die ersten Comics, die mir unter die Nase kamen, waren natürlich nur Beilagen zu großartigen Gimmicks. Urzeitkrebse! (Bei denen das Futter eine Woche später kam) Um die Ecke-Gucker! Kaleidoskope! Wahnsinn, all das ganze Zeug, wofür die Kinder von heute Apps haben. Aber wir mussten damals mit Leim und Pappe klarkommen. (Jetzt klinge ich das erste Mal wie meine Eltern :0) Und dabei geholfen hat immer ein bisschen die Fantasie. ZOINK! WADUSCH!

Aber irgendwann wurden die kleinen Geschichten in dem Heft immer interessanter Erst das Känguru mit dem ewig gleichen Muster und dann die Ente im Matrosenanzug. Micky Maus war für mich von den Geschichten immer eher wie Superman, einfach zu perfekt und für alles immer eine Lösung.

Donald in einer typischen schnatternden Pose mit seinem Onkel Dagobert
Donald in einer typischen schnatternden Pose mit seinem Onkel Dagobert

Donald Duck ist jähzornig und hat dauernd Pech. Also eine Ente wie du und ich. Und noch interessanter war dessen Onkel, (weil es gibt ja nur Onkel und Tanten in Entenhausen) der in seiner grenzenlosen Gier Donald immer ausnutzt. Schließlich gab es im Micky Maus Heft neben den eher lockeren lustigen Geschichten, auch immer ernstere Abenteuergeschichten, zumeist mit Dagobert, die einen scönen Reflex in mir ausgelöst haben: Der Frage, wie es nächste Woche weitergeht. Die beste Geschichte für mich, kam auch von meinem Lieblings-Entenzeichner, nämlich Don Rosa. Dagobert duelliert sich in einem Wettlauf um einen Inkaschatz, der gehoben werden möchte. Soviele Details in den Zeichnungen und diese Abenteuer. Wenn nicht Donald irgendwann seinen Fetisch für Spandexunterwäsche gefunden hätte, wäre ich wahrscheinlich weiter an den Abenteuern hängen geblieben.

Spirou und Fantasio auf dem Weg durch Australien. Natürlich auf der Suche nach Graf Rummelsdorf.
Spirou und Fantasio auf dem Weg durch Australien. Natürlich auf der Suche nach Graf Rummelsdorf.

Diese Abenteuerlust habe ich kurzzeitig ausgelebt. Tjaha, wilde Zeiten mit Action und Trara, das konnte es nur in einer katholischen Bücherei geben. Die alten Damen kamen mir gleichzeitig schrecklich vor, die hinter dem Tresen auf die Rückgabe der Comic-Alben gewartet haben, und doch hatte ich auch Mitleid. Der dicke Nerd fast jeden Tag aufs Neue vor der Tür um noch mehr Alben zu lesen. Ich entdeckte Spirou und Fantasio, das Marsupilami und Pip, das Einhörnchen gab es hier. Und auch Gaston, sowie Asterix und Obelix. Es gab 5 Reihen mit Büchern und ich habe sie alle gelesen, ich hatte die Zeit, während die ??? mich mit ihren noch einfachen Fällen damals begleiteten. Da war ich der Abenteuerer. Und interessanterweise lag die Offenbarung nicht weit weg, denn in den Regalen schlummerte einer der Werke, die meine Sicht über Comics vollständig  verwandelt hat. Bei dem ich gemerkt habe, was ich eigentlich die ganze Zeit da gemacht habe.

Phantomias kehrt zurück in diesem Premiumband, der endlich mal mehr Futter für mich Phantomiasfreund bedeutet.
Phantomias kehrt zurück in diesem Premiumband, der endlich mal mehr Futter für mich Phantomiasfreund bedeutet.

Aber zuvor kam mir diese Ente dazwischen. Und ihr Freizeitanzug, den es nachts anzieht. Man muss sich das mal vorstellen. Die gleiche Ente, die sonst immer auf den Bürzel fällt, einen lustigen blauen Matrosenanzug trägt, war auf einmal anders. Ernster. Und vor allem hatte diese Ente einen Hightech-Tower mit zahlreichen Sperenzchen und einer künstlichen Intelligenz hinter sich. Ja, Donald war jetzt ein Superheld! Er wurde zu Phantomias. Er kämpfte gegen Außerirdische und einen eifrigen neugierigen Reporter. Wie kann man das den heutigen Kindern / jugendlichen beibringen? Das ist ungefähr wie Hannah Montana, auch bekannt als Miley Cirus, die in ihren Kindertagen höchstens mal an einem Lolli geleckt hat und heute lieber an Werkzeugen sich verausgabt. Nackt. Donald als ernstgemeinter Superheld. Und wie gut, das funktionierte. Es waren Bedrohungen im Spiel und Technik und viel KLAWUSCH! So muss das krachen. Und von einer Ente als dunkler Enterich bis zu einem Millionärswaisen mit Fledermausphobie ist der Weg  auch nicht soweit.

Scott McCloud erklärt in "Comics richtig lesen" die Welt der Neunten Kunst.
Scott McCloud erklärt in „Comics richtig lesen“ die Welt der Neunten Kunst.

Aber vorher pochte immer noch dieses Buch/Comic  in der Bibliothek und griff mit seiner Offenheit meine Sehnerven und mein Gehirn an. Und es war weder ein fiktionaler Comic, noch ein Manga, noch eine Graphic Novel, sondern ein Sachcomic. Ein Comic über COmics. Und ganz ehrlich hatte ich gar keine Ahnung, was ich da Wertvolles gelesen habe. Was es war? „Comics richtig lesen“ von Scott McCloud war ein einfach gezeichneter Comic, der erst im Nachgang seine Magie entfalten hat. Er erklärt warum Comics so einzigartig sind und das in einem Comic – was gibt es Nerdigeres. Ich kann diesen Comic nur jeden ans Herz legen, der immer noch glaubt, dass das alles Kinderkram.  Aber ein Comic, der behauptete Comics seien kein Kinderkram, der hat es erstmal schwierig. Da war es, vor allem in Deutschland einfacher mit einem Themenklopper zu kommen, der jeden erstmal verstummen lässt: der Holocaust.

Die beiden sehr bewegenden Maus-Bände erzählen die Geschichte eines jüdischen Schicksals zur Zeiten des zweiten Weltkriegs.
Die beiden sehr bewegenden Maus-Bände erzählen die Geschichte eines jüdischen Schicksals zur Zeiten des zweiten Weltkriegs.

In der Bibliothek entdeckte ich Maus und ich weiß noch wie ergriffen, ich von dieser Lektüre war. Die Darstellung der nationalsozialistischen Verbrechen verbunden mit einem cartoonhaften Zeichenstil hat mich wochenlang beschäftigt. Ich stand in einem inneren Zwiespalt. Ich kannte die Ansicht der Leute um mich herum, dass Comics Kinderkram sind und gleichzeitig lag der Gegenbeweis in meiner Hand. Anstatt zu kämpfen oder Leute nerdig mit meinen Comics zu missionieren, habe ich es bevorzugt alles für mich zu behalten. Irgendwann hat auch die Maus- Erleuchtung nachgelassen und ich habe mich Männern mit Strumpfhosen zugewidmet.

Eine Batman-Ausgabe aus der Niemandsland-Zeit als Gotham CIty in Schutt und Asche lag.
Eine Batman-Ausgabe aus der Niemandsland-Zeit als Gotham CIty in Schutt und Asche lag.

Und das zu einer Zeit mit einer Sorte von Comics, die auf jedenfall pubertärer Jungskram sind. Und zu dem Zeitpunkt kam auch einer meiner prägendsten Erlebnisse für meine Comic-Laufbahn zustande. Ich ging in die fünfte Klasse und meine ersten Deutschklausuren ließen Fünfen auf mich herabregnen wie saurer Regen. Und schließlich, weil es so brisant war, kam es zur Begegnung meiner Deutschlehrerin mit meinem Vater. Auf diesem Elternsprechtag meinte meine Deutschlehrerin zu den verhauenen Klausuren: „Ich denke ihr Sohn ist so schlecht, weil er Comics liest. Vielleicht gehört er deswegen auch in Behandlung!“ Damals dachte ich: „Oh nein, diese Comics gefährden meinen Platz in der neuen Schule. Heute denke ich: Deutschlehrerin: FUCK OFF! Ich hab noch lange Comics gelesen und das Erlebnis hinter mir gelassen.

Statt diesem Ratschlag meiner Lehrerin hat irgendwann meine Leidenschaft abgenommen. Zentral gebe ich sogar den Superheldencomics ein bisschen die Schuld. Irgendwann sind alle Helden mal wiederauferstanden und schon wieder gestorben. Es gab keine Fallhöhe mehr. Ich wendete mich an sogenannte höhere Literatur. Obwohl das Quatsch war, wie die Graphic Novels es heutzutage immer wieder beweisen. Schließlich wurde meine Leidenschaft wieder erweckt, durch eine Geburt!

Meine Comicsammlung in den 90er. Ein Teil davon. In verpixelter Grafik ;)
Meine Comicsammlung in den 90er. Ein Teil davon. In verpixelter Grafik 😉

 

Ja, denn ich wurde wieder geboren. Das Internet bringt soviele Persönlichkeiten, die Comics lesen zusammen und die miteinander in Kontakt treten. Eine Idee wurde geboren, Comics zu lesen und meine Meinung preiszugeben. Das gibt es zwar schon zu Hauf (denke ich) aber für mich war das etwas völlig Neues. In meiner Schulzeit habe ich verschämt Comics gelesen und keinen damit belästigt. Doch mit der Geburt des COMICers habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt. Ich zeige mich als Comicleser/nerd/fanat und bin stolz drauf. Das war etwas, was ich bis jetzt nie gezeigt hatte.

Ich lese Comics und ich bin einen weiten Weg bis zum DerCOMICer-Blog gegangen. Und ich liebe Comics, denn sie schaffen es als einziges Zeit in räumlichen Dimensionen darzustellen und haben eine Magie, die keine anderes Medium hat. Es ist persönlich und gleichzeitig für alle, es ist Kunst und gleichzeitig Literatur. Es verbindet den Tanz der Bilder mit dem Klang von Worten und das ist der Grund, warum ich Comics liebe und lieben gelernt habe.

"Herr Richelshagen in 24 Stunden sind sie tot!" Ikigami, der Todesbote – die Rezension

Cover von Ikigami

Es ist ein verregneter Sonntagnachmittag. Fast glaubte man, der Winter könnte noch Einzug, doch bleibt es grauer Schauer statt weißer Eispracht. Es schellt. Ein unscheinbarer Mann im Anzug steht vor meiner Tür, schaut mich betrübt an und verkündet: „Herr Richelshagen, hier ist ihr Ikigami. In 24 Stunden sind sie tot.“

Guten Tag, Tod gefällig?

So lässt sich das Grundprinzip des Mangas „Ikigami – der Todesbote“ zusammenfassen. Ein Beamter überbringt einem Menschen zwischen 20 und 25 die Botschaft, dass innerhalb von 24 Stunden sein Tod eintritt. Hintergrund ist die Erlassung eines Gesetzes in Japan, dass zur Einschulung jeder Bürger geimpft wird. Einer dieser Impfdosen enthält aber Nanokapseln, die im Alter von 20 bis 25 Jahre explodieren.

Fujimoto als nachdenklicher Beamter

Hauptperson ist Fujimoto, der zu den Beamten zählt, die die sogenannten Ikigami, die Todesnachrichten, 24 Stunden vor dem Tod vorbeibringen müssen. Er bildet den Rahmen für mehrere Geschichten innerhalb des ersten Bandes, indem die Todeskandidaten mit der Nachricht konfrontiert werden. Fujimoto zweifelt währenddessen immer wieder den Sinn des Gesetzes an. Die Regierung geht davon aus, dass, wenn alle eingeschulten Menschen glauben, sie würden nur maximal 25 Jahre alt werden, würden sie sich von Anfang an produktiv geben. Das, das nicht ganz funktionieren kann, beweist schon der erste Band.

Doppelseite aus Ikigami

Erwachsenes Thema – erwachsener Zeichenstil

Das Thema ist natürlich ein sehr Ernstzunehmendes. Eine düstere Utopie mit brutalen Gesetzen und einem Beamtenapparat dahinter benötigen einen ernsten Zeichenstil. Verniedlichte Gesichter, die ihre Emotionen direkt und übertrieben rüberbringen, wären fehl am Platz. Darum gibt es auch einen relativ realistischen Zeichenstil, der auch gern Schraffierung einsetzt, um wichtige Dinge zu betonen. Einzig allen, das die Charaktere manchmal wie Porzellanpüppchen aussehen, ist der einzige negative Punkt.

Kontroverser Konflikt

Die Regierung in diesem Manga hat ein Rad ab. Menschen zu töten, um sie zur Produktivität zwingen, ist schon wirklich abartig. Die langsamen Zweifel von Fujimoto und die emotionalen Geschichten lassen Neugier auf weitere Bände wecken. DIe Frage ist, ob irgendwann die Themen bei den einzelnen Geschichten ausgeben, ich denke mal das Ikigami keine unendlich lange Reihe wird. Ironischerweise ist also Ikigamis Tod vorausberechnet, bei der letzten Ausgabe nämlich.

Die 24 Stunden sind rum

Ich blicke auf die Uhr. Seit der Nachricht sind 23 Stunden und 59 Minuten vergangen. Ich habe an meinem letzten Tag nochmal alle meine Lieblingsdinge getan und blicke auf ein erfülltes Leben zurück. Ich schließe das Comicheft in meiner Hand und schlafe ein.

Positiv:
– interessante, düstere Zukunftsutopie
– erwachsene passende Zeichnungen
– gute Rahmenhandlung mit emotionalen Geschichten

Negativ:
– Gesichter wirken manchmal wie Porzellanpüppchen

Link zum Produkt: Ikigami, Band 1

Liebe und Comiczeichnen: Rezension über die gesamte Bakuman-Reihe



Ankündigung: [für die Rezension scrollt runter]


Ich suche Schreiber, die in einer Minirezension die letzte Breaking Badfolge rezensieren. Ich würde dann am Mittwoch nächster Woche meine Rezension online stellen und wer Lust kann mir in den Kommentaren eine Minirezension reinschreiben. Einfach nur ein paar Sätze wie es euch gefallen hat und was negativ sowie positiv war. Bis dahin funktioniert die Kommentarfunktion auch.

Damit ihr das nicht umsonst getan habt, verlose ich unter den fleißigen Rezensenten die Heisenbergtasse. Die Kommentare können bis Donnerstag Abend abgegeben werden. Es gibt nur eine Tasse zu verlosen und ich werde per Zufall den Gewinner auslosen.

Rezension Bakuman Band

Bakuman Cover



Er will der größte Comiczeichner werden und er der größte Autor. Zusammen wollen sie den größten Mangas Japans zeichnen. Wenn das nicht Bescheidenheit ist.

Team ist grundsympathisch


Schlimm wäre es, wenn die Zeichner dieses Ziel mit Arroganz und Überheblichkeit verfolgen würden. Das tun sie natürlich nicht. Moritaka verfolgt einen Traum: seinem Zeichneronkel nachzueifern und es gleichzeitig alles besser zu machen. Sein Onkel hat immer versucht, der größte Zeichner in Japan zu werden und eine Frau zu bekommen. Doch leider verstarb er vorher.
Moritaka versucht dieses Werk zu vollenden und tut sich darum mit Akito zusammen. Der Manga lebt vor allem von Konkurrenz und dem Willen nie aufzugeben. Rundherum werden weitere Zeichnerschicksale gezeigt, in der sich alles rund um Liebe und Konkurrenz dreht.

Ideale Liebesgeschichte in Bakuman gefunden


Was dem Manga zusätzlich Tiefe verleiht, ist eine Liebesgeschichte, die an die Geschichte des Aufstiegs der beiden Zeichner gebunden ist. Moritaka will erst mit seiner Herzensdame Miho zusammenkommen und heiraten, wenn sie mit dem Manga als Vorlage für einen Anime es geschafft haben, Miho als Synchronsprecherin einzubauen. Das konkrete Ziel die besten Mangaka (japanische Comiczeichner) zu werden mit einer nahegehenden Liebesgeschichte sind mir ziemlich nahegegangen.

Was bewirkt Bakuman in einem


Bakuman als Manga hat meine kreative Ader angesprochen. Neben den vielen Nebenhandlungen sind vor allem die kreativen Herausforderungen, in denen man über managatypische Verlagsprozesse informiert wird. Der Zeichenstil ist typisch für Japan, hat sich über die zwanzig Bände auch entwickelt. Der zwanzigste Band ist der perfekte Abschluß für die Serie und ich bin wirklich etwas melancholisch, dass es zu Ende ist.

Bewertung: 10 / 10


Positiv: 
– innovative Geschichte über den Weg zweier Mangaka an die Spitze
– gut integrierte Liebesgeschichte


Negativ:

Gastrezension: Hack/Slash Omnibus Vol.2 von Helen Schrader

Und sie macht es nochmal. Helen Schrader, Bloggerin bei UrbanFreak, schreibt heute wieder über Ihren Comicfavoriten Hack/Slash. Für unkundige Leser, stellt euch Buffy vor, nur sehr viel brutaler. Aber ich überlasse Helen das Wort und würde mich freuen mehr Gastrezensionen von euch zu bekommen. Schreibt mir einfach eine Nachricht an meine Emailadresse brichelshagen [ät] googlemail.com und dann landet eure Rezension in meinem Blog.

Da mein letzter Gastbeitrag anscheinend ganz gut angenommen wurde, habe ich Basti’s Angebot natürlich gerne angenommen und mich an eine Rezension zum zweiten Hack/Slash Omnibus gesetzt. Während es sich bei der Ansammlung an Stories im ersten Teil noch um Einzelgeschichten handelte, umfasst die Fortsetzung die fortlaufende Serie um Cassie Hack und Vlad sowie einige Leckerbissen, wie beispielsweise Gastauftritte von Herbert West und den Suicide Girls. Dazu aber später mehr, denn zunächst einmal, handelt das Heft von Teil eins bis 17 der Abenteuer vom Final Girl und ihrem Sidekick Vlad.

 Vom Re-Animator bis zu den Suicide Girls 

Der im September 2010 erstmalig veröffentlichte und über 400 Seiten lange zweite Omnibus von Hack/Slash bleibt seinem Motto auch im „Slashquel“ treu. Es gibt zwar selbst ausgedachte Charaktere (allen voran Acid Wash & die Neflords), aber es wird vor allem bei alten Bekannten der Genre-, Comic- und Horrorfilmreihen der letzten Jahre fleissig geklaut und übernommen. Genre-Fans können sich daher auf den Re-Animator Herbert West, die tätowierten Pin-Up Mädels der Suicide Girls und jede Menge weitere Gestalten freuen. Während unser Final Girl Cassie Hack mit Vlad quer durch die Staaten fährt und sie ganz im Stile von Supernatural ihre Fälle lösen, begegnen den beiden noch allerhand Skurilitäten. 

Von irren Psychologen und 99 Cent Stores

 Direkt die erste größere Geschichte hat es in sich. Nachdem Cassie zunächst von einem irren Psychologen gleich auf mehrere Art seziert wird und einiges ihrer Hintergrundgeschichte aufgedeckt wird, spielt Vlad den unscheinbaren Helden. Natürlich wieder auf seine ganz eigene Art und Weise. Immerhin fällt unser großer Freund gerne mal etwas in der Öffentlichkeit auf. Gasmasken im Diner um die Ecke helfen nicht gerade dabei Freundschaften zu knüpfen. Dank seines charmant naiven Auftretens meistert er aber jedwede Situation, rettet Cassie und schlägt sich danach sogar noch relativ gut beim Unterwäsche Shopping im 99 Cent Store.

 Acid Wash und Margaret „Georgia“ Crumb 

Wie der Stunt im 99 Cent Laden zeigt, befinden sich die beiden Helden der Geschichte mal wieder in Geldnot. Ähnlich wie so viele Parallelen zum Whedonverse und Buffys Leben, scheint sich die dauernde Rettung der Menschheit nämlich auch für Cassie nicht auszuzahlen. Aber wenigstens hat sich die „Scooby“-Gang seit dem ersten Omnibus dank des Chucky Zwischenfalls vergrößert, weshalb ein uns bekannter Chris Krump kurzerhand als Retter aus dem Off einspringt. – Er hat die Hack/Slash Inc. gegründet und sucht nun die Events der etwas besonderen Art für Cassie und Vlad heraus. Daher geht es für beide zum Acid Wash Konzert nach Florida. 

Dort angekommen retten unsere zwei Helden erst einmal die unscheinbare Georgia aus den Fängen einer etwas verwirrten aber recht renitenten älteren Frau. Kurz nachdem man sich also kennen gelernt hat, lädt Georgia Cassie und Vlad zum Brunch ein. – Nebenbei in dem Stripshuppen in dem sie arbeitet. Gemeinsam beschließen die drei Abends das Acid Wash Konzert in der Stadt zu besuchen. – Und unsere Geschichte nimmt ihren Lauf. 

Gedankenkontrolle und Nef 

Ganz dem Cosmicism von H.P. Lovecraft entliehen, werden auf dem Konzert direkt (fast) alle Jungfrauen in eine kosmische Parallelwelt entführt. Na ja, zumindest die weiblichen. Denn Vlad darf nicht mit, während sich Georgia und Cassie in der Welt von Nef wiederfinden. Während Cassie und Georgia schnell selbst auf die Idee kommen, dass die Entführung etwas mit ihrer „Unbeflecktheit“ zu tun hat, überlegen sie kurzfristig, das ganze „gemeinsam“ hinter sich zu bringen. Aufgrund der gefesselten Hände und der räumlichen Entfernung entpuppt sich das Unterfangen jedoch als etwas umständlich. Aber Hilfe ist ja schon unterwegs. Immerhin sucht Vlad auf der Erde nach potenziellen Balzpartnerinnen um einen Rettungsversuch in der anderen Dimension ungefährdet zu überstehen. Schließlich kann er seine zwei Freundinnen wesentlich besser retten, wenn er „den Sex“, wie er sagt, endlich hinter sich gebracht hat. Viele verzweifelte Groupies, jede Menge Prep-Talk von Chris und noch mehr Bier (für Vlad) später ist es dann auch endlich vorbei und Vlad kann sich auf den Weg nach Nef machen.

 Hach/Slash wäre aber natürlich nicht Hack/Slash, wenn unsere Heroine einfach auf ihre Rettung warten würde. Gemeinsam mit Georgia schafft sie es auf doch sehr amüsante Art und Weise der Alternativwelt zu entfliehen und gemeinsam mit Vlad die Band Acid Wash in das Reich der vielen anderen vergessenen 90er Jahre Bands zu befördern. 

Von Düsteren Legenden und Mädcheninternaten 

Frisch aus Nef zurück, geht es für Cassie in die Schule. Einige Mädchen sind verschwunden und dank ritueller Funde auf dem Campus erwarten Cassie und Vlad natürlich einen Slasher. Während sich Cassie also mit so weltbewegenden Fragen beschäftigen muss, ob sich wohl alle Mitbewohnerinnen am College „so toll“ miteinander verstehen, wird der Campus unsicher gemacht. Das der okkulte Club, der im Laufe des Abenteuers aufgedeckt wird, natürlich dem feuchten Traum eines 16jährigen entsprungen scheint, überrascht zwar nicht besonders, sorgt aber für jede Menge Lacher beim Lesen. Tim Seeley schafft es eben immer wieder, dass Offensichtliche mit einem Twist zu versehen und den Leser zu unterhalten. 

Heißt deine Freundin zufällig Buffy?

 Direkt nach den Frauenproblemen am College suchen Cassie und Vlad nach Informationen zu Cassies Vater. Immerhin könnte dieser etwas Licht in Cassies dunkle Vergangenheit bringen. Schließlich ließ er sie aus ungeklärten Gründen mit der seelisch nicht ganz gesunden Mutter allein. Leider verläuft auch dieser Trip nicht ganz ohne Umwege und so müssen kurzerhand noch die Suicide Girls gerettet werden. Ein Slasher hat es auf die Pin-Ups abgesehen und täuscht nun den einen oder anderen Selbstmord unter den tätowierten Damen vor. Ein Problem, dem sich Hack/Slash Inc. quasi im Vorbeiflug annimmt. Es gibt zumindest für Cassie wichtigeres zu tun. – Georgia retten zum Beispiel. 

 Allerdings sehr zum Missfallen von Vlad. Dieser glaubt nämlich, dass es Cassie eigentlich nur um „den Sex“ mit Georgia geht. Daher hat der stoische Riese etwas Angst um seine Zukunft als Cassies bester Freund. Ein Dilemma, das Vlad gerne und oft in dem Heft anspricht und das zu den lustigsten Unterhaltungen zwischen den beiden führt. 

 Aber gut. Von nun an geht es Schlag auf Schlag und der Omnibus zeigt, wie komplex man einen Comic so schreiben kann. Georgia ist in Gefahr und ruft daher ihre beste Freundin Buffy, äh Cassie an. Während Cassie und Vlad zu Hilfe eilen, entdecken Chris und Lisa mit Pooch einen Handlanger der Neflords, Cassies Vater befindet sich in Gefahr, Delilah Hack macht einen Cameo-Auftritt und niemand weiß mehr, ob er sich noch in Kansas befindet. 

 Das Familientreffen der besonderen Art 

Wie es der Zufall nämlich so will, befindet sich Georgia am Drehort einer etwas spezielleren Fassung von „Der Zauberer von Oz“, während Mr. Hack einen Doktor namens West kennenlernt. Aufgrund einer Liste mit potenziellen Männern, die ihr Vater sein können, wissen unsere beiden Hack/Slash Freunde schnell, dass sie sich ganz in der Nähe eines potenziellen Vaters befinden. Daher wird der nächste Roadtrip angegangen und der Mann auf dem Zettel gesucht. – Alles natürlich, während sich die Lovecraft-artigen Monster auf den Weg machen, die verhasste Cassie Hack auszulöschen. Es könnte ja Langeweile bei den Protagonisten aufkommen. 😉 
Wie diese drei Geschichten jedoch zusammenfinden und ausgehen, das erfährt man erst im dritten Teil der Hack/Slash Omnibus-Reihe und somit auch erst in der nächsten Rezension. 

 Positiv: 
– eigentlich alles, was in der ersten Rezension schon gesagt wurde. Natürlich aber ganz im Sinne eines Sequels: bigger, better, faster. 
– fortlaufende Handlungsstränge, die in den meisten Fällen sehr gut ineinander finden.
 – eine Entwicklung der Charaktere über mehrere Geschichten, interessante Einblicke in Cassie’s früheres Leben 
– Pooch 

 Negativ: 
– ein, zwei Geschichten (z.B. Taber) hätte man sich sparen können
 – ab und an hätte es auch ein Slasher weniger sein können
 – einige Geschichten gefallen mir vom Zeichenstil nicht wirklich. 

 Punkte: 9/10