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Im Wutanfall mit einer Karte verprügelt: Hearthstone – Rezension

Hearthstone Niederlage Animation
So sieht das aus, wenn man verliert bei Hearthstone verliert. Schön animiert, unschön verloren.

Ich stehe mitten in der Arena. Schweiß tropft meinen haarigen Rücken hinunter. Vor mir baut sich eine in einen Mantel gekleidete dürre Frau auf, sie greift in die Innenseite ihrer bunten Verkleidung und zieht auf bedrohliche Weise: eine Spielkarte mit zwei Zahlen und sie zieht mir volle Kanne eine drüber. Ich bin im Hearthstonefieber und das Thermometer zeigt 100 Grad Suchtfaktor an – Verdammt!

Startbildschirm von Hearthstone
So fängt es mit Hearthstone an. Drei Auswahlmöglichkeiten stehen hier zur Verfügung: Üben, Spielen, Arena.

Schmeißen wir uns also in die Welt des Online-Sammelkartenspiels Hearthstone, bei der zwei Gegner sich gegenüberstehen und mit Spielkarten den Gar aus machen!

Hearthstone Ladebildschirm für das nächste Spiel
Nur eines der schönen Details von Hearthstone: individuelle Ladebalkentexte.

In der Arena tobt ein Blizzard

Ok, ich bin von vornherein schon suchtgefährdet. Als ich damals mit strategischen Echtzeitspielen in Kontakt gekommen bin, war neben Age of Empires Warcraft 3 eines meiner am meisten gespielten Spiele. Am liebsten gegen den Computergegner, denn der hat -verdammte Hacke- jedes Mal gewonnen und ich musste ihn besiegen. Zum Glück gab es dann irgendwann einen Patch, bei dem es darum ging, den Schwierigkeitsgrad des Computergegners ging. Dann war meine triumphale Stunde da, ich metzelte die anderen Spielfiguren in niedlicher Cartoongrafik nieder. Ich war der Größte, der Beste, Mächtigste unter allen Warcraftlern. Welchen Schwierigkeitsgrad der Computergegner hatte: natürlich leicht!

Und dieses Gefühl kommt jetzt zurück. Und für mich älter gewordenen Zocker im Blizzard-Universum frohlockte das Herz über ein strategisch ausgerichtetes Kartenspiel. Hatte ich doch zuvor mal Magic entdeckt, als App für das Smartphone. Ich bin also schon ein bisschen angefixt. Jetzt betritt Blizzard die Bühne und mischt da kräftig mit!

Heldenauswahl bei Heartstone
Wichtig ist, welchen Helden ihr wählt. Jeder hat seine eigenen Fähigkeiten und Vorzüge.

Karten, Diener, Helden und Schafe!

Hearthstone besteht primär aus einer kleinen überschaubaren Arena, in der jeder aus neun Klassen einen Helden wählen darf. Unter den Klassen befinden sich die typischen Rollen aus dem Fantasybereich, die alle ihre eigenen Spezialfähigkeiten haben. Sei es nun ein Krieger, der gerne angreift und zum Schutz eine Heldenfähigkeit besitzt, in der er zwei Rüstungspunkte bekommt. Noch wichtiger sind die Karten, die ihr auf der Hand habt. Auf denen gibt es Diener oder Zauberer. Die Diener sind eure eigentlichen Kämpfer in der Arena, so wie die Gladiatoren zu Cäsars Zeiten. Die hauen sich alle gegenseitig zu Matsch, das Wichtigste aber ist, das die Heldenfiguren sich zu Klump hauen. Ihr fangt mit 30 Lebenspunkten an, wenn diese aufgebraucht sind, ist Schicht im Schacht. Achja, und Schafe gibt es auch 😉

Aufgeräumtes Spielfeld bei Hearthstone
Das Spielfeld von Hearthstone im unaugeräumten Zustand. Noch kann man gut alles überblicken…
Hearthstone mit Spielfiguren in der Arena
… und jetzt betreten die Spielfiguren die Arena. Da kann es schnell schon mal unübersichtlich werden.

 

Noch ein paar Spielregeln: Klingt komisch, ist aber so!

Aber Schafe sind in dem Fall auch nur ein Zauberspruch, nämlich den brutalen gegenüberstehendem Ork in ein sanftes Lämmchen zu verwandeln. Aber um Karten überhaupt einsetzen zu können, braucht ihr Mana. Jede Karte kostete so und so viel Mana, ihr bekommt in jeder Runde ein neuen Manapunkt. Je mächtiger der Diener/Zauber, desto mehr Mana braucht man. Zweite wichtige Regel: die meisten Diener sind erst eine Runde später einsetzbar, ansonsten wäre die ganze Sache wohl schnell vorbei. Es klingt nach vielen Regeln, aber wenn man das Tutorial durch hat, sind die wenigen Regeln schnell gespeichert.

Detaillierte Ansicht einer Hearthstone-Karte
Einfach mit der Maus über die Karte ziehen und schon erklärt sich die Karte von allein.

Das Drumherum: Schi-Schi und Co

Grafisch lehnt sich das Spiel an die Warcraft-Grafik, natürlich sind viele Charaktere aus dem Online-Rollenspiel-Ableger World of Warcraft dabei, die ich mittlerweile auch nicht mehr kenne. Schön sind die kleinen Animationen, wenn Charaktere angegriffen werden oder wenn man innerhalb in der Arena kleine Details anklickt, wie der kleine Geier auf dem Burgturm, der einen anbrüllt. Die Arena ist von der Farbgebung her ähnlich, lediglich an den Ecken sind Änderungen erkennbar. Auch hier nichts zu mäkeln.

Pay-to-play? und Disconnect

Kartenshop von Hearthstone
Der Kartenshop hat ein überschaubares Angebot an Karten-Packs zu kaufen. Karten können mit Echtgeld oder Spielwährung bezahlt werden.
Bezahlschranke bei Zugang zur Arena
Der Arenazugang ist ebenso mit Spielgeld als auch mit Echtgeld käuflich.

 

Zwei Sachen über die man sich noch unterhalten sollten, sind auch die kritischsten:

1.  Natürlich möchte auch Blizzard Geld mit seinem Spiel verdienen. Bei Hearthstone gibt es zwei Ecken, an denen man bezahlen kann. Das Erste ist der Kartenshop, in dem man sich zusätzliche Kartenpakete kaufen kann, die einem das Spielen erleichtern können. Oder aber man zahlt für einen Zugang zu der Arena, bei der man je nach der Menge der Siege gute Belohnungen kriegen kann. Aber und das ist das Gute: man muss nicht zahlen. Dieses Spiel lässt sich auch unbezahlt gut spielen. Ich habe trotzdem mal 7 Kartenpacks für rund 8 Euro gekauft und war auch nicht enttäuscht. Vielleicht war es ein Placebo-Effekt, dass ich das Gefühl hatte, ich würde mit denen Karten besser spielen. Bis ich dann wieder einen vor den Latz geknallt bekommen habe von einem richtig guten Spieler.

2. Unterbrochene Verbindung: Also das ist wirklich etwas, was mich aufregt. Als ich noch in der Betaphase gespielt habe, gab es keine großartigen Verbindungsunterbrechungen, seitdem das Speil am Freitag veröffentlicht wurde, kommt es leider häufiger vor. Das ist leider sehr unschön. Es ist natürlich ein Gratisspiel und Meckern auf hohem Niveau, aber es ist schon nervig, wenn man mittendrin einfach mal rausfliegt, auch während des Matches. Am schlimmsten war ein Fall, in der ich in der Arena deutlich vor dem menschlichen Gegner lag und plötzlich die Verbindung unterbrochen wurde. Und hier könnte ein Knackpunkt kommen: Wenn eine Verbindung während des Spiels unterbricht, wird dies nicht als Niederlage oder als Sieg für irgendjemanden gewertet. Manche Spieler ziehen daraus wohl ihren Nutzen und ziehen an Wendepunkten des Spiels einfach mal den Stecker. An dem Punkt des Speils bin ich dann wirklich ausgerastet.

Ansonsten absolute Installationsempfehlung! Hohes Suchtpotenzial, egal ob Fantasynerd oder Kartenspiel-Fan!

Der Niederlagebildschirm für Hearthstone. Hoffentlich seht ihr ihn nicht oft.
Und so sieht der Niederlagebildschirm bei Hearthstone aus. Schön, wenn man ihn weniger sieht 😉

Bewertung: 9 / 10

Positiv: 
– schöne Grafikdetails
– hohe Spielbarkeit und Suchtpotenzial
– Gratis

Negativ:
– häufige verbindungsunterbrechungen

Heute mal den Spielekasper und Stanley Parable ist das Krodokdil – die etwas andere Spielerezension

Hallo lieber Leser,

hier spricht dein Rezensent. Schön, dass du dich hierhin getraut hast. Du erwartest, dass ich dich jetzt textuell an die Hand nehme und dir meinen Eindruck von einem Spiel mitgebe. Wie wäre es wenn ich dir die Sicherheit einfach nicht gebe und mal was anderes…..


Willkommen bei Stanley Parable! 


Hallo lieber Leser. Schön, dass du dich hierhin getraut hast du erwartest, dass ich dich textuell an die Hand nehme und dir meinen Eindruck von einem Spiel mitgebe. Ok.

Der Autor dieser Zeilen steht von seinem Laptop auf, lädt sich zum ersten Mal STEAM runter, um das Stanley Parable zu bekommen. Zu dem Punkt war Wintersale und er hat es für rund 8 Euro bekommen. Der Autor findet das in Ordnung. Zum regulären Preis von 12 Euro weiß er nicht, ob er das Spiel gekauft hätte. Aber sowas lieber Leser, weiß man erst hinterher. Nun sollte eine Beschreibung folgen, worum es in dem Spiel geht, aber der Autor geht einen anderen Weg:

Positiv:
– innovative Art des Spiel-Erzählstils
– kann einen sehr zum Nachdenken anregen
– hochphilosophisch und komplex

Negativ:
– etwas zu hoher Preis
– nach längerer Spielzeit etwas ermüdend

Nun kamen schon die üblichen Bewertungspunkte, die diesen Artikel eigentlich zusammenfassen. Nun ja,
verehrter Leser, wir sind wohl in eine Sackgasse gekommen. Dann machen wir das vielleicht wieder von vorn….

Photo von einem Laptop mit einem Screenshot von einem Computer von Stanley. Bereit für eine neue Runde, Stanley?

Hallo lieber Leser,

hier spricht dein Rezensent. Stanley, die Hauptfigur von Stanley Parable, sitzt wie du, geehrter Leser, vor dem PC und tippt auf Befehl seiner Chefs dauernd auf Tasten. Er hat noch nie etwas hinterfragt. Doch eines Tages sind alle seine Kollegen verschwunden und er erhält keine Anweisungen mehr. So irrt er durch einen verwaisten Bürokomplex und egal, welche Entscheidung er trifft, das Spiel passt sich seinen / ihren Entscheidungen an.

Zwischenüberschrift dient zur Orientierung, lieber Leser

So kommt es bei diesem Spiel häufig vor, dass man wieder von vorne anfängt, aber auch nur, weil das Spiel es so will. Begleitet wird jede Aktion von dem Erzähler, der die Aktionen von Stanley beschreibt und ihm manchmal sogar Anweisungen gibt. Man kann sich dagegen sträuben ober das ausführen, selbst auf diese Entscheidung reagiert das Spiel. Es gibt eine Handvoll Enden, wobei ich im Moment, so denke ich, zwei bis drei Enden erspielt habe.

Gekonnt wird mit üblichen Spielweisen , vor allem vom Egoshootern gespielt, und alles wird aus einer höheren Meta-Ebene betrachtet.

Nidngasvebavnavuasfb

Wenn man das Spiel länger auf sich wirken lässt, stellt man sich einige wichtige Fragen: Warum mache ich das hier? Nicht nur auf das Speil bezogen, sondern auf alles? Warum mache ich das hier? Es ist ein totales Indiespiel und wahrscheinlich nichts für den alteingesessenen Mainstreamspieler. Warum mache ich das hier? Ehrlich, das artet alles wieder in einer Rezension. Als Sonderangebot habe ich mir das Spiel geholt, weil ich das bereit war für ein philosophischen Ausflug zu zahlen. Über 10 Euro finde ich es dann für so ein kurzes Spiel doch etwas wenig.Wieso habe ich das geschrieben? Ich weiß nicht, ich sehe keinen Sinn mehr in dieser Rezension, vielleicht muss man einfach von vorn anfangen….

Hallo lieber Leser,

hier spricht dein Rezensent. Schön, dass du dich hierhin getraut hast. Du erwartest, dass ich dich jetzt textuell an die Hand nehme und dir meinen Eindruck von einem Spiel mitgebe…..

P.S.: Das Spiel Stanley Parable zu spielen, kann genauso unbequem werden, wie diese Rezension zu lesen.